
Gut Aiderbichl und seine Bürokatzen
Der schönste Arbeitsplatz weit und breit - Gut Aiderbichl und seine Bürokatzen
Streunerkatzen kämpfen täglich ums Überleben. Sie leben auf den Straßen, an Stränden, in der Nähe von Hotelanlagen oder auch in heimischen Scheunen und Gebäuden.
Zahlreiche herrenlose Katzen sind von Parasiten und Krankheiten befallen, die sie unkontrolliert an weitere, freilebende Katzen weitergeben.
Das Kastrationsprojekt von Gut Aiderbichl
Seit 2018 unterstützt Gut Aiderbichl in Rumänien die Kastration von Katzen. Die Bevölkerung soll umdenken und lernen, dass nur durch die Kastration der Zuwachs der streunenden Populationen eindämmen und die Weiterverbreitung von Krankheiten verhindern lassen.
2024 startete Gut Aiderbichl mit der Unterstützung von Veterinären das Katzen-Kastrationsprojekt im Salzburger Raum.
Die Bürokatzen von Gut Aiderbichl
Tierfreunde, die eine streunende Katze und deren fünf Babys fütterten, wollten helfen. Sie kontaktierten die Tiernotfallstelle von Gut Aiderbichl und unterstützten uns beim Einfangen der Katzenfamilie. Einige Wochen verbrachte die frischgebackene Katzenmama und ihre Babys gemeinsam im Büro einer Mitarbeiterin von Gut Aiderbichl Henndorf.
Von nun an veränderte sich Inas Arbeitsplatz „tierisch“
Das Telefon läutete und Menschen wollten beraten werden, Kollegen kamen ins Büro und wollten verwaltungstechnische Dinge besprechen. Nebenbei säugte die Katzenmama ihre Babys und Inas Stresslevel sank automatisch, denn Tiere beruhigen und senken den Blutdruck und zaubern uns Menschen ein Lächeln ins Gesicht.
Das Katzenklo musste sauber gehalten werden, Futter für die Katzenmama musste immer bereitstehen und: die jungen Kätzchen wollten nach einiger Zeit auch immer mehr um Inas Füße schmeicheln und sich Streicheleinheiten abholen.
Zum gegebenen Zeitpunkt wurde die Katzenmama kastriert und konnte als freilebende Katze wieder zurück an ihren gewohnten Stammort gebracht werden. Zwei der fünf Kätzchen, Rambolino und Fiffi, leben mittlerweile bei tierlieben Menschen auf Sonderpflegeplätzen von Gut Aiderbichl.


Tila, Carlo und Spiro sind momentan noch „Bürokatzen“
Tila, Carlo und Spiro haben zwar ebenfalls schon einen Sonderpflegaplatz „in der Tasche“, werden aber nach Absprache mit den neuen Besitzern erst die Reise zum neuen Für-Immer-Zuhause antreten, wenn sie kastriert worden sind.
Bald wird sich Ina nach der Zeit sehnen, als sie eine kleine Katzenfamilie in ihrem Aiderbichler Büro beherbergte.
Die schöne Sunny mag nicht mehr weg von Gut Aiderbichl, denn …
In einem weiteren Büro im Verwaltungsgebäude von Gut Aiderbichl Henndorf haben wir vor ein paar Monaten Sunny einquartiert.
Sunny und fünf weitere Katzen wurden im Zuge des Kastrationsprojektes im Flachgau eingefangen und kastriert.
Sunny ist eine schwarz-weiße Langhaarkatze. Als wir sie eingefangen hatten, war ihr Fell zottelig und vor allem am Rücken hatte sich eine dicke, verfilzte Platte gebildet. Sunnys Fell musste abrasiert werden und es war natürlich nicht möglich, sie nach der Totalrasur und der Kastration gleich wieder an die Ursprungsfundstelle zurückzubringen.

… sie hat sich verliebt – in Strizi
Sehr scheu und zurückgezogen lebte Sunny bis vor ein paar Wochen im Büro eines Mitarbeiters von Gut Aiderbichl.
Strizi, der bis vor ein paar Wochen noch in der Großen Halle von Gut Aiderbichl in Henndorf gelebt hat, wurde umgesiedelt, weil es ihm in der Großen Halle zu laut wurde. Er zog in Sunnys neues Zuhause und zwischen Strizi und Sunny funkte es von der ersten Sekunde an. Schwer verliebt kuscheln die beiden miteinander, als hätten sie ihr ganzes Leben lang nie etwas Anderes gemacht.
Sunny verwandelte sich in eine Schmusekatze
Strizi holt sich immer wieder Streicheleinheiten, sitzt am Schoß und ist zufrieden. Das machte Sunny eifersüchtig und relativ rasch legte sie ihre Scheu ab, um sich auch streicheln zu lassen.
So wurde aus dem Büro, in dem den ganzen lieben Tag lang das Telefon läutet und immer wieder Menschen aus- und eingehen, dank den Tieren Sunny und Strizi ein besonderes Büro voller Harmonie und positiven „vibes“.

Ich gehe in die Natur, um beruhigt und geheilt zu werden und um meine Sinne in Ordnung zu bringen. - John Burroughs
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl

















