
Fuchswelpen Fee und Bresl
Freunde fürs Leben
Fuchswelpen Fee und Bresl
Seit neuestem geht es heiß her im Fuchsbau. Denn wir haben Zuwachs bekommen. Zwei Fuchswelpen sind auf Gut Aiderbichl Henndorf eingezogen: Fee und Bresl. Und mit ihnen zwei bewegende Schicksale.
Wie kommen Füchse auf Gut Aiderbichl?
Immer wieder fragen uns Besucher: Wie kommen Füchse auf Gut Aiderbichl? Gehören Wildtiere nicht eigentlich in den Wald? Ja, natürlich. Füchse sind Wildtiere und ihr Platz wäre in der freien Natur. Doch nicht immer ist eine Rückkehr dorthin möglich. Wenn Fuchswelpen zu früh mit Menschen in Berührung kommen, verlieren sie ihre angeborene Scheu. Ein solches Tier kann nicht mehr aus gewildert werden. Ein zutraulicher Fuchs wird eher Opfer von Straßenverkehr oder Bejagung. Und immer wieder kommt es zu Konflikten mit Anrainern im urbanen Gebiet. Auch fehlt diesen Tieren meist die Erfahrung im Jagen – in freier Wildbahn hätten sie kaum eine Überlebenschance.
Doch warum geraten Füchse überhaupt in Menschenhand? Häufig liegt ein tragisches Schicksal dahinter – wie bei Fee und Bresl.
Fee überlebte eine Tragödie
Fee wurde als winziges Baby unter einem Holzhaufen, der gerade geschreddert werden sollte, gefunden. Sie war kaum ein paar Tage alt. Die Maschinen wurden sofort gestoppt, doch ihre Geschwister und ihre Mutter waren nicht mehr auffindbar. Nur Fee überlebte diese Tragödie. Ein Jäger nahm das hilflose Bündel mit zu sich nach Hause. Dort wuchs Fee, Seite an Seite mit einem Hund, in einer Menschen Familie auf. Damit war eine Auswilderung ausgeschlossen. Als Fee älter wurde versuchte man sie mit älteren Füchsen zu vergesellschaften. Doch die Begegnungen waren schwierig: die anderen reagierten misstrauisch und aggressiv. Schließlich fand sie Zuflucht bei „Fuchs-Mama“ Anna auf Gut Aiderbichl.

Bresl hatte einen Schutzengel
Dann errichte eine weitere, traurige Nachricht Henndorf: An einer Schnellstraße war eine Fuchsfähe überfahren worden. In der Nähe, am Straßenrand, entdeckte man ein kleines Fellknäuel – erst drei Wochen alt. Dieser Welpe überlebte wie durch ein Wunder: Bresl. Der Jäger nahm sich ihrer an und achtete darauf, ihr möglichst wenig Menschenkontakt zu geben, damit sie zurück in die Natur könnte. Als Bresl wieder in die freie Wildbahn entlassen werden sollte, wurde klar, dass sie damit auch zum Abschuss für die Jägerschaft freigegeben wird. Wer einen solchen Schutzengel hatte, dieses Drama zu überleben, sollte nicht durch eine Kugel enden fand ihr Retter. So fand auch Bresl ihren Weg zu Fuchs-Mama Anna.
Eine neue Freundschaft
Innerhalb von einem Monat kamen Fee und Bresl in Henndorf an. Das erste Kennenlernen war vorsichtig – Fee neugierig und frech, Bresl schüchtern und zurückhaltend. Unter Annas wachsamen Augen wuchs jedoch langsam Vertrauen. Heute sind die beiden unzertrennlich. Sie treiben intensives Welpenspiel und kuscheln, wenn die Müdigkeit sie übermannt. Was Beiden fehlte, haben sie nun auf Gut Aiderbichl gefunden: eine Familie.
Derzeit leben beide noch in der abgetrennten Welpenstation, denn unsere Prinzessin Stella schüttelt über so viel Übermut noch den Kopf. Doch schon bald, wenn die beiden ihre Verspieltheit abgelegt haben, werden alle drei Damen im großen, bewaldeten Fuchsgehege in Henndorf residieren – natürlich immer unter der Obhut unserer Fuchs-Mama Anna.


















