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2016

Pony "Piccolo"
Ponys "Johnny Radierer" und "Shaggy"
Dr. Ulrike Auer untersucht Pony "Muckl"
Pony "Shaggy"
Dr. Ulrike Auer kennt die 7 Ponys bereits seit vielen Jahren und kümmert sich auch heute noch um ihr Wohlergehen
 

Ein neues Zuhause für sieben Ponys

Zuwachs bei Gut Aiderbichl in Gänserndorf. Durch die Initiative einer Tierärztin fanden sieben Ponys in unserem niederösterreichischen Standort Unterschlupf, nachdem sie viele Jahre zu Forschungszwecken an der Veterinärmedizinischen Universität Wien waren. Eine positive Geschichte über Tierversuche im Interesse von Tieren und ein gutes Ende.

„Das ist Piccolo.“ Tierärztin Dr. Ulrike Auer deutet auf ein braunes Pony mit langer, heller Mähne. „Piccolo war ein Zirkuspferd in Holland und als er vor vielen Jahren zu uns an die Vetmeduni Vienna gekommen ist, war er ungut und bissig. Jetzt ist er ein lieber und lustiger Zeitgenosse.“ Piccolo ist eines von sieben Ponys, die eine neue Heimat in Gut Aiderbichl Gänserndorf gefunden haben. Jedes der Tiere hat seine eigene Geschichte und jedes hat seinen eigenen Charakter, berichtet Ulrike Auer. „Sie sind ausgelassen oder scheu, bockig oder brav, auf alle Fälle aber sind sie intelligent. Sie sind besonders lernfähig und man kann ihr Vertrauen gewinnen, wenn man sozusagen ihre Sprache spricht und als Kontaktperson anerkannt wird. Wie beim schwierigen Piccolo.“ Man spürt die emotionale Zuwendung, wenn die Ärztin über ihre sieben „Pferde-Zwerge“ mit den kurzen Beinen spricht. Dass sie jetzt hier über das frische Stroh und die selbst im Winter ein bisschen grüne Wiese springen, hat ganz entscheidend mit Dr. Auer zu tun. Und das kam so: Seit vielen Jahren betreut die Tiermedizinerin ehrenamtlich die Schimpansen in Gänserndorf. Aiderbichl-Gründer Michael Aufhauser hatte nach dem Konkurs des Safariparks die dort lebenden Versuchstiere der von Baxter übernommenen Pharmafirma Immuno unter seine Obhut genommen. Unter der fürsorglichen Hand von Ulrike Auer hatten sich die zuvor verängstigten und traumatisierten Schimpansen extrem positiv verändert. „Es sind jetzt andere Tiere“ erzählt sie. Das war die Basis des guten Kontakts zu Aiderbichl. Ein Kontakt, der helfen sollte, ein neues Problem zu lösen. Die Vorgeschichte: Die Veterinärmedizinische Universität macht seit vielen Jahren Tierversuche mit Ponys. Ausschließlich für den Fortschritt der Tiermedizin. Nie für die Humanmedizin. Und gänzlich ohne Tierleid. Vor allem geht es um Medikamente. So kann man die Wirkung von Arzneien für Pferde an jüngeren Ponys testen. Dr. Ulrike Auer ist Spezialistin für Pferdeanästhesie. Die meisten Leiden, die Pferde haben, kann man ohne Sedieren, also Betäubungsmethoden nicht behandeln. Auf diesem Feld ist es der Vetmed in Wien in den letzten Jahren gelungen, bessere, „schlauere“ Techniken zu entwickeln. Bahnbrechende Ergebnisse, die allen Pferden helfen. Vor allem in der Lungenphysiologie, dem Wiener Forschungsschwerpunkt. Denn die berühmte „Pferdelunge“ ist schlechter als ihr Ruf. Jedenfalls empfindlicher. Ponys als Testtiere für diese Forschungen sind ab einem gewissen Alter nicht mehr geeignet. Dieser Fall trat bei den sieben Ponys in Wien ein. Dr. Ulrike Auer suchte eine Lösung und wandte sich an Aiderbichl-Geschäftsführer Dieter Ehrengruber. Der sagte spontan Hilfe zu. Jetzt sind Johnny (11), Eliot (19), Muck (11), Pascha (17), Pauli (19), Piccolo (11) und Shaggy (11) im neuen Offenstall mit angeschlossener Sommerweide gut aufgehoben. Die Lösung hat, berichtet die Veterinärärztin, drei Vorteile. „ Erstens: Wir wollten die Tiere als Gruppe zusammen lassen, weil sie das seit fünfzehn Jahren sind. Diese Ponys sind zu einer sozialen Gemeinschaft geworden. Zweitens war die Nähe zwischen der Uni im 21. Wiener Bezirk und Gänserndorf ideal. Und drittens kommt dazu, dass es ohnehin nie leicht ist, eine ,Tier-Pension‘ zu finden im doppelten Sinn als neue Heimstätte und als Alterssitz.“ Besonders für gleich sieben Vierbeiner. So hat die Aiderbichl-Familie wieder einmal ihre Großherzigkeit gezeigt. Glückliche Ponys danken es ihr.


