
Schwan Schwani
Verletzt und flugunfähig sorgte Schwan “Schwani” für Aufregung
Ein kleiner Badesee, ein verletzter Schwan, verschmutzte Wiesen wegen der Kothäufchen und verzweifelte Tierliebhaber, die den Schwan in Sicherheit wissen wollten. Mehrmals täglich wurden Schwanis kleine Kothäufchen aus den Wiesen aufgesammelt. Der Jagdaufseher verlangte eine Entscheidung, wann der Schwan wegkommt. Gut Aiderbichl konnte „Schwani“ aufnehmen und das Leben des ungefähr zwei Jahre alten Tieres war gerettet.
Monatelang wurde Schwani fürsorglich gepflegt und gefüttert
An einem eiskalten Tag im Dezember wurde Schwani verletzt und flugunfähig vorgefunden. Genesung und Erholung fand Schwani am kleinen Teichgrundstück seines Retters. Schwans Gesundheitszustand stabilisierte sich, doch das Fliegen wird wohl nicht mehr funktionieren.
Die Unruhe um den Schwan am Teich jedoch nahm zu. Der Jagdaufseher wollte wissen, wie es mit Schwani weitergehen wird. Die Retter des Schwanes machten sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause, um das Schlimmste – Schwanis Tötung – zu vermeiden.
Das Füttern der Schwäne hat Folgen für Tier und die Natur
Schwäne werden gerne von Menschen gefüttert, was leider für die Wildvögel nicht immer von Vorteil ist. Außerdem, bevor man Schwäne an Seen füttert, ist es von Vorteil, sich bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde zu erkundigen, ob die Fütterung gestattet ist oder womöglich eine Geldstrafe nach sich zieht.
In der Regel finden Schwäne von selbst genug Nahrung. Von Natur aus fressen Schwäne am Wasser wachsende Pflanzen, Wasserinsekten oder kleine Fische. Brot ist ungesund für Schwäne und kann zu Koliken und Vergiftungen bis hin zum Tod der Tiere führen, weil Brot und Semmeln im Magen des Schwanes zu gären beginnen.
Brot schadet auch der Umwelt, denn Reste der Backwaren, die nicht gefressen werden, sinken auf den Boden des Gewässers. Das reduziert den Sauerstoffgehalt im Wasser, was wiederum zum Absterben von Fischen, Wasserpflanzen und Insekten führt. Die Folge: Das Gewässer kippt.
Es soll generell vermieden werden, Schwäne zu füttern. Nicht nur, weil es schlecht für die Tiere und die Umwelt ist, sondern auch, weil die Tiere sich an den Menschen gewöhnen. Sind Jungtiere dabei, lernen sie aufgrund der Menschenfütterung nicht, wie sie selbstständig Nahrung in der Natur finden (Quelle: Schwan füttern: Das müssen Sie wissen, FOCUS.de).
Ist der Winter eine Ausnahme für die Fütterung durch den Menschen?
In der kalten Jahreszeit, wenn die Gewässer zugefroren sind und das natürliche Nahrungsangebot für die Schwäne begrenzt ist, können Schwäne mit Hafer, Gerste, Weizen oder Mais gefüttert werden. Diese Nahrungsmittel sind nahrhaft und können sowohl Schwänen als auch Enten angeboten werden. Im Winter sind Karotten oder Äpfel gesunde Leckerbissen für den Schwan, wenn er vor einem zugefrorenen See steht und auf seine natürliche Nahrung nicht zugreifen kann.


Schwanis Lösung ist Gut Aiderbichl in Kärnten
Gut Aiderbichl Kärnten ist ein Hof, auf dem Wildtiere wie Schwäne, Hirsche oder auch Wildschweine ein geschütztes Für-Immer-Zuhause gefunden haben.
Markus, Gutsleiter Gut Aiderbichl Kärnten, und seine Mitarbeiter sind in der Fütterung und Haltung der Wildtiere bestens geschult und so ist wohl anzunehmen, dass Schwani ein langes, gesundes und geschütztes Leben führen kann, ohne Gewässer oder Rinderweiden in Gefahr zu bringen.
Echte Stärke? Für die Schwächsten eintreten.
– Unbekannt
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl
















