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Warmblut Anton

Farbe: Dunkelbraun
Geschlecht: Männlich
Geburtsdatum: 9.4.2013
Alter: 6 Jahr(e)

 

Nur noch 24 Stunden:

 

Was sich anhört wie ein Kri­mi-Titel, war für eine Tierfreundin eine echte Zitterpartie. Sie erzählte uns von dem zweijährigen Warm­bluthengst Anton, der in weniger als 24 Stunden zum Metzger sollte. Ihr Anruf erreichte uns in genau der Phase, die uns durch das Dra­ma um Kuh Wilma in Atem hielt. Außerdem konnten wir kaum glau­ben, dass ein so junges Tier getötet werden sollte. Wir hatten zwar alle Hände voll zu tun, doch in einer Verschnaufpause setzte sich Micha­el Aufhauser mit der Züchterin in Verbindung. Sie bestätigte, dass sie den Hengst leider an einen Schlach­ter verkaufen müsse. Anton war ein sogenannter Klopfhengst.

 

Der Name rührt von der Praxis, mit Hilfe von Klopfen auf den Ho­den, in der Regel mit einem Ham­mer aus Holz, den Geschlechtstrieb zu nehmen. Doch Antons Hoden war in die Bauchhöhle gerutscht. Außerdem würde der Hengst kop­pen - eine Verhaltensstörung, die als Stereotypie gilt und manchmal eine Reaktion auf Langeweile ist. Die Züchterin hatte den Schlacht­termin schon mehrere Male ver­schoben, die Entscheidung fiel ihr schwer. Würde es Hilfe geben für Anton? Trotz des Trubels um Wil­ma war für uns sofort klar, dass Anton zu uns kommen konnte. Als die Züchterin davon erfuhr, fiel ihr ein großer Stein vom Herzen. Die Zucht von Pferden wirft ein gro­ßes Problem auf: Die Nachfrage nach Pferden ist nicht so groß wie die An­zahl der Tiere, die gezüchtet wird. Einige haben immer das Nachsehen.

 

Die großen Züchter können hemmungslos züchten und dann auswählen, welches Pferd lebt und welches stirbt. Wir brachten das bayerische Warmblut sofort zur Kastration in die Klinik. Wenn der Tierarzt den zweiten Hoden nicht finden würde, hätte das Folgen für uns gehabt. Zeit seines Lebens wäre er äußerst schwer zu halten. Weil er dann reagiert wie ein Hengst, dürf­te er auch nicht in Kontakt mit Stu­ten kommen. Auf Gut Aiderbichl ein wirklich schweres Unterfangen. Doch dann die gute Nachricht. Der Tierarzt konnte beide Hoden entfer­nen und durch einen Eingriff sogar das Koppen beheben.

 

Jetzt ist Anton ein echter „Halbstarker“, immer auf der Suche nach Nähe und Kontakt. Ein Herz auf vier Beinen. Anton ist ziemlich aufgeweckt und fordert Menschen wie Tiere auf, sich mit ihm zu be­schäftigen. Auf Gut Aiderbichl Deg­gendorf gilt er als ‚Beau’, der Men­schen und Pferden schöne Augen macht. Aus den 24 Stunden sind mehrere Wochen geworden bis zum Happy End, aber für dieses haben wir gerne gezittert.

 


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