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2016

Das neue Wildschweingehege

Eine Auswilderung muss monatelang vorbereitet werden und die Entwöhnung vom Menschen dauert sehr lange. Kommen Wildtiere mit einem Handicap zu uns, kommt eine Auswilderung erst gar nicht in Frage. So haben auf Gut Aiderbichl im Laufe der Jahre auch viele Wildschweine in Not Zuflucht und einen lebenslangen Platz gefunden. Sie alle waren zu Waisen geworden. Als sie zu uns kamen, waren manche der kleinen Wildschweine in einem schlechten Zustand – andere wurden während der Aufzucht, trotz bester Pflege und Versorgung, krank. Ihre Aufzucht ist in jedem Fall immer mit Hoffen verbunden, denn die Kleinen sind leicht anfällig für Krankheiten, wenn sie nicht die wichtige Muttermilch bekommen.

Doch wir haben uns dazu entschlossen, niemals kampflos aufzugeben und uns für jedes Lebewesen einzusetzen.

Auch für Wildschweine, obwohl sie keine Sympathieträger in der Gesellschaft sind. Oftmals werden sie fälschlicherweise als Plage empfunden. Dabei gehören sie doch genauso zur Schöpfung wie alle anderen Lebewesen.

Wildschweine zu halten, gerade wenn sie größer und erwachsen werden, ist gar nicht so einfach. Deshalb haben wir uns jetzt dafür entschieden, ihnen auf Gut Aiderbichl Kärnten neue, große und geräumige Gehege zu errichten. Diese müssen massiv gebaut sein, denn Wildschweine können mit ihrem Rüssel unglaublich gut graben.

Nachdem Wildschweine ein stattliches Alter von 20 Jahren erreichen können, müssen wir auch hier langfristig für unsere Tiere vorsorgen. Die Gehege müssen zum einen massiv und stabil gebaut sein, andererseits sollen sie aber auch tier- und artgerecht sein.

Unsere neuen Wildschweingehege bieten Schutz und Freiheit gleichermaßen. Die Wildschweine haben die Möglichkeit in ihr trockenes Haus mit ausreichend Stroh zu gehen, oder aber draußen im Freilauf ihrer Körperpflege mit einem ausgiebigen Schlammbad nachzugehen. Auch wenn sie nicht mehr ausgewildert werden können, so sollen sie doch ein art- und tiergerechtes Leben führen. Denn auch sie gehören zur Schöpfung – genau so, wie wir Menschen.


2014

Rinderauslauf (Wenn die Weide nicht begehbar ist.)
Erneuerung des Mistplatzes
Erneuerung des Mistplatzes
Neuer Zaun für den Freilauf der Hunde, Hängebauchschweine und für Peterle

2013

Steinmauer und Fundament Rinderpaddock
Neuer Rinderpaddock
Neues Haus für Peterle
Ausbau der Hundezimmer
Ausbau der Hundezimmer
Neues Dach für das Haupthaus und die Hundezimmer
 
 

2010

Gutsleiter Markus Leitner
 

Wir haben gebaut und renoviert.

iel hat sich getan auf unserem Köglerhof. Ein neues Stallgebäude für Esel, Ponys, Schweine und eine großzügige Geflügelstallanlage wurden errichtet. Der alte Stall wurde renoviert und außerdem stekken wir mit mitten in den Restaurationsarbeiten im Haupthaus. Im über 4 ha großen Wildgehege stehen jetzt zwei große Holz- unterstände. Und die Straße zum Köglerhof wurde befestigt und verbreitert. Ein motiviertes, junges Team versorgt die Tiere. Unseren Tieren soll es einfach gut gehen. Im Sommer, aber auch während der kalten Wintermonate. Damit die Tiere nicht im Schlamm stehen, wurden unterkofferte Paddocks und Koppeln angelegt. An alles wurde gedacht. Einen richtigen Grund zum Feiern haben wir aber hauptsächlich deshalb, weil sich auch auf diesem Gut ein ganz besonderes Pfleger-Team gefunden hat, Absolventen der Landwirtschafts- und Tierpflegerschule. Nicole Loitzl, Sabine Tschaudi und Gutsverwalter Markus Leitner. In Kürze wird dieses Team noch erweitert. Was sie ausmacht ist nicht nur, dass sie von ihrer Arbeit etwas verstehen, sie haben das, was immer seltener wird: Herzensbildung, Toleranz und Verständnis für unsere Mitgeschöpfe

Unsere Ex-Zirkusschweine treten wieder auf...

…nicht mehr vor Publikum und nicht mehr in der Manege. Heute ziehen sie den weichen Waldboden vor. Auch sie sind Kärntner Aiderbichler geworden.

Wenn sich das schwarze Minischein Speedy und seine Turopolje- Schweine, die früher in einem Zirkus aufgetreten sind, ihre Streifzüge über das weitläufige Gut machen, dann strahlen sie weiterhin ihr Showtalent aus. Hier werden sie bleiben, bis an ihr Lebensende. Mensch oder Gans?