April 2015

Fuchswelpe Fin
Eröffnung der Fuchsanlagen
Eröffnungsfeier
 

Unermessliches Leid für zynische Trophäen

Wie lassen sich Menschen erreichen, die nicht wissen, dass Pelze und Felle aus Farmen immer aus grausamer Haltung stammen? Schockberichte helfen wenig, Zahlen und Fakten überzeugen nicht. Vielleicht aber macht es Sinn, eine wahre Geschichte zu erzählen. So werden aus der namenlosen „Masse Fell“ Tiere, die bereits als potentielle Krägen galten und nun in Sicherheit sind. Gut Aiderbichl ist es gelungen, sechs Pelztierfarm-Füchsinnen frei zu kaufen.

Wir hatten uns mit dem Betreiber einer europäischen Pelztierfarm verabredet. Das war nicht ganz so einfach, wie es sich anhört, doch wir durften ihn vor Ort treffen. Seine Farm ist hoch gesichert, ein Einblick von außen ist unmöglich. Rundum ein geschlossener Zaun, der von offensichtlich scharfen Hunden bewacht wird. Wir kommen bei einem Kaffee ins Gespräch. Die Menschen, die dort arbeiten, sehen kein Unrecht in ihrem Tun und betrachten sich als Opfer des Tierschutzes. Ihre ‚Arbeit’ erfüllen sie emotionslos. Es ist ihr Job. Wir entdecken Annika. Sie ist die Weiterzüchtung eines Polarfuchses. Ihr Haarkleid und ihr Schwanz sind wunderschön. Verarbeitet haben wir Fell wie ihres schon oft gesehen, als oben erwähntes Modeaccessoire. Die Wünsche der Kürschner sind offensichtlich in den Weiterzuchten berücksichtigt. Die Kürschner wiederum richten sich nach den Vorlieben ihrer Kunden. Annika wurde 2013 auf der Pelzfarm in einer Wurfbox geboren. Ihr Fell soll demnächst einen Menschen schmücken. Das ist ihr Daseinszweck. Als sie mit etwa drei Wochen zum ersten Mal ihre Augen öffnete, sah sie ihre Mutter, ihre Geschwister, und: Gitter. 80 x 80 cm sind ihre Welt. Gitter auch unter den Pfoten, das ist unangenehm und tut manchmal weh. Was frei lebende Füchse sonst so tun, kann Annika nicht. Wühlen und klettern – keine Chance. Hüpfen oder laufen – wohin? Ihr Blick auf die anderen Käfige ist eine Gitterdraht- Aussicht. Irgendwo weit draußen gibt es ein Stück Wald, den sie nicht sehen kann. Für solche Lebensräume hat die Natur sie ausgestattet, damit sie dort überleben kann. Ihre Instinkte verlangen danach, können aber nicht ausgelebt werden. Die Folgen: Ein unbändiger Drang in die Freiheit. Polarfüchsin Elina, fünf Jahre alt, lebt in einem Nachbarkäfig. Bei ihr brechen sich diese Instinkte Bahn. Sie ist zahnlos, weil sie immer wieder ins Gitter beißt. Sie will hinaus. Doch das ist aussichtslos. Verzweiflung Tag und Nacht. Die Aiderbichler Tierretter und eine Tierärztin bereiten sich darauf vor, sechs der Füchse nach Gänserndorf mitzunehmen – drei Silberfüchsinnen und drei Polarfüchsinnen. Sie sind übersät von Parasiten. Die Tiere werden sediert und dann zur Sicherheit auf eine Aiderbichler Quarantänestation zur Betreuung gebracht. Silberfüchsin Melissa II kann erst später medizinisch behandelt werden, denn sie ist hochträchtig. Ihr machten wir ein gemütliches Lager rund um ihre Transportbox und nur wenige Tage später brachte sie bei uns sechs Welpen zur Welt. Drei von ihnen überlebten.

