
Internationaler Katzentag
8. August 2025
Im Jahr 2002 rief der International Fund for Animal Welfare den internationalen Tag der Katze ins Leben. 2020 ging die Schirmherrschaft an die gemeinnützige britische Organisation International Cat Care über, die sich bereits seit 1958 um die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlergehens von Hauskatzen weltweit bemüht.
Der Internationale Tag der Katze soll auch dazu dienen, die mit der Katzenhaltung verbundene Verantwortung in Erinnerung zu rufen und auf Missstände in der Katzenhaltung, auf aussterbende Katzenrassen und auch auf Qualzucht hinzuweisen.
Die Katze – Mäusejäger mit langer Geschichte
Bereits 9000 v. Chr. lebte die Katze mit dem Menschen zusammen. Geschichtlich gesehen geht es in diesem Zeitraum auch um den Beginn der Landwirtschaft in der Türkei, Ägypten, Syrien, dem Iran und dem Irak. Getreide wurde gelagert und damit Mäuse angelockt. Damals lernte der Mensch, dass es einen wichtigen Mäusejäger in der Tierwelt gibt, nämlich die Katze.
Die Katze als Haustier
Neben dem Hund ist die Katze das wohl beliebteste und populärste Haustier. 2024 lebten allein in Österreich rund 2 Millionen Katzen, davon 600 Katzen auf den Begegnungshöfen von Gut Aiderbichl. Jede einzelne Katze, die aufgenommen wird, bringt einen besonderen Charakter und eine ebenso besondere Geschichte mit.
Die eigensinnigen Mitbewohner
Katzen haben einen starken Charakter und gelten als eigensinnig, dominant und auch als unbelehrbar. Trotz allem Freiheitsdrang suchen und schätzen die Katzen die Nähe zum Menschen und all die Hauskatzen passen sich, entgegen ihrem natürlichen Lebensrhythmus, an ein Leben mit ihren Besitzern an, was für eine enge Bindungsfähigkeit spricht.


Verwilderte Hauskatzen
Nicht nur in südlichen Ländern, auch in Österreich leben unzählige Streunerkatzen. Gut Aiderbichl hat 2024 das Katzen-Kastrationsprojekt in Österreich (Land Salzburg) aufgenommen. Bisher konnten rund 8.000 Streuner (Stand Mai 2024) eingefangen, kastriert und wieder an den Ursprungsort zurückgebracht werden. Nur durch die Kastration kann sinnloses Tierleid verhindert werden.
Die unkontrollierte Vermehrung der Streunerkatzen
Streunerkatzen sind ehemalige Hauskatzen, die nicht kastriert wurden, entlaufen oder ausgesetzt werden, oder auch auf bäuerlichen Betrieben leben. Die Vermehrung verläuft unkontrolliert. Unkastrierte Katzen können sich zwei- bis dreimal pro Jahr fortpflanzen und ein Wurf bringt zwischen vier und sechs Junge. Viele Katzenwelpen überleben mangels Futter und Pflege nicht und sterben an Unterernährung oder Infektionskrankheiten. Nur die konsequente Kastration von Katzen in Privathaushalten in Verbindung mit einer Kennzeichnung und Registrierung kann verhindern, dass die Streunerkatzen-Population wächst.


Weltweit werden Hauskatzen ausgesetzt
Verbote und Strafen hindern leider Tierbesitzer nicht daran, ihre Hauskatzen auszusetzen. Nicht selten stehen vor den Toren der Aiderbichler Güter oder auf den Parkplätzen anonym abgestellte Kartons, in denen sich die Katzenmama mit ihren Jungen befinden.
Urlaub planen, Koffer packen, Tier aussetzen – ein Trend, der in den Sommermonaten leider mehr und mehr zunimmt. Nicht einmal die Geldstrafen halten Menschen davon ab, ihre Haustiere auszusetzen.
Appell: Ab dem Moment der Aufnahme eines Tieres in unserem Zuhause, liegt es auch in der Verantwortung des neuen Tierbesitzers, sein neues Familienmitglied ein Leben lang artgerecht zu halten, zu versorgen und im Falle eines Urlaubs oder Krankheit für ein vorübergehendes Zuhause zu sorgen.
Die Augen einer Katze sind Fenster, die uns in eine andere Welt blicken lassen.
– Irisches Sprichwort
Die Augen der Katzen auf Gut Aiderbichl erzählen gerne auch ihre Geheimnisse. Kommen Sie und hören Sie zu.
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl

















