
Pferd Cora
Tinkerstute Cora strahlt frisch verliebt mit der Sonne um die Wette
Cora wurde von einer langjährigen Aiderbichlerin vor dem Schlachter gerettet. Der Grundsatz der Philosophie von Gut Aiderbichl – hinsehen nicht wegsehen und helfen – war wohl ein wichtiger Ansatz in ihrem Leben geworden.
Beinahe 25 Jahre hat sich die Pferdeliebhaberin um vernachlässigte Pferde gekümmert und durch ihren Einsatz zahlreiche Tiere vor dem Schlachter gerettet. Einige Monate lebte Cora, eine 12 – jährige Tinkerstute, nun bei ihr. Auch Cora wäre beim Schlachter gelandet, doch das Schicksal wollte es anders.
Coras Pflege wurde eine echte Herausforderung
Als Cora entdeckt wurde, war sie verwahrlost und auch ein wenig bockig. Der Behang an den Beinen hing bis zum Boden. Die Haare waren verfilzt, die Hufe waren in einem katastrophalen Zustand und zudem leidet Cora auch unter Mauke.
Mauke ist eine entzündliche Hauterkrankung, die insbesondere in der Fesselbeuge des Pferdes auftritt. Die Entzündung beginnt meist als nässende Dermatitis und führt zu Krustenbildung, Schwellungen und schmerzhaften Rissen in der Haut. Besonders betroffen sind Pferde mit viel Fesselbehang – wie es bei Cora der Fall ist.
Coras Aussehen und ihre Krankheiten ließen vermuten, dass sie wohl in einer ungünstigen Haltung gelebt hat. Mauke tritt häufig bei feuchten oder unhygienischen Bedingungen auf und ist besonders in den Herbst- und Wintermonaten verbreitet, wenn die Weiden matschig sind und das Pferd dauerhaft feuchtem Untergrund ausgesetzt ist.
In unheimlich mühevoller Arbeit hat Coras Retterin versucht, den Behang, das ganze Fell und vor allem auch die Hufe in einen für Cora angenehmen Zustand zu bringen.
Cora verlangt Beachtung
Im Alter von 4 Jahren wurde Cora das Beistellpferd zu einem Wallach. Mit ihm verbrachte sie 8 Jahre auf kleinstem Raum und wurde nicht beachtet. Herdenleben war sie demnach nicht gewohnt und wurde ganz schön bockig, als sie ihre Retterin in ihre kleine Pferdegruppe integrieren wollte. Seit einem schweren Unfall ist die Dame gehbehindert und besitzt nur mehr drei Pferde und sie bemerkte, wie Cora mehr und mehr zur Herausforderung wurde.
Aus gesundheitlichen Gründen war es ihr nicht mehr möglich, Cora weiterhin zu versorgen, doch sie wollte jemanden finden, der ihr all die Liebe und Fürsorge gibt, damit Cora wieder Vertrauen zum Menschen finden kann. Coras lebt seit ein paar Wochen auf Gut Aiderbichl in Iffeldorf und verdrehte den Wallachen den Kopf.


Attila kam, sah und siegte – eine große Liebe entfachte
Attila kommt von der Polizeistaffel in München und lebt seit fünf Jahren in Iffeldorf. Zuvor war er fünfzehn Jahre im Polizeidienst und musste aufgrund einer chronischen Lahmheit durch eine Sehnenerkrankung in Pension gehen. In Iffeldorf traf er damals seinen Kumpel Freddy wieder, der ebenfalls bei der Polizeistaffel in München gedient hatte.
Und jetzt kam Cora! Wie ein Blitz schlug die Liebe bei den beiden ein.
Cora ist MEINE …
große Liebe gab Attila allen Wallachen, die ebenfalls mit der etwas pummeligen Cora flirteten, von Anfang an zu verstehen.
Wie ein Herz und eine Seele stehen sie gemeinsam auf der Weide und es scheint, als hätten sie aufeinander gewartet.


"Wie buchstabiert man 'Liebe' Pooh?" – "Man buchstabiert sie nicht… Man fühlt sie."
– A.A. Milne in Winnie Puuh
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl
