Am 24. April ist die Quarantänezeit überstanden und endlich kann der Umzug stattfinden. Jetzt sind viele helfende Hände gefragt. Obwohl das neue Gehege nur 5 Minuten entfernt liegt, verfolgt unsere Aiderbichler Fuchsmutter Anna jede Bewegung mit Argusaugen – nichts und niemand soll die Tiere verstören. Tierpfleger Karol wird sich zukünftig um die Fuchsgruppe kümmern und kontrolliert ein letztes Mal das Gelände. Tierärztin Dr. Claudia Herka begleitet den Umzug und es ist beruhigend, sie mit an Bord zu haben. Denn niemand weiß, wie die Tiere auf die ungewohnte Umgebung reagieren werden. Die Silberfüchsinnen Juna und Svea und die Polarfüchsinnen Merle, Annika und Elina sind nun sicher in Transportboxen untergebracht und bereit für den kurzen Weg. Ein Weg, an dessen Ende nicht die Qualen stehen, die andere Pelzfarmtiere erwartet. Sie wären für die Eitelkeit gestorben, mit großer Angst kurz vor dem Tod. Vor Panik hätten sie die Haare aufgestellt – eine letzte Reaktion, die für die Pelz-‚Produzenten’ kein unerwünschter Nebeneffekt ist. Das vor Angst gesträubte Fell ist ‚attraktiv’. Doch welche Reaktion wird sich bei uns in Gänserndorf einstellen? Werden die Tiere, die noch niemals in freier Natur waren, panisch reagieren? Sich bekämpfen, weil sie ihren Artgenossen noch nie ohne Gitterstäbe begegnet sind? Wird es sie erschrecken, natürlichen Boden unter den Pfoten zu haben, oder auf ihm mehr als zwei Schritte zu tun? Eigentlich rechnet das gesamte Aiderbichler Team damit, dass die Füchse als erstes ein Versteck aufsuchen. Zum Glück gibt es im neuen Gehege reichlich davon.


Januar 2015

Maria Kaindl beim Einzug der Papageien in das Papageienhaus
Laura
Die Papageien genießen die Außenvolieren
Das neue, moderne Papageienhaus auf Gut Aiderbichl Gänserndorf
Beppo

Das Papageienhaus in Gänserndorf - ein Bericht von Dieter Ehrengruber

als Michael Aufhauser sich 2001 dazu entschlossen hatte, aus seinem privaten Pferdehof eine Begegnungsstätte zwischen Mensch und Tier zu machen, meinte er Pferde, sogenannte Nutztiere und einige Hunde und Katzen. Dass wir eines Tages Schimpansen, Wildtiere und andere Exoten aufnehmen würden, war damals nicht geplant.

