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2008

Patenreise u.a. zum Köllersberger Hof

Patenreise Deggendorf, Thanham und Köllersberger Hof
Patenreise Deggendorf, Thanham und Köllersberger Hof

2007

Martin und Edith Köllersberger

Nervenkitzel bis zuletzt - 21 Schlachtpferde

Als der Obmann des Vereins VGT, Herr Dr. Martin Balluch, Michael Aufhauser anruft, klingt er müde und traurig. Es sind schon über zehn Stunden, die er mit seinem Team bei den Pferden ist, deren Transport am Wochenende auf der Autobahn Wien Richtung München gestoppt wurde. Dr. Martin Balluch berichtet Michael Aufhauser von den Schwierigkeiten, aber auch davon, dass Amtstierärzte, Polizei und Behörden alles mögliche tun, um die Pferde, die inzwischen von ihrem qualvoll vollgestopften Transporter abgeladen wurden, ausrasten zu lassen.

Aber immer wieder muss er hören, dass selbst nachdem zehn Pferde beschlagnahmt und eine Strafe von € 5.000,- verhängt wurde, das Happy-End der Geschichte noch nicht greifbar ist. Zahlen die Besitzer und Spediteure die 5.000,- Euro Strafe, müssen die Pferde wieder zurück auf ihren Todestransport nach Belgien. Michael Aufhauser kennt sich in der Szene aus. Unter dem Schutz von Gut Aiderbichl stehen immerhin 400 Pferde. Er telefoniert nach Italien, Belgien und Rumänien. Der Preis pro Pferd soll 1.600,- € sein, angeblich seien es Reitpferde. Der VGT ruft eine Krisensitzung ein und kann 7.000,- € für einen Freikauf beisteuern. Die restlichen 27.000,- € müssen von Gut Aiderbichl kommen. Dieter Ehrengruber fährt auf die Bank und dann geschieht ein Wunder: Zwei Aiderbichler, ein Ehepaar, bekommen die Telefonate von Michael Aufhauser mit. Spontan erklären sie sich bereit, mit einer großen Summe zu helfen. Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber treffen in Amstetten den Belgischen Besitzer (internationaler Pferdehändler), der aus Belgien angereist ist. Die Summe wird in bar übergeben. Von Reitpferden kann nicht die Rede sein. Der Tierarzt und ein hilfsbereiter Reitstallbesitzer, bei dem die Pferde für eine Nacht untergebracht wurden, stellen eine schwere Knieverletzung, Rotz, Husten, Verkühlung und hohes Fieber bei den Tieren fest. Die Pferde können so nicht einmal bis nach Aiderbichl reisen. Wie hätten sie die lange Fahrt nach Belgien überstehen sollen? Eine Summe, die fast so hoch wie die Hälfte des Kaufpreises ausfallen wird, muss jetzt investiert werden – für Unterbringung, Verpflegung und medizinische Versorgung. Zwischenzeitlich wird ein Hof eigens für diese Pferde umgebaut und in 14 Tagen ist das Gut, das einige Kilometer von Gut Aiderbichl entfernt liegt, bezugsfertig.