Gerettete Degus

Seltene Haustiere auf Gut Aiderbichl

Die drei weiblichen Degus Lena, Lea und Puppi, sowie Männchen Felix suchten ein neues Für-Immer-Zuhause. Die Besitzer mussten vom Haus in eine Wohnung umziehen, und dort war der Platz für die Nager nicht mehr gegeben. Im Haus hatten die vier Degus ein eigenes Zimmer bewohnt, in der neuen Wohnung wurde es leider zu eng für Mensch und Tier.
Die ehemaligen Besitzer hätten Lena, Lea, Puppi und Felix nicht verkaufen wollen, weil sie befürchteten, dass ihre Lieblinge an Reptilien verfüttert werden könnten. Alleine der Gedanke daran war schrecklich, denn die vier kleinen, lustigen Nager sind bei diesen Menschen aufgewachsen und hatten einen großen Platz in deren Herzen. Felix und Puppi sind die Eltern von Lena und Lea, also eine besondere Familie.

„Wir wissen, dass unsere Kleinen bei Ihnen ein gutes Leben führen können“

Herkunft der Nager

Die ursprüngliche Heimat des Degu ist Chile. Seit Ende des 20. Jahrhunderts werden die kleinen Fellnasen als Haustiere gehalten. Der Aufnahme wurde zugesagt, und so reisten die vier besonderen Nager in ihrem eigenen Häuschen auf Gut Aiderbichl Henndorf an.

Felix, Puppi und ihre Kinder Lena und Lea wurden also Aiderbichler und sind nun unter der Obhut von Tierpflegerin Anna, die für die Chinchillas, die Füchse und nun auch für die Degus zuständig ist. Wir beschäftigen uns viel mit diesen interessanten Nagetieren, um ihre Haltung so artgerecht wie möglich zu gestalten.

 

 

 

Degus sind soziale Gruppentiere und dürfen auf keinen Fall alleine gehalten werden. Im Unterschied zum Meerschweinchen oder Hamster sind Degus relativ unbekannte Haustiere und tagaktiv. Sie wollen beschäftigt sein und brauchen auch die Wahrnehmung durch den Menschen. Degus brauchen Artgenossen zum Spielen, zum Schmusen, zum gegenseitigen Putzen und zum Kommunizieren.

In ihrem großzügigen Käfig freuen sie sich über mehrere Etagen, die sie bewohnen können. Um sich dort gut vorwärts bewegen zu können, gibt es diverse Rampen. Für den Menschen kann es richtig lustig sein, die flinken Tiere zu beobachten. Da wird geputzt und an Nussschalen genagt und im Hamsterrad Fitness gemacht. Viele verschiedene Piepstöne erzählen den anderen, was gerade passiert.

 

 

Umzug im Frühling

Tierpflegerin Anna strahlt mit ihren Degus um die Wette, wenn sie vor dem Gehegeplan für die Degus sitzt. Neben den Chinchillas im kleinen Wald hinter dem Eselhaus, werden die Degus Einzug halten, sobald das neue Gehege fertiggestellt sein wird. Sie wollen Höhlen und Gänge graben, also muss die Einstreu mindestens 20 cm dick sein. Wurzeln, Äste, Steine und Tonröhre bieten den Degus Abwechslung. Im Gehege wird es viele Verstecke und Fitnessmöglichkeiten für die Degus geben. Genügend frisches Gras und Heu sowie viele würzige Kräuter, frische Karotten und Nüsse, Trockengemüse und Kerne werden verfüttert – lauter Leckerbissen, die die kleine Degu-Familie liebt und gesund erhält. Das neue Gehege muss aber in jedem Fall auch „katzensicher“ sein, also müssen auch die Gehegezäune gut durchdacht und sicher geplant werden.

Mal sehen, wie Lena, Lea, Puppi und Felix das neue Zuhause annehmen werden.

Nager Lea

Lea gehört zur Rasse der Degus. Diese sind ursprünglich in Chile beheimatet. Sie sind Tagaktiv und können bis zu sechs Jahre alt werden. Sie sind dem Menschen sehr zugewandt und zutraulich. Lea, Puppi, Lena und…

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