Aber wie soll man Hilfe in Not planen? 2011 meldete sich eine große Tierfreundin bei uns. Sie hatte sich hingebungsvoll für Papageien, die kein Zuhause mehr hatten, eingesetzt. Sie bat Michael Aufhauser um Hilfe. Sie konnte nicht mehr weitermachen und so wurden wir über Nacht Papageienbesitzer. Damals waren es mehr als 60 Amazonen, Graupapageien, Aras, Kakadus... Im gleichen Jahr errichteten wir das Papageienhaus auf Gut Aiderbichl Maria Schmolln, aber die meisten Papageien mussten sich noch gedulden. Außengehege und eine entsprechende Haltung bedürfen einer gründlichen Planung und natürlich auch der Mittel, um so ein großes Projekt angehen zu können. Jetzt trennen uns nur noch einige Wochen von der Eröffnung des großen Papageienhauses in Gänserndorf. Ein beachtliches Gebäude ist entstanden (12 x 37 Meter) und dazu kommen noch die anschließenden Außenvolieren. Keine Vogelart ist so gefährdet wie Papageien. 50 Prozent ihrer Art sind bedroht und 25 Prozent stehen kurz vor dem Aussterben. Ihr Lebensraum wird nach wie vor mit nachhaltiger Vehemenz zerstört. Wir Aiderbichler stehen aber vor einem ganz anderen Problem. Wenn sich Menschen hierzulande dazu entscheiden, Papageien als Haustiere zu halten, bedenken sie nicht, wie alt diese werden können. 70 Lebensjahre sind bei Papageien keine Seltenheit. Verstirbt der Halter, findet sich unter den Erben meist niemand, der die Hinterbliebenen aufnehmen möchte. Sie sind sehr laut, benötigen aufwendige Pflege und Zeit. Deshalb ist es so wichtig, dass Gut Aiderbichl auch diesen armen Geschöpfen ein würdiges, art- und tiergerechtes Leben bieten kann. An die hundert Papageien stehen bereits unter unserem Schutz. Noch sind die meisten ohne Außenanlagen, aber in geräumigen Volieren untergebracht. Dass es sich dabei um eine Zwischenlösung handelt, war uns klar. Deshalb haben wir jetzt das große Papageienhaus gebaut. Der Liebling unserer bunten Freunde ist Maria Kaindl. Zur Übersiedelung der Papageien wird Maria noch einige Tage zur Begleitung bei ihnen bleiben. Sie ist jetzt schon traurig, wenn ihr kleiner Tristan nicht mehr sagen wird: „Bin Klei wieder do.“ Ich selbst bin inzwischen zu einem großen Fan dieser wunderbaren Vögel geworden und dankbar, dass wir helfen dürfen.


Januar 2015

Anna Pieringer mit Fuchs Bernie beim Umzug von Henndorf nach Gänserndorf
Der neue Fuchsbau
Fuchs "Junior" in seinem neuen Zuhause
 

Füchse haben wenig Freunde - wir helfen ihnen! -  Ein Bericht von Dieter Ehrengruber

Jedes Jahr im Frühling werden uns Findlinge abgegebenAn das Thema Füchse in Not haben auch wir uns lange nicht heran gewagt. Füchsen wird nachgesagt, sie hätten den gefährlichen Fuchsbandwurm und seien furchtbar schwer zu halten. Seit 2002 wissen wir es besser. Seither nehmen wir, wann immer möglich, Fuchsfindlinge auf. Sie dürfen, wie alle Tiere, bis an ihr natürliches Lebensende bleiben...

