
Schweine Bambam und Charlie
„Tenderness, love und care“ hielten die Schweine Bambam und Charlie am Leben
Während eines Praktikums an der Vetmed-Universität Wien lernte eine junge Frau die jungen Schweine Bambam (4 Jahre) und Charlie (4 Jahre) kennen und verhinderte, dass sie zum Schlachthof gebracht wurden. Es war ihr klar, dass sie die Beiden nicht in ihrer Wohnung halten kann und so machte sie sich auf die Suche nach einem Bauernhof, wo ihre Lieblinge ein artgerechtes und geschütztes Leben verbringen konnten.
Leider musste die Unterbringung der Schweine dreimal gewechselt werden. Nun stand die Frau mit ihren Lieblingen wieder auf der Straße und setzte sich sofort mit der Tiernotfallstelle von Gut Aiderbichl in Verbindung.
Der Weg zum Happy – End nahm einige Zeit in Anspruch
Am ersten Bauernhof, wo Bambam und Charlie untergebracht worden waren, hätte Bambam den Winter beinahe nicht überlebt. Er war sehr geschwächt, konnte aber durch tiermedizinische Betreuung und mit viel „tenderness, love and care“ durch seine Retterin überleben.
Der zweite Hof, auf dem die Schweine dann untergebracht wurden, versprach viel Gutes: viel Auslauf, artgerechte Ernährung mit viel Obst und Gemüse und ein toller Unterstand. Leider wurde der Betrieb aufgelöst und die Schweine standen quasi wieder auf der Straße.
Und es war wieder nicht der richtige Platz für die Schweine
Neue, ambitionierte Halter wurden ausfindig gemacht und Bambam und Charlie kamen zu Leuten, die immer schon Schweine halten wollten. Es folgten eingehende Aufklärungsgespräche hinsichtlich der artgerechten Haltung von Schweinen und alles schien perfekt. Nach Monaten stellte sich heraus, dass die Haltung der Schweine und die damit verbundene Arbeit unterschätzt worden waren.
Der Unterstand war viel zu klein. Charlie ließ Bambam ungern in den engen Unterstand und so verbrachte Bambam die meiste Zeit im Freien, und zwar egal wie die Wetterlage gerade war. Noch dazu war auch die Fütterung alles andere als artgerecht. Es gab hauptsächlich trockenes Brot und Essensreste aus der Küche. Die Verzweiflung bei der Retterin und ihren Schützlingen wurde immer größer. Aber da war ja Gut Aiderbichl!
Happy – End: der Lebensabend ohne Schlachtandrohung ist gesichert
Bambam ist der Verspielte, Charlie eher der Ruhige und beide Schweine sind liebevoll im Umgang mit Menschen. Markus, Gutsleiter Gut Aiderbichl Kärnten, erzählt, dass Bambam und Charlie bereits eine Freundesgruppe gefunden haben. Die Schweine Alfred und Leopold nahmen die Neulinge in ihrer Gruppe auf.


Jeden Augenblick entstehen neue Tierarten, und ich glaube, dass jeden Augenblick einige zugrunde gehen.
– Charles de Montesquieu
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl
















