
Hund Momo
Momo – Kampfhund oder einfach Hund?
Momo (7 Jahre), ist ein American Staffordshire Terrier. Sein Besitzer wollte ihn einschläfern lassen. Momo verbrachte die Zeit von 2021 – 2025 in einem Tierheim in Rumänien und wartete auf einen Menschen, der ihn als Wegbegleiter annehmen wollte.
Die Tierliebe siegte und Momo wurde Aiderbichler
Über eine Freundin wurde eine sehr tierliebe Dame auf Momo aufmerksam und wollte ihm unbedingt helfen. Dieter Ehrengruber und eine Kollegin aus der Tiernotfallstelle besprachen die Aufnahme.
Als American Staffordshire Terrier ist der Hund mit Vorurteilen belastet und wir kannten Momo nicht. Es wurde überlegt, ob wir mit Momos Charakter umgehen können würden. So wurde vereinbart, bevor wir Momo aufnehmen, ihm einen Verträglichkeitstest zu unterziehen, den Momo mit Bravour bestanden hat.
Momo bedankt sich für Liebe mit Pfötchen
Momos Verhalten im Umgang mit anderen Hunden wurde beobachtet und Videos zeigen Momos gutmütigen Umgang mit Mensch und Tier. Er freut sich über Besuch und genießt jede Aufmerksamkeit und Streicheleinheit. Im Freilauf ist Momo anhänglich und möchte immer ganz nah bei seinen Menschen sein. Am liebsten legt er sich hin und wartet auf „stundenlanges“ Streicheln. Momo entwickelt sich gut und er vermittelt selbst, dass er glücklich ist – so richtig glücklich. Er horcht auf seinen Betreuer und freut sich über Leckerlis, wenn eine Trainingsübung gelungen ist. Der Mensch bekommt dafür „Pfötchen“.
Kampfhund, gefährliche Hunde oder Listenhund
American Staffordshire Terrier gelten in der Bevölkerung als Kampfhunde und sind somit hochgefährliche Hunde. Ein Kampfhund ist ein Hund, der entweder speziell für den Einsatz in Hundekämpfen trainiert wurde oder aufgrund seiner Rasse und potenziellen Gefährlichkeit als solcher eingestuft wird. Oftmals werden bestimmte Rassen, wie z.B. Pitbulls oder Staffordshire Bullterrier, pauschal als Kampfhunde bezeichnet, und zwar unabhängig von ihrem individuellen Verhalten. Diese Hunde gelten als potenziell gefährlich und unterliegen in vielen Ländern und Regionen besonderen Auflagen und Gesetzen. Die Bezeichnung „Kampfhund“ ist jedoch umstritten, da das Verhalten eines Hundes stark von Erziehung und Haltung abhängt. Der Begriff impliziert eine angeborene Aggressivität, die wissenschaftlich nicht belegt ist (Quelle: Bedeutung Kampfhund).

Ein Generalverdacht ist keine faire Lösung
Sogenannte Kampfhunde oder Listenhunde stehen unter dem Generalverdacht, aggressiv und gefährlich zu sein. Teilweise ist es sogar verboten, Tiere zu halten, wenn sie zu einer bestimmten vorverurteilten Rasse oder deren Mischlingen gehören, und zwar gleichgültig, wie unauffällig sie sich verhalten.
American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pit Bull Terrier oder auch Staffordshire Bullterrier gelten als sogenannte Kampfhunde, gefährliche Hunde oder Listenhunde. Immer wieder kommt es leider zu tragischen Zwischenfällen zwischen Mensch und Hund und ganze Rassen werden danach pauschal als „gefährlich oder gar lebensgefährlich“ eingestuft.
Die Angst ist ein schlechter Begleiter, aber, wenn Hunde Menschen angreifen und schwer, vereinzelt sogar tödlich verletzen, führt das verständlicherweise zu Angst und Unsicherheit.
Das Problem ist von Menschenhand gemacht
Der American Staffordshire Terrier stammt von englischen Bulldogs und verschiedenen Terrier-Hunden ab. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie für Hundekämpfe gezüchtet. Nach dem vollständigen Verbot solcher Kämpfe gelangten diese Hunde in die USA und wurden auch dort als Kampfhunde eingesetzt.
Die Listenhunde reagieren nicht aggressiver als andere Hunde. Es gibt keine Hunderasse, die statistisch mehr beißt im Vergleich zu anderen Hunderassen. Das Problem ist nicht der Hund, sondern der, der den Hund erzieht und das aus ihm macht, was er später ist: ein liebevoller Momo oder ein beißender American Staffordshire Terrier. Das Problem in der Hundeerziehung ist leider oft Unwissenheit im Umgang mit der Rasse Hund im Allgemeinen und auch die bewusste Absicht, aus einem Hund einen Bewacher und / oder Beißer zu machen.
Was wünscht sich Momo?
Momo möchte einen Menschen, mit dem er Abenteuer in der Natur erleben kann und danach mit seinem Menschen auf der Couch kuscheln kann.
Katzen und andere Kleintiere sollten im neuen Zuhause nicht leben, weil er sie vielleicht jagen würde.

Er hatte nur ein Auge, und das allgemeine Vorurteil spricht für zwei.
– Charles Dickens
Sind Sie der Staff-Fan, den Momo durchs Leben begleiten soll? Bei Interesse melden Sie sich gerne an tiervermittlung@gut-aiderbichl.com
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl
















