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Kälbchen Bruni

Ein langjähriger Wunsch erfüllte sich und Bruni profitierte davon

Ein großer Wunsch erfüllte sich. Eine tierliebe Dame sagte der beruflichen Selbständigkeit Adieu und verbrachte die Sommermonate auf einer Alm in Österreich. Dort war sie Sennerin und wurde zur sogenannten „Kälber-Beauftragten“, als die Kuh-Kälber Bruni und Sami geboren wurden. Damit die beiden Kälber irgendwann nicht beim Schlachter landen würden, versuchte sie, ein sicheres Für-Immer-Zuhause für die Kälber zu finden.

Das Leben auf einer Alm

Die Bewirtschaftung einer Alm ist ein Fulltime-Job im Rhythmus mit der Natur und den Jahreszeiten. Man ist Hirte, Senner, Tierarzt und Handwerker in einer Person. Kein Wetterbericht ist so genau und zuverlässig wie der reichhaltige Erfahrungsschatz dieser Menschen. Wenn man von Ihnen eine Wetterwarnung erhält, sollte man diese unbedingt ernst nehmen. Das Handy hat ebenfalls Urlaub, weil ein reibungsloser Empfang nicht immer gewährleistet ist.

Tierliebe - Bruni profitierte davon

Die „neugeborene“ Sennerin packte an, wo es gerade gefragt war. Eine Lieblingsbeschäftigung wurde das Füttern des Kälbchen Bruni. So verbrachten die beiden Zeit miteinander, Bruni trank die Milch aus dem Eimer oder aus einer Flasche und genoss die Zuwendung ihrer Menschenfreundin.
Jeden Tag aufs Neue gab sich Bruni dieser Zeremonie des Fütterns hin und genoss ihr junges Leben. Sie wurde gestreichelt und schon von weitem erkannte sie die Stimme ihrer Sennerin. Kein Stress und keine Hektik – so ist das Leben auf einer Alm in Verbindung mit Tieren für stressgeplagte Menschen aus der Stadt. Und eines hat die frischgebackene Sennerin mit Sicherheit gelernt:

Rinder sind …..

  • Intelligent:
    Rinder sind weder dumm noch grimmig, sondern ganz im Gegenteil äußerst soziale Wesen mit erstaunlichen Eigenschaften. Rinder sind sehr intelligent, denn sie besitzen ein Langzeitgedächtnis und verstehen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge.
  • Organisationstalente:
    Rinder organisieren ihre Herden. Als Führungskräfte wählen sie dafür Tiere mit guten Sozialkompetenzen aus. Dazu gehört Selbstbewusstsein, Intelligenz, Neugierde und Erfahrung. Ist eine Kuh aufdringlich oder egoistisch, kommt sie damit für den Posten nicht infrage. Daneben erkennt jede Kuh mehr als 100 Mitglieder ihrer Herde. Auch die Art und Weise der Anordnung und Stellung, in der die Kühe ruhen, hat etwas über den Status der Kuh in der Herde auszusagen.
  • Sie trauern:
    Bereits nach einer kurzen Phase der Trennung von ihren Artgenossen oder Kindern, aber auch von menschlichen Bezugspersonen stellten Wissenschaftler fest, dass die Kühe sichtlich unter Kummer litten. Zudem ist bekannt, dass sie um verstorbene Familienmitglieder weinen können.
  • sie kommunizieren mit ihren Artgenossen:
    Mittels verschiedener Laute, Gesichtsausdrücke oder Körperhaltungen tauschen Kühe sich untereinander aus. Beispielsweise durch die Position des Kopfs und des Schwanzes, aber auch mithilfe der Hörner oder verschiedener Stimmlaute drücken sie Emotionen wie Neugierde, Zufriedenheit, Wut oder Leid aus.

Bruni ist noch in der Lernphase

Als Bruni Aiderbichlerin wurde, war sie gerade mal fünf Monate alt. Der Sommer war vorbei, die Arbeit auf der Alm zu Ende und Bruni sollte auf keinen Fall irgendwann beim Schlachter landen. Auf Gut Aiderbichl Henndorf verbringt sie jetzt einmal ihre Zeit der Eingewöhnungsphase neben dem Stall der ausgewachsenen Rinder und neben dem Stall von Bubi und Loulou.
Wenn die Tierpfleger das OK geben, wird Bruni in einigen Monaten in einer Herde leben und dort als intelligente Kuh mit ihren Artgenossen ihr Leben verbringen können.

Man muss etwas, und sei es noch so wenig, für diejenigen tun, die Hilfe brauchen, etwas, was keinen Lohn bringt, sondern Freude, es tun zu dürfen.

– Albert Schweitzer

Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl

bei uns zuhause

Rind Bruni

Fleckvieh

Bruni hat das Herz einer Sennerin erreicht. Vielleicht war es das Bedürnis nach einer Auszeit, die eine tierliebe Dame dazu brachte, den Sommer über auf einer österreichischen Alm als Sennerin zu verbringen? Jedenfalls zog sie das Kälbchen Bruni mit der Flasche groß und kümmerte sich auch noch um weitere Kälbchen auf der Alm. Nach der Almzeit wollte sie sichergehen, dass Bruni nicht zum Schlachter muss. Das brachte sie auf die Idee, die Tiernotfallstelle von Gut Aiderbichl zu kontaktieren. Bruni gewöhnt sich gerade gut ein, lässt sich streicheln, mag es, wenn man mit ihr spricht und streckt den Hals genüsslich aus, wenn man genau an dieser Stelle zu kraulen beginnt.

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