
Internationaler Tag des Hasen 2025
Ein Aktionstag für Tierwohl
Der Internationale Tag des Kaninchens wurde 1998 in Großbritannien ins Leben gerufen. Die Idee dieses besonderen Tages hat sich mittlerweile bis Europa, Australien und Nordamerika verbreitet. Ziel des Internationalen Tag des Hasen ist es, ein Signal für Tierwohl und bewusste Haustierhaltung zu setzen und über die Bedürfnisse der geliebten Haustiere in Privathaushalten oder auch in Schutzorganisationen aufmerksam zu machen.
Was diesen Tag besonders macht
Der Internationale Tag des Hasen soll in Erinnerung rufen, dass Kaninchen nicht als „liebe“ Haustiere, sondern als empfindsame Lebewesen zu sehen sind, die Fürsorge und artgerechte Haltung verdienen.
Vielleicht ist der Tag des Hasen auch die Gelegenheit, um sich zu fragen: Was kann ich im Alltag tun, um meinen tierischen Mitbewohnern mit den langen Ohren ein glückliches Leben zu ermöglichen?
Tiere sind kein Wanderpokal und kein Spielzeugersatz
Die Zahl der aufgenommenen Kaninchen auf Gut Aiderbichl steigt und steigt. Meistens werden Kaninchen für die Kinder angeschafft, bis plötzlich eine Allergie ausbricht oder das Interesse am Tier nicht mehr vorhanden ist. Es kommt auch vor, dass die Tierarztkosten zu hoch werden, Menschen versterben oder sich die Wohnungssituation verändert und die Tiere ins neue Zuhause nicht mitziehen dürfen.
Tiere sind kein Spielzeugersatz und zudem keine gut überlegte Möglichkeit, jemandem damit zu beschenken. Trotzdem sind Kaninchen, Katzen, Hunde oder Meerschweinchen die Lieblinge der Kinder. Die Anschaffung von Kaninchen will gut überlegt sein, zumal sie einen Partner brauchen und nicht allein gehalten werden dürfen.
Die glücklichen und unglücklichen Laute der Kaninchen
Vor der Anschaffung von Kaninchen muss bedacht werden, dass sie dämmerungsaktiv sind. Hauskaninchen verhalten sich in vielen Aspekten genauso, wie Wildkaninchen und dazu gehört auch ihr Schlafverhalten. Sie schlafen zwischen 8 und 12 Stunden am Tag, jedoch nicht am Stück, sondern immer mal wieder für ein paar Minuten oder Stunden und sind ganz leise.


Glückliche Kaninchenlaute:
Wenn Sie ein Kaninchen sehen, das rennt, springt und sich auf die Seite wirft, bedeutet das in der Regel, dass das Kaninchen einen Freudentanz aufführt. Weitere Anzeichen für Zufriedenheit sind:
- Glucken: Das Gackern eines Kaninchens ähnelt nicht dem Gackern eines Huhns, sondern ist viel leiser. Ein gackerndes Geräusch von einem Kaninchen bedeutet, dass es mit dem zufrieden ist, woran es knabbert.
- Schnurren: Das Schnurren eines Kaninchens ist dem Schnurren einer Katze sehr ähnlich, denn beide bedeuten „glücklich und zufrieden“. Katzen schnurren jedoch mit der Kehle, während Kaninchen das Geräusch durch leichtes Aneinander reiben der Zähne erzeugen.
- Brummen: Alle Kaninchen tun dies gelegentlich, aber die meisten Kaninchenhalter assoziieren das Brummen mit einem unveränderten Bock, der um seine Liebste wirbt.
Unglückliche Kaninchengeräusche:
Einige Geräusche sind Anzeichen von Schmerz oder Angst, wie z. B. das Schreien. Ein Kaninchen schreit nur, wenn es verängstigt oder gestresst ist. Einige andere Geräusche, die auf Wut, Schmerz oder Angst hindeuten, sind:
- Knurren: Kaninchen können knurren, und das geht oft einem Ausfallschritt und möglicherweise einem Biss voraus. Fühlt sich das Kaninchen bedroht, hat es keine Skrupel zu knurren.
- Schnauben: Das Schnauben kann vor oder gemeinsam mit dem Knurren auftreten.
- Fauchen: Das hört sich genauso an, wie Sie es sich vorstellen. Das Zischen dient dazu, andere Kaninchen abzuwehren.
- Winseln oder Wimmern: Kaninchen wimmern oder winseln, wenn sie nicht angefasst werden wollen. Das Wimmern ist ein Protest gegen die Umgebung, in der sie sich befinden. Das kann ein unerwünschter Käfigkamerad sein oder, im Falle einer trächtigen Häsin, ein Zeichen dafür, dass sie an den Annäherungsversuchen des Bocks nicht interessiert ist.


Was fühlen Kaninchen, fühlen sie wirklich und wovor haben sie Angst?
Ob riesiger Bär, langbeiniges Kamel oder kleines, weiches Kaninchen – sie fühlen sich unsicher, sie können Angst empfinden oder auch Liebe und sie können vertrauen oder misstrauen. Kaninchen fürchten sich, wenn sie getragen werden. Sollte es notwendig sein, dass man sie hochhebt und trägt, ist es empfehlenswert, dies wie folgt zu praktizieren:
Um ein Kaninchen hochzuheben, sollte man mit der einen Hand ganz fest in sein Nackenfell und mit der anderen Hand das Kaninchen hinten abstützen.
Wenn man es „spazieren trägt“, sollte man es dicht am Körper tragen, sodass es sich mit seinen Pfoten an der Kleidung festhalten kann. Mit einer Hand sollte man das Kaninchen dabei unten abstützen, damit es nicht wegrutschen kann und die andere Hand sollte man auf die angelegten Ohren legen, damit es sich ruhig verhält.
Kaninchenschreie aus dem Versuchslabor
Immer mehr Fortschritt in der Beauty-Industrie bedeutet auch immer mehr Leid für Tiere in den Versuchslaboren. Dem Konsumenten ist vielleicht nicht bewusst, dass das Augeneiweiß des Kaninchens mit dem menschlichen Augeneiweiß identisch ist. Dem Kaninchen werden bei den Versuchen Flüssigkeiten in die Augen geträufelt. Danach wird beobachtet, wie sich die Bindehäute verändern: färben sie sich rot, wird beispielsweise die Hornhaut beschädigt. Ein Kaninchen kann Fremdkörper nicht mittels Tränenflüssigkeit ausschwemmen, weil es von Natur aus keine produziert.
Während der Versuche werden die Kaninchen festgeschnallt und die sonst so leisen Tiere schreien vor Schmerzen.
So viel Theater wegen eines Tieres? Haben Sie gewusst, dass

…es nicht nur ein Tier ist, sondern, dass es ein Herz hat, das schlägt, eine Seele … die fühlt und ein Leben, das leben will.
– Sylvia Raßloff
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl

















