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Jasons’s Tagebuch

Jason - ein Hund der gelernt hat, das Leben zu lieben 

Jasons größte Freundin lebt in Deutschland, ist eine große Tierfreundin und das Schicksal des griechischen Straßenhundes Jason ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. Jahrelang stand sie mit einer Deutschlehrerin in Griechenland in Verbindung. Sie setzte sich für Katzen und Hunde in Not ein und eines Tages sah sie das Video von Jason.  

Jason – der ehemalige Jagdhund 

Er hielt sich in der Nähe des Grundstückes der Deutschlehrerin auf und war in einem erbärmlichen gesundheitlichen Zustand. Vermutlich war er als Jagdhund eingesetzt gewesen, taugte nicht mehr zum Jagen und war deshalb ausgesetzt worden. Der Besitzer hatte kein Interesse mehr an ihm und hatte ihn wohl vor die Tür gesetzt. So oder ähnlich muss Jasons’s Geschichte wohl begonnen haben.  

Diagnose: Leishmaniose und ein zertrümmertes vorderes rechtes Bein 

Jason akzeptierte das Futter, das ihm die Deutschlehrerin hinstellte und er hatte sich auch einfangen lassen. Allerdings wollte er auf seine Ausflüge nicht verzichten und hatte eines Tages einen Unfall, der sein rechtes Vorderbein zertrümmerte.
Jason stellte sich dem Kampf mit seiner Gesundheit und sollte bald seine Freundin in Deutschland kennenlernen.  

“Die Dame war ja sehr nett mit mir. Ich war scheu und traute den Menschen nicht so sehr, aber sie war anders. Ich fühlte, dass sie mir helfen wollte und vor allem gab es auch immer leckeres Futter. Das hat mir schon gefallen! – Meine Ausflüge aber waren mir wichtig, aber nach meinen Streifzügen kam ich immer wieder gerne zu meinem neuen Frauchen. Eines Tages hatte ich einen Unfall und mein rechtes Bein tat echt arg weh. Alles war kaputt und man versuchte, das Beste daraus zu machen. Das Auto war halt schneller als ich, blöd war das …”. 

Weitere Freunde warteten auf Gut Aiderbichl 

Jason reiste von Griechenland nach Deutschland zu einer großen Tierfreundin.  Für die Tierfreundin ging ein Traum in Erfüllung, doch schon wieder schlug das Schicksal zu. Die Tierfreundin, die alles unternommen hatte, um Jason aus der Ferne zu helfen und zu unterstützen, hatte durch ein eigenes schweres Schicksal nicht mehr die Möglichkeit, Jason bei sich zu behalten und setzte sich mit Gut Aiderbichl in Verbindung.  

Dieter Ehrengruber war tief bewegt von Jasons Geschichte und wollte dem Hund helfen. Er entschloss sich dazu, Jason als neues Mitglied in seine persönliche Hundegruppe aufzunehmen. Jason gewöhnte sich schnell in die lustige Truppe von Vierbeinerin ein: 

„Er ist ein ganz toller Hund, der Jason. Und, er hatte es ja nicht leicht. Nun hat er auch noch die Operation sehr gut überstanden. Jason, komm her, mein Freund!“ meint Daniel, der die Hunde von Dieter Ehrengruber betreut.  

 

Jasons rechtes Vorderbein musste amputiert werden 

Der Ellenbogen am rechten Bein war durch den Unfall in Griechenland vollkommen zertrümmert worden und noch dazu schief zusammengewachsen. Schmerzen begleiteten Jason bei jedem Schritt und leider war eine vollkommene Wiederherstellung des Gelenks unmöglich. Eine Lösung musste her und die einzige mögliche Lösung zur Schmerzfreiheit war die Amputation.  

 

Jasons neuer technischer Freund ist die Prothese: das Dings 

„Ich habe fast keine Schmerzen mehr. Echt toll. Aber was ist das bitte?“ – schien Jason zu fragen, als ihm die Prothese angepasst wurde.
Natürlich war die Prothese ein Fremdkörper und Jason lernt jeden Tag mehr und mehr, mit diesem Ding umzugehen.  

