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Welensittich Blauli

Farbe: blau
Geschlecht: Männlich

 

Es gibt Tragödien und Schicksale die Menschen und Tiere gleichermaßen treffen. Daran dachte ich, als ich vor einigen tagen den Anruf eines besorgten Pfarrer erhielt. Gemeinsam mit einem Amtstierarzt baten sie mich zu helfen.  Im Pfarrhaus werden Wohnungen, kleine Appartements an Bedürftige vermietet. Jetzt stehen sie vor einem großen Problem. Eine Mieterin hält mittlerweile unzählige Kaninchen und sie sei nicht zugänglich. Möchte die Tiere nicht abgeben und verweigert jegliche Kooperation. Ich mache mich in den frühen Nachmittagsstunden auf den Weg zum Pfarrhaus. Doch die Mieterin war nicht da.  Die Wohnungstüre war offen und dort sah ich fünf Hasen in Käfigen und fünf Wellensittiche - die im Mietvertrag erlaubte Anzahl von Tieren. Noch etwas, was mich verwunderte, dass die Wohnung ansonsten völlig leer war. Ich verabschiedete mich vom Pfarrer und einem Gemeindevertreter mit dem Angebot, dass sie mich jederzeit kontaktieren können. Drei Stunden später erhielt ich den Anruf, dass sie zurück gekommen sei und mit ihr, in einer großen Schachtel, eine große Anzahl von Kaninchen. Da stand ich ihr nun gegenüber und hätte sie am liebsten in den arm genommen.  Sie erzählte, dass es den Kaninchen bei einem Bauern so schlecht gegangen sei und er sie ihr geschenkt haben soll. „Aber wo waren den die Kaninchen heute Mittag?“ „Die habe ich mitgenommen und versteckt. Weil ich Angst hatte, dass man sie mir wegnimmt und sie umbringt. Wenn sie sterben, dann soll es so sein, wie bei meinen vielen Hamstern, die gestorben sind. Sie haben die Wärme meines Körpers und meiner Hand spüren dürfen.“ Sie erklärte mir, dass sie von Gut Aiderbichl gehört habe und sie mir vertraut. Sie ist bereit fünfzehn Kaninchen zu übergeben. Von den fünf in den Käfigen und den Wellensittichen möchte sie sich nicht trennen.

 

Während die beiden Tierpfleger, die mich begleiteten, die Kaninchen verluden, erfuhr ich, dass sie in einem Heim aufgewachsen ist. Sie muss gefühlt haben, dass ich mich in ihr Schicksal hinein denken konnte. Meine Tochter ist neun und ich weiß wie wichtig ich ihr bin.  „Die fünf anderen kannst Du doch mitnehmen und die Wel­lensittiche auch“, beschloss sie nach diesen kurzen Momenten des Vertrauens. Etwas was ihr fehlen musste. Als ich mich verabschiedet hatte, im Glauben alle Tiere dabei zu haben, rief sie mich schüchtern zurück und nahm mich zur Seite. „Ich habe nämlich noch fünf weitere Hasen, aber die liegen im Sterben und eigentlich wollte ich ihnen hinüber helfen mit der Wärme meines Körpers.“ Wir gingen zurück in das Zimmer und sie öffnete ein Bodenschränkchen in der Küchenzeile. Da kauerten fünf weitere Kaninchen, offensichtlich schwer krank. Auf dem Weg nach Aiderbichl hatte ich Zeit nachzudenken. Wie wichtig es ist, genügend Platz zu haben um Tieren in Not und gleichzeitig verzweifelten Menschen helfen zu können. Was wäre wohl aus dieser Frau geworden? Wie hätte sie es verkraftet, dass sie ihren Kaninchen nicht mehr hätte beistehen können? Deshalb hoffe und bete ich, dass wir auch weiterhin unsere Kapazitäten ausbauen können wie bisher.

 


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