Natürlich werden auch in Gänserndorf Ex-Insassen aus Pelztierfarmen einziehen, so wie zum Beispiel Kibib aus Henndorf, den eine Tierschützerin gerettet hatte. Wir sind unermüdlich darin, den Menschen zu erklären, warum sie nicht nur auf Pelzmäntel, sondern auch Pelzkrägen und auf diese lächerlichen Pelzbommel an Strickmützen verzichten sollten. Die meisten wissen nicht, wie hoch der Preis ist, den die Tiere dafür bezahlen. 70 Millionen Waschbären, Marderhunde, Hunde und Katzen, aber auch Füchse werden alleine in China alljährlich qualvoll gehalten und äußerst brutal getötet. Anna Pieringer ist für unsere Füchse eine Art Schutzengel. Wenn die Dämmerung einsetzt, suchen sie ihre Nähe, keiner hat Angst vor ihr. Sie geht mit ihnen um wie mit Hunden und Katzen, erzählt von ihnen und ist beeindruckt. Füchse sind fair und kameradschaftlich, verspielt und ganz schön sensibel. Ihr Schicksal ist das Jagdsystem, das wir von unseren Vorfahren übernommen haben. Darin ist der Mensch das Regulativ in unseren Wäldern, Füchse und andere Raubtiere werden überflüssig. Schnell haben die Menschen dann Rechtfertigungen zur Hand und heben vermeintlich schlechte Eigenschaften eines Fuchses hervor. Die Begriffe ‚listig’ und ‚verschlagen’ zum Beispiel sind eine glatte Verleumdung. Wir wissen es besser. Bemerkenswert ist, dass es meist Förster oder auch Berufsjäger sind, die uns orientierungslos herumirrende Fuchswelpen bringen. Dann wurde ihre Mutter überfahren oder ist der Jagd zum Opfer gefallen. Diese Geste der Barmherzigkeit ist nicht Fuchs Seppi kam als Findling zu uns... selten, kommt aber kaum von Trophäen- oder Hobbyjägern. Manche Tierretter erzählen, dass sie Füchse, die mit der Flasche von Menschenhand großgezogen wurden, wieder auswildern. Wir haben dabei große Bedenken. Füchse lassen sich nur deshalb so schwer jagen, weil sie berechtigterweise im Menschen ihren größten Feind sehen und entsprechend scheu sein müssen. zu lassen. Stattdessen gibt es so gut wie keine Schonzeit für sie. Trotzdem wird unsere Bereitschaft, ihnen zu helfen, von manchen kritisch gesehen. Und wenn schon. Für uns gehören alle Tiere zur Schöpfung, waren schon vor uns da und in ihnen schlägt ein Herz. Sie kennen Angst, Zuneigung, Liebe und Leid so wie wir. Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihr Dieter Ehrengruber An alles muss gedacht werden: Untergrabe- und Überkletterschutz Verlieren sie diese Scheu, werden sie zur leichten Beute. Nach so vielen Jahren der Fuchshaltung können wir Bilanz ziehen. In keinem einzigen Fall waren sie Träger einer gefährlichen Krankheit, wie zum Beispiel dem Fuchsbandwurm. Und was viele nicht wissen: Es gibt bei uns keine Tollwut mehr. Das sind viele Gründe, die dafür sprechen würden, dem Fuchs seine angestammte Heimat Füchse aus Farmen, wie Kibib... ...und Fuchswaisen finden hier ein Zuhause. als Aiderbichler der Einladung von Michael Aufhauser am 25. April folgen. Dann werden die neuen Anlagen in Gänserndorf eröffnet. Nutzen Sie bei dieser Gelegenheit auch die Chance, einige weitere, spannende Neuerungen kennenzulernen.


2012

Gerd Viebig - Hundehaus - es ist
Schutz und Freiheit gleichermaßen
Isidor kam 2015 zu uns

Hundeanlage Gänserndorf

Von den mehr als 300 geretteten Hunden, die unter dem lebenslangen Schutz von Gut Aiderbichl stehen, leben einige auf Gut Aiderbichl Gänserndorf. Meist handelt es sich um große Hunde, die schwer in unsere Hundefamilien auf den anderen Gütern eingliederbar sind. Aber auch um Hunde die zu uns kamen, weil sie als aggressiv oder gefährlich galten.

Diese Hunde hatten so gut wie keine Chance in ihrem Heimatland. Edina ist sehr groß und hat sehr viel Hütehund in sich, was sie an ihre Welpen sicherlich weiter vererbt hat. Zunächst konnten wir sie nur reservieren. Edina hatte keine Papiere und außerdem säugte sie zehn Welpen. In unserem Auftrag versorgten sie tierliebe Menschen so lange, bis wir sie holen konnten. Sie dürfen nun für immer bei uns bleiben. Wenn sich aber ein Hundefreund meldet, der über genügend Zeit und Platz verfügt, dürfen die Hunde auch an sogenannte lebenslange Sonderplätze vergeben werden.

Isidor galt als besonders gefährlich und ist jetzt brav

Natürlich nur dann, wenn er spürt, dass sich der Mensch, der sich mit ihm befasst, auskennt. Das gilt nicht nur für den selbstbewussten Rottweiler, der mit acht Monaten zu uns kam, sondern auch für die anderen, eher schwierigen Hunde Calico, Leo, Charlie und Bolle. Sie haben tägliche Ausläufe auf einer sehr großen Hundewiese und engen Kontakt zu ihren Pflegern.

Schafe und Ziegen

Die geräumige Stallungen für Schafe und Ziegen sind gleich neben dem Taubenhaus.

Unter dem lebenslangen Schutz von Gut Aiderbichl lebten von 2011-2015 Ziegen und Schafe auf Gut Aiderbichl Gänserndorf .

Schafe und Lämmer finden den Weg zu uns, wenn sie sich in Lebensgefahr befinden, sie geschlachtet oder geschächtet werden sollen, oder nach Beendigung einer Tierversuchsreihe.

