
Ehemaliges Dressurpferd Flavio
Flavio, ein KWPN-Warmblut, schnuppert gesunde Gut Aiderbichl Luft
Flavio ist ein besonders anmutendes ehemaliges Dressurpferd. Seit drei Jahren leidet er an Hufkrebs. Keine Kosten und Mühen wurden vom Besitzer gescheut und die besten Veterinäre und Hufschmiede befassten sich mit Flavios Hufen, doch die Krankheit konnte nicht besiegt werden. Dieter Ehrengruber und sein Team der Gut Aiderbichl Pferdepfleger in Henndorf sagten Flavios Aufnahme zu.
Was bedeutet KWPN?
Die Bezeichnung KWPN ist eine Abkürzung für den eigentlichen Namen der Pferderasse und steht für Koninklijk Warmbloed Paard Nederland. Das KWPN ist eine niederländische Warmblutrasse und wird auch oft als Niederländisches Warmblut bezeichnet. Es trat erst im 20. Jahrhundert in Erscheinung. Entwickelt hat sich das beliebte Warmblut durch die Kreuzung aus Gelderländern und Groningern, sowie durch die Veredelung mit Vollblütern. Leichtigkeit und Springvermögen sind auf den leicht gebauten Gelderländer zurückzuführen. Vom schweren Groninger hat das Warmblut die kräftige Statur, und das Resultat aus diesen Komponenten ist ein vielseitig begabtes und sehr widerstandsfähiges Sportpferd (Quelle: KWPN im Rasseportrait | ehorses Magazin).
Flavio – ein modernes, mutiges und kluges, ehemaliges Dressurpferd
Generell ist das KWPN ist ein modernes Sportpferd, das auch in unbekanntes Gelände geht und den Anweisungen des Reiters aufgrund seiner Intelligenz sehr rasch folgt. Die Pferdewirte von Gut Aiderbichl lernen gerade, dass Flavio ein freundliches und kluges Pferd ist und von seinem Besitzer über alles geschätzt, geliebt und bestens versorgt wurde. Leider beendete der Hufkrebs Flavios Karriere im Dressursport und er konnte Aiderbichler werden.
Martin, Pferdepfleger auf Gut Aiderbichl Henndorf, beschreibt Flavio folgend:
„Flavio ist bewusst, dass er riesig ist, dass er groß gewachsen ist. Er ist muskulös und einfach eine Schönheit voller Grazie und Anmut. Gestern stand er draußen und genoss die Sonne.
In Flavios straffen, muskulösen Körper und in seine wachen und zugleich verträumten Augen verlieben sich nicht nur die Pferdemädls! Unsere sonst eher ruhigen und gelassenen Stuten sind auf den schönen Flavio bereits aufmerksam geworden und natürlich fühlt er das, der Schlingel und posiert sich noch besser!“.


Die Behandlung des Hufkrebses verlangt absolutes Vertrauen zwischen Pferd und Mensch
Flavio wurde vor wenigen Wochen aufgenommen und in der Zwischenzeit hat sich zwischen ihm und seinen Pflegern, dem Tierarzt und dem Hufschmied Vertrauen aufgebaut. Vertrauen ist die wichtige Voraussetzung dafür, dass Flavio seine Hufe hebt und anschließend auch behandeln lässt, was vielleicht nicht immer ganz schmerzlos abläuft.
Die Behandlung der vier krebskranken Hufe wird erst seit wenigen Tagen praktiziert und wir dürfen keinen Fehler machen, der Flavio vielleicht verunsichert.
Vorsichtig und sehr behutsam wird in die gereinigten Hufe eine spezielle Hufkrebssalbe eingestrichen und danach wird ein weicher Verband angebracht. Flavio lässt die Prozedur über sich ergehen und er spürt vielleicht, dass jeder seiner Menschen das Beste für ihn möchte. Geduld und Liebe ist angesagt.
Im Leben gibt es keine Lösungen. Es gibt nur Kräfte, die in Bewegung sind: Man muss sie erzeugen – und die Lösungen werden folgen.
– Antoine de Saint-Exupéry
Wenn Sie Flavio in Henndorf besuchen möchten, schauen Sie dorthin, wo alle Stuten hinsehen – da steht mit Sicherheit Flavio!
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl
















