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Friese Aaron-Vader

Farbe: Schwarz
Geschlecht: Männlich
Geburtsdatum: 5.7.2013
Alter: 5 Jahr(e)

 

Wir kennen die Prob­leme von Zirkustie­ren wie kaum ein anderer. Besonders, wenn es um Pferde aus der Ma­nege geht. Da werden im­mer noch meist Hengste eingesetzt. Dem Publikum ist zwar gar nicht bewusst, dass eine Hengstdressur schwierig ist, aber für den Zirkus hat sie Tradition.

 

Den Hengsten wird in ihrer Haltung ein großes Opfer abverlangt. Normalerweise, wenn sie wie seit Jahrmillionen in Freiheit und in Herden le­ben würden, gäbe es unter ihnen Rangkämpfe. Nur der Stärkste soll sich ver­mehren und immer wieder wird er von einem noch stärkeren abgelöst. So wird auf natürliche Weise verhindert, dass sich ver­wandte Tiere decken. In­zucht wäre der Untergang ihrer Art. Bei der Haltung von mehreren Hengsten führt das dazu, dass sie meist in Isolation gehalten werden. In Gitterboxen und fernab von anderen Artgenossen, insbesondere Stuten. Das schließt einen gemeinsamen Weidegang von vornherein aus. Als Herdentiere sehnen sie sich aber nach Artgenos­sen. Eine Weide für einen Einzelnen ist kein artge­rechter Ersatz.

 

Jetzt haben wir wieder einmal vier ausgemusterte Friesenhengste vom Zirkus übernommen. Dieser muss­te sich aus finanziellen Gründen von ihnen tren­nen. Andere Zirkusse zeig­ten kein Interesse an ihnen und wir wollten mit ihrer Aufnahme verhindern, dass sie geschlachtet werden.

 

Dass diese Hengste seit ihrer Geschlechtsreife kei­ne Weide gesehen haben, mussten wir feststellen, als wir versuchten, sie ge­meinsam nach draußen zu lassen. Sie gingen sofort aufeinander los. Und woll­ten mit aller Härte ihre Rangordnung klären. Des­halb haben wir uns dazu entschlossen, sie kastrieren zu lassen. Nach wenigen Wochen schon veränderten sich ihre Hormone und jetzt sind sie friedlich genug, um gemeinsam die weitläufi­gen Weiden von Gut Aider­bichl zu genießen.

 

In ihrer "Freiheitsnum­mer" im Zirkus zeigten sie ein einstudiertes Pro­gramm. "Freiheitsnummer" bedeutet aber lediglich, dass sie keinen Reiter ha­ben. Freie Entscheidungen dürfen sie nicht treffen. Die Befehle erhalten sie vom Dompteur, der eine lange Peitsche in der Hand hält. Das scheint der Schlüssel zu sein. Denn als wir vor eini­gen Jahren den Friesen Maxi übernahmen, baten wir den Dompteur, seine Darstel­lung mit der gleichen Mu­sik, aber nicht mit Peitsche, vorzuführen. Nichts ging mehr, obwohl Maxi seit 15 Jahren die gleiche Darbie­tung vorführte. Es ist gut möglich, dass uns die Pferde in der Manege aus Angst vor Strafe unterhalten.

 

Dass uns die Hol­lywood-Schauspielerin und Aiderbichlerin Daryl Han­nah auf eigene Kosten be­suchte, als die vier Friesen kamen, hat einen besonde­ren Grund. Sie selbst hatte vor Jahren einem Friesen-Zucht-Hengst unter großen Opfern nicht nur das Leben gerettet, sondern ihn auch bis zu seinem Lebensende behalten. Für sie sind Frie­sen die mystischsten Lebe­wesen unseres Planeten.

 


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