„Also schon interessant. Im Haus habe ich drei Beine und wenn Daniel mit mir und den Hunden das Haus verlässt, lächelt er mich an, hält mir ein Leckerli vor die Schnauze und zieht mir die Prothese an.
Anfangs dachte ich mir: was ist das denn? Muss das echt sein? Doch Daniel blieb dabei: vor dem Verlassen des Hauses zum Gassigehen wurde die Prothese angelegt.
Echt interessant wie ich lernte, mit dem Ding zu gehen, zu laufen und mich fortzubewegen. Tag für Tag werde ich besser beim Laufen. Und vor allem, ich habe keine Schmerzen mehr und kann auch schon ein wenig hüpfen, mit dem Ding da.
Jetzt habe ich schon ganz viele Menschen-Freunde: die Dame in Griechenland, die in Deutschland, Daniel und Dieter Ehrengruber, der immer fragt: Und, wie geht’s unserem Jason? Super machst du das, lass mal schaun!“. 

Drei eigene und ein technisches Bein und ein glücklicher Jason 

Jason lernt täglich besser mit den 16 Hunden von Dieter Ehrengruber Spaß und Freude am Spielen und Herumlaufen zu haben. Er ist glücklich, schmerzfrei und er liebt sein Leben.  

Jason liebt auch Ziegen. Wenn er mit seinen Freunden am Hundepfad in Henndorf läuft und eine Ziege meckern hört, wird er ganz aufmerksam. Wir sind uns sicher, dass er es eines Tages schaffen wird, mit der Ziegenherde um die Wette zu laufen. 

Lebensfreude pur trotz Handicap 

Sein Handicap hindert ihn nicht an einem glücklichen Leben. Jason hat sein Schicksal angenommen und seine Augen strahlen mit denen von Dieter Ehrengruber und Daniel um die Wette.  

„Ihr seid echt toll. Danke für die Mühen und das schöne Leben. Ihr hört bald wieder von mir und meinen Abenteuern und wie es mir mit meinem “Dings” geht!“,
Euer  Jason  

 

Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl 

bei uns zuhause

Hund Jason

Bracken-Mischling

Jason wurde durch das Einschreiten einer Tierfreundin, die selbst auch im Tierschutz tätig war, gerettet. Lange Zeit stand sie mit einer Deutschlehrerin in Griechenland in Kontakt und erhielt auch immer wieder Videos aus Griechenland. Eines Tages entdeckte sie auf einem dieser Videos den Rüden Jason. Jason suchte Schutz auf dem Grundstück der Lehrerin. Es wurde vermutet, dass er einem Jäger ausgesetzt worden war, was keine Seltenheit in südlichen Ländern ist. Er war wohl für die Jagd nicht mehr tauglich. Die Lehrerin berichtete, dass sich Jason nicht anfassen ließ und immer wieder davonlief. Eines Tages jedoch konnte sie ihrer Freundin in Deutschland mitteilen, dass Jason nun eingefangen werden konnte und in Sicherheit war. Jason genoss die Fürsorge und Liebe und es schien, als hätte er seinen Überlebenskampf auf der Straße vergessen. Allerdings wolle er auf Ausflüge in die Umgebung nicht verzichten, kam aber jeden Abend nach Hause. Eines Tages endete der Ausflug mit einem schweren Unfall und das rechte Vorderbein war zertrümmert. Zusätzlich wurde noch die infektiöse Krankheit Leishmaniose, eine Krankheit, die vor allem Tiere aus südlichen Ländern erleiden, diagnostiziert. Die Tierfreundin in Deutschland bangte um Jasons Leben. Tierarztkosten und alles, was Jason zum Überleben brauchte, wurden von dieser wunderbaren Frau übernommen. Nach einiger Zeit konnte Jason nach Deutschland kommen und ein tolles Leben sollte beginnen. Doch die eigene, gesundheitliche Lage seiner neuen Menschen erschwerte die Fürsorge und Pflege für Jason. Jason wurde Aiderbichler. Jasons verunfalltes rechtes Bein war am Ellenbogen schief zusammengewachsen und verursachte Schmerzen. Um Jason ein schmerzfreies Leben zu gewährleisten, wurde das Bein amputiert. Jason selbst nahm den Eingriff gelassen hin und genießt jeden Tag voller Liebe und gutem Futter. Wir wünschen dir ein wohlbehütetes Leben auf Gut Aiderbichl, lieber Jason.

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