
Hund Xayla
Langhaarcollie
Im Juni 2025 wurden wir zu einer Beschlagnahmung gerufen, bei der es um 25 Collies gehen sollte. Uns wurde im Vorfeld berichtet, dass es sich hier um eine Züchterin handeln würde, die ihre Hunde nicht gut hält. Am Tag der Abholung bot sich uns ein Bild des Grauens. Die Wände des Hauses, in dem die Hunde untergebracht sind, sind nicht mehr weiß, sondern braun vom Schmutz und den Spuren eines langen Leidens. Doch das Schlimmste ist der Geruch: Kot und Urin bedecken den Boden – gepaart mit sommerlicher Hitze. Der beißende Gestank bringt sogar unsere erfahrensten Helfer an ihre Grenzen bringt. Am Ende mussten 35 Hunde abgeholt werden - und sie alle hatten schlechte Zähne, verfilztes Fell und waren zum Teil in einem verheerenden Zustand. Xayla ist eine sensible und sehr liebe Hündin, die etwas Zeit braucht, um bei neuen Menschen Vertrauen zu fassen. Fremden begegnet sie anfangs vorsichtig, doch wenn sie merkt, dass man es gut mit ihr meint, öffnet sie ihr Herz und zeigt, was für eine wunderbare Begleiterin in ihr steckt. Sie genießt es sehr, einfach dabei sein zu dürfen und blüht in ruhiger, entspannter Atmosphäre richtig auf. Für Xayla wünschen wir uns ein eher ruhiges Zuhause ohne viel Trubel. Kleine Kinder würden sie schnell überfordern, ältere und verständige Kinder sind hingegen kein Problem. Auch bei ungewohnten Geräuschen oder plötzlichen Bewegungen kann sie sich manchmal erschrecken – hier braucht sie Menschen mit Geduld, Einfühlungsvermögen und einem ruhigen Umgang. Spaziergänge mag Xayla gerne, allerdings eher gemütlich. Große Wanderungen oder sportliche Abenteuer sind nicht ihr Ding, sie bevorzugt entspannte Runden und gemeinsame Zeit statt Action. Mit anderen Hunden ist sie gut verträglich, wünscht sich aber am liebsten ein Zuhause als Einzelhund, in dem sie die volle Aufmerksamkeit ihrer Menschen genießen darf. Das Alleinebleiben fällt Xayla derzeit noch sehr schwer und bedeutet für sie viel Stress. Dieses Thema müsste in ihrem neuen Zuhause behutsam und kleinschrittig aufgebaut werden. Auch die Stubenreinheit ist noch nicht ganz zuverlässig, gelegentlich passiert drinnen noch ein kleines Malheur. Mit Geduld, Routine und liebevoller Konsequenz wird sie hier sicher weiter dazulernen. In einem Zuhause mit Garten sollte man beachten, dass Xayla aktuell dazu neigt, vorbeifahrende Fahrzeuge wie Autos, Züge oder Traktoren zu verbellen und zu jagen. Auch am Zaun könnte sie wachsam reagieren. Mit Training und klarer Führung lässt sich daran jedoch arbeiten. Xayla ist insgesamt eine unglaublich liebe, sanfte Hündin, die nichts mehr braucht als Sicherheit, Ruhe und Menschen, die sie so annehmen, wie sie ist. Wer ihr Zeit gibt und ihr Vertrauen gewinnt, wird mit einer treuen, anhänglichen Begleiterin belohnt, die einfach glücklich ist, Teil einer Familie zu sein.
Häufig gestellte Fragen zur Adoption
Zunächst einmal Danke, dass Sie einem Tier von Gut Aiderbichl ein privates Zuhause ermöglichen möchten. So läuft der Adoptionsprozess bei uns ab:
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Fragebogen ausfüllen
Damit wir einen ersten Eindruck bekommen, wer sich für unseren Schützling interessiert bitten wir Sie, den Fragebogen für Hunde, Katzen oder Kaninchen auszufüllen. -
Kontaktaufnahme durch uns
Anschließend melden wir uns bei Ihnen und besprechen die nächsten Schritte. Die Sichtung des Fragebogens kann einige Tage in Anspruch nehmen, wir melden uns jedoch verlässlich bei Ihnen. Danke für Ihr Verständnis. -
Kennenlernen des Tieres (wenn möglich)
Wenn es möglich ist, ermöglichen wir gerne ein erstes Kennenlernen zwischen Ihnen und ihrem Wunsch-Tier. Denn die Chemie sollte stimmen! -
Platzkontrolle
Bevor eines unserer Tiere in sein neues Zuhause einziehen darf, möchten wir sicherstellen, dass es dort gut aufgehoben ist. Daher findet vor der Adoption eine Platzkontrolle statt. Dabei besucht ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin von Gut Aiderbichl Sie vor Ort, sieht sich die zukünftige Umgebung des Tieres an und lernt Sie persönlich kennen. Uns ist es wichtig, dass unsere Schützlinge in liebevolle, verantwortungsbewusste Hände kommen. -
Umzug ins neue Zuhause
Wenn alles passt, kann Ihr neues Familienmitglied einziehen! Der Abholort ist je nach Tierstandort unterschiedlich – siehe unten.