Immer wieder geraten Ziegen in Lebensgefahr. Doch es sind nicht immer Ziegenkitze, die geschlachtet werden sollten. Hier einige Beispiele:

Elf Ziegen, die ihr Leben mutigen Jägern verdanken

Am Ende jeden Sommers gibt es den traditionellen Almabtrieb im Tegernseer Land. Doch im Herbst 2012 kam der Schnee zu früh. 23 Ziegen waren von den Schneemassen eingeschlossen. Nach mehreren Versuchen stellte der Bauer die Bergung ein. Als bayerische Berufsjäger davon erfuhren, erbarmten sie sich und brachen im tiefen Schnee zu 1.200 Metern Höhe auf. Die Ziegen hatten sich inzwischen in eine leerstehende Scheune zurückgezogen. Das Heu wurde knapp. Bei Minusgraden bekommen Ziegen oft schwere Nierenprobleme - ihren Rettern bot sich ein Bild des Jammers. Elf Ziegen lebten noch. Für die anderen kam jede Hilfe zu spät. Sie waren qualvoll verendet. Einzeln trugen die Jäger die erschöpften Tiere ins Tal.

14 vernachlässigte Ziegen von einem Zirkus

Ein in Konkurs gegangener Zirkus bekam Besuch vom Amtstierarzt. Die Tiere wurden beschlagnahmt und viele konnten wir retten. Die Ziegen waren zunächst unauffindbar, die Zirkusleute hatten sie versteckt. Aiderbichler Christian entdeckte sie...

Ziegenbock Zorro sollte betäubungslos geschlachtet werden

Ein Tierschützer aus Gelsenkirchen schritt ein. Weil er aber selbst keinen Platz für seinen geretteten Ziegenbock hatte, brachte er ihn von Gelsenkirchen zu uns. Heute lebt Zorro hier.

Fünf Laborschafe

Nicht nur Nager, Katzen, Hunde und Primaten, auch sogenannte Nutztiere werden im Tierversuch eingesetzt und meist anschließend getötet. Eine Tierfreundin aus Berlin konnte fünf, heute in Gänserndorf lebende „Versuchsschafe“ retten und zu uns bringen.

Übungstiere an Universitäten

Für die Ausbildung von Tierärzten werden an den Universitäten sogenannte Übungstiere eingesetzt. Einige unserer Schafe auf Gut Aiderbichl Gänserndorf wurden nach ihrem Einsatz an der Universität ausgemustert und durften zu uns kommen.


2011

200 Tauben vom Bahnhof Salzburg
Taubenhaus Gänserndorf
Inneneinrichtung mit Brunnen und Möglichkeiten zum scharren
 

Die große Taubenvoliere

Herkunft der Tauben: Henndorf, Hauptbahnhof Salzburg, abgegebene verletzte Tauben

Für die vielen geretteten Tauben, die hier leben, haben wir 2011 das ehemalige Giraffenhaus des Safariparks Gänserndorf in eine Großvoliere umgebaut. Hier leben sie geschützt und es geht ihnen gut. Tauben leiden unter den Verleumdungen der letzten Jahrzehnte. Die Allgemeinheit glaubt inzwischen, dass sie gefährliche Überträger von Krankheiten seien und Baudenkmäler zerstören würden. Auf vielen unserer Güter leben frei fliegende Tauben und wir können all das nicht bestätigen. Als die wildlebenden Stadt-Tauben, die um den Hauptbahnhof von Salzburg herum lebten, als störend empfunden wurden, haben wir Taubenfreunden geholfen, eine Auffangstation in der Nähe des Bahnhofs zu errichten und sie zu versorgen. 200 dieser Bahnhofstauben leben auf Gut Aiderbichl Gänserndorf.

Dass es unseren Tauben in den Volieren gut geht, sehen wir an ihrer langen Lebensdauer. In unseren riesigen Gehegen können Sie fliegen, baden, im Sand scharren und vieles mehr. Ihre Eier tauschen wir mit künstlichen Eiern aus. Wir wollen nicht züchten, sondern schützen, damit sie nicht abgeschossen oder vergiftet werden.

„Für uns ist es egal, ob es sich um einen Schimpansen oder eine Taube in Not handelt. Wir helfen allen Lebewesen, in denen ein Herz schlägt.“