Rückführung der besonderen Art.

Markus Leitner ist der Verwalter und hält Lisa im Arm. Sie braucht ab und zu seine Nähe, denn sie wuchs in einem Wohnzimmer mit Fernsehen auf. Bei uns hat sie, den Ganter Pepper kennengelernt. Er hilft ihr dabei, ihre „menschliche Vergangenheit“ zu vergessen. Es geht halt nichts über ein artgerechtes Leben! Davon ist das kleine Gänseküken Daphne (u.r.) noch weit entfernt. Sie schließt sich Dieter Ehrengruber an. Die Tierfreunde, die sie abgegeben haben, erzählten uns, dass Daphne aus einer Brüterei kommt und als erstes auf dieser Welt einen Menschen gesehen hat. Nicht erst seit Konrad Lorenz wissen wir, dass sie von diesem Moment an glaubt, es handle sich um ihre leibliche Mutter. Deshalb ist es das schönste für sie, wenn sie Menschen bei einem Spaziergang begleiten darf. Wir hoffen auf die Pubertät. Einer der schönsten Orte des Gutes, ist das große Wildgehege. Hier leben Hirsche und Rehe, die von Menschen großgezogen wurden, harmonisch zusammen. Und weil sie keinerlei Scheu vor Menschen haben, nähern sie sich, wollen gestreichelt werden und lecken zärtlich die Hände der Menschen.

Wir heuen einen Teich für die geretteten Enten, Schwäne und Gänse

2016 Teich für Enten, Schwäne und Gänse

2007

Gut Aiderbichl Kärnten - Kögler Hof

Auf dem idyllischen Hof in Kärnten ist das “Gut Aiderbichl Kärnten Köglerhof”. Dieser Hof soll eine Begenungsstätte für Menschen und Wildtiere werden. Tiere in Not, z.B. verletzte oder angefahrene Tiere, Findlinge - sollen hier unter unserem Schutz leben.


Hiltraut Merkl - Ein Traum wurde wahr.

Michael Aufhauser und Hiltraut Merkl

Der Köglerhof, das heutige Gut Aiderbichl Kärnten, war für meinen Mann und mich viele Jahrzehnte lang wie eine zweite Heimat. Eine Idylle, weit weg von aller hektik. Hier haben wir eine Welt gefunden, wie wir sie kannten und in der alles stimmig ist. Dann kam ein Zeitpunkt, an dem es galt, unsere Leben überschaubarer zu gestalten. Der Köglerhof war trotz seines hohen Erholungswertes verbunden mit Aufgaben, deren Bewältigung uns nicht mehr so leicht fiel wie in jungen Jahren.

Schweren Herzens dachten wir darüber nach, uns von dort zurückzuziehen. Dann dachten wir aber auch an die vielen Pflanzen, Bäume und die Verantwortung, die wir für sie hatten. Als wir eines Tages über die Philosophie von Gut Aiderbichl erfuhren, in der sich unsere eigene Gesinnung stark widerspiegelt, beschlossen wir, Michael Aufhauser zu treffen. Wir haben einen Traum, sagten wir. Aus dem Köglerhof soll ein kleines Gut Aiderbichl werden.

Hier soll malträtierten Tieren geholfen werden und eine einheitliche Humanität, die Tiere und die Natur nicht ausschließt, gelebt werden.

Aus diesem Traum wurde nun Wirklichkeit. Mein Mann konnte die Anfänge noch miterleben – nun schaut er von oben zu und freut sich bestimmt.

Ich habe viele Jahrzehnte als ehrenamtliche Altenpflegerin geholfen. Da habe ich Sehen gelernt. Mir ist bewusst geworden, dass wir in der kurzen Zeit, die wir auf der Welt haben, eine große Verantwortung wahrnehmen sollten. Und dass wir den zukünftigen Generationen helfen müssen bei der Findung von Werten, wie Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Der verantwortliche Umgang mit Natur und Tieren ist dazu die Basis.

Wenn ich heute auf Gut Aiderbichl Kärnten zu Besuch bin und junge Menschen bei der Arbeit beobachte, könnte ich nicht glücklicher sein. Sie haben genügend Zeit, ihre Arbeit bewusst und mit Liebe zu machen. Sie sind umgeben von einer unzerstörten Welt, in der alte Bäume und traditionelle Gebäude etwas ganz Besonderes sind. Dort herrscht ein ganz anderer Ton als draußen – in der anderen Welt. Genau davon hatten wir geträumt. Mit der Gut Aiderbichl Stiftung wird diese Welt auch mein Dasein überdauern. Und wir durften uns bedanken für all das, was uns Gutes im Leben passiert ist.

Hiltraut und Andreas Merkl haben ihren Köglerhof der Gut Aiderbichl Stiftung zu Lebzeiten geschenkt.