Bitte beachten Sie immer den derzeitigen Wohnort des Tieres, bevor Sie sich bei uns für das Tier melden. Der derzeitige Heimathof unseres Schützlings ist auf der jeweiligen Tierseite unter „Ort“ zu finden. Es kommt leider immer wieder vor, dass Interessenten abspringen, weil ihnen der Weg zu weit ist.
Die Tiere werden von den Interessentinnen und Interessenten bei uns auf dem jeweiligen Heimathof des Tieres abgeholt.
Tiere, die aktuell in Rumänien leben, müssen nicht in Rumänien abgeholt werden. Sie werden von einem Transportunternehmen nach Österreich oder Deutschland gebracht und können dann auf einem unserer Tierschutzhöfe abgeholt werden.
Wir erheben keine fixe Schutzgebühr, freuen uns aber über eine freiwillige Spende, die uns hilft uns, weiterhin Tieren aus Notlagen zu helfen und Sie an ein neues Zuhause zu vermitteln.
Gerade für Hunde ist der Einzug in ein neues Zuhause eine große Umstellung gegenüber dem Leben im Tierheim. Die folgenden Hinweise können dabei helfen, die Eingewöhnung so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten:
Erwartungen realistisch halten
Viele unserer Hunde haben einen Großteil ihres Lebens im Tierheim verbracht. Trotz aller Bemühungen unsererseits, sie auf das Leben in einem Zuhause vorzubereiten, muss damit gerechnet werden, dass viele Alltagssituationen zunächst neu und ungewohnt sind. Dazu zählen beispielsweise Stubenreinheit, Autofahren, Spaziergänge in fremder Umgebung, der Umgang mit Treppen oder das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel. Je weniger Erwartungsdruck auf den Hund ausgeübt wird, desto harmonischer gestaltet sich das Zusammenleben.
Ruhe und Geduld
Für eine erfolgreiche Eingewöhnung ist es wichtig, dem Hund das Tempo selbst bestimmen zu lassen. Jeder Hund benötigt unterschiedlich viel Zeit, um sich an sein neues Zuhause, seine Familie und die neue Umgebung zu gewöhnen. Planen Sie ausreichend Zeit ein, sodass das Kennenlernen und Üben ohne Zeitdruck erfolgen kann. Die Eingewöhnungsphase kann sich über mehrere Wochen erstrecken und ist stark vom jeweiligen Hund abhängig.
Keine Panik in den ersten Tagen
Sollte Ihr Hund in den ersten Tagen noch nicht stubenrein sein oder sich zunächst weigern, draußen sein Geschäft zu verrichten, ist dies völlig normal und kein Grund zur Sorge. Auch das Fress- und Trinkverhalten kann in der Anfangszeit schwanken, pendelt sich aber in der Regel innerhalb der ersten Woche ein. Das Verhalten in den ersten Tagen ist nicht automatisch repräsentativ für den späteren Alltag.
Sicherheitsgeschirr beim Spaziergang
Bitte verwenden Sie bei jedem Spaziergang ein Sicherheitsgeschirr. Dies gilt so lange, bis Ihr Hund mit der Umgebung vertraut ist und in keiner Situation versucht, sich aus dem Geschirr zu befreien. Wir empfehlen, das Sicherheitsgeschirr mindestens sechs Wochen lang konsequent zu nutzen.
Kein Freilauf in der Anfangszeit
Lassen Sie Ihren Hund keinesfalls frei (ohne Leine) laufen, bis eine stabile Bindung zwischen Ihnen und dem Tier besteht. Freilauf sollte frühestens nach mehreren Monaten erfolgen und unbedingt durch entsprechendes Training – z. B. mit einer Schleppleine – vorbereitet werden.
Richtige Fütterung
Gerade die ersten Tage und Wochen im neuen Zuhause können für Hunde mit Stress verbunden sein. Um stressbedingte Magen-Darm-Probleme wie Durchfall zu vermeiden, empfehlen wir ein magenschonendes Futter – z. B. Sorten, die als „Sensitiv“ oder „Gastro“ gekennzeichnet sind. Alternativ kann auch selbst gekocht werden, z. B. gekochtes Huhn mit Reis.
Tierarztbesuch planen
Wir empfehlen, bereits vor Ankunft des Hundes einen passenden Tierarzt auszuwählen. So kann im Bedarfsfall schnell und kompetent gehandelt werden.

