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Arabisches Vollblut Cartier

Farbe: Fuchs
Geschlecht: Männlich
Geburtsdatum: 25.3.1999
Alter: 20 Jahr(e)

Michael Aufhauser wurde zur Schlüsselfigur Stundenlanges Geiseldrama

Am Dienstag, den 22.03., rief Holde Sudenn auf dem Handy von Michael Aufhauser an. In der Bezirkshauptmannschaft Klosterneuburg hat ein Mann einen Beamten mit vielen Schüssen schwer verletzt, eine Geisel genommen und verlangt mit Michael Aufhauser zu sprechen. Der Bezirkshauptmann von Klosterneuburg meldete sich kurz vor 14:00 Uhr in der Gut Aiderbichl Verwaltungszentrale in Salzburg. Ein Mann habe vor kurzem das Gebäude der Bezirkshauptmannschaft betreten und viele Schüsse auf einen Beamten abgefeuert. Vier in den Bauch. Die Rettung
brachte ihn sofort ins Spital. Dann nahm der Mann eine Geisel und verschanzte sich in das Büro der Abteilung Jagd und Agrar. Er verlangt, Michael Aufhauser zu sprechen.
Holde Sudenn, die den Anruf entgegennahm, stellte sofort zu Michael Aufhauser durch. Bitte helfen Sie uns…
Auf dem Weg ins Büro rief Michael Aufhauser den Geiselnehmer, Herrn Alfred Fuchs, direkt an. In der Eile hat er die ganz genauen Hintergründe nicht verstanden, aber er wusste, dass sein Anruf sehr schnell und dringend erfolgen sollte. Michael Aufhauser: Alfred Fuchs antwortete mit sonorer Stimme. Er schien über meinen Anruf sehr zufrieden zu sein und kam gleich zur Sache. Es geht um seine 16 Pferde. Er möchte, dass sie von Gut Aiderbichl aufgenommen werden. Als ich ihn fragte, mir genaueres zu erklären, berichtete er: Er habe einen großen Traum gehabt, nämlich Vollblut-Züchter für Rennpferde zu sein. Habe seine Tiere immer gut behandelt. Sein 8 Hektar großes Anwesen und sein Betrieb sei mit 600.000 Euro belastet. Durch die Willkür von zwei Beamten stünde er jetzt vor dem Aus. Mit einem
habe er schon abgerechnet, der andere sei ihm leider entwischt. Ich habe ihn gefragt, ob ich ihm eine mail mit einem Übergabevertrag schicken kann. Daraufhin sagte er: “Ich übergebe an meine Frau.“ Mit zitternder Stimme gab sie mir eine Mail-Adresse und da wurde mir bewusst, dass es sich um die Geisel handelt: jagd-agrar…
Kurze Zeit darauf im Buüro erhielt ich den ausgefüllten Übernahmevertrag von der Geisel zugesandt, unterschrieben von Herrn Fuchs. Es sollte die letzte Unterschrift seines Lebens sein. Nach Rücksprache mit der Polizei sollte ich Alfred Fuchs weiter hinhalten. Also rief ich ihn an und sprach alle Pferde, die auf dem Übernahmevertrag standen, durch. Wann sie geimpft wurden und entwurmt, ob sie verträglich seien oder schon öfters mit dem Hänger transportiert worden sind. Geduldig, so als würden wir uns in aller Ruhe unterhalten, gab er mir Auskunft. Er sprach mit mir langsam und belehrend. Ab und zu unterbrach er das Gespräch und herrschte die Geisel an, die Hand vom Tisch oder aus der Tasche zu nehmen. Dann versprach ich ihm, ihn wieder anzurufen. Ich berichtete der Polizei von diesem Anruf
und sie bat mich, weiterhin hinauszuzögern, obwohl zwischenzeitlich die Spezialtruppe Cobra im Haus sei. Insgesamt erfuhr ich später, waren 130 Beamte im Einsatz und das Gebiet um die Bezirkshauptmannschaft abgesperrt. Die Polizei wies mich auf die Wichtigkeit hin, dass ich ihm keine definitive Zusage geben darf. Dann wäre sein Ziel erreicht, die Pferde auf Gut Aiderbichl untergebracht. Er würde sich mit größter Wahrscheinlichkeit das Leben nehmen und vielleicht sogar der Geisel etwas antun. Der Polizeibeamte sprach davon, dass es darum geht, das Leben beider zu
retten. Ich rief ihn also an und erzählte ihm, dass ich die endgültige Zustimmung erst dann geben kann, wenn das Gut Aiderbichl Stiftungskomitee zustimmt. Eines der Komiteemitglieder müsste von München her anreisen. Ich brauche deshalb mindestens anderthalb Stunden. Zerknirscht stimmte Freddy zu. Ich sprach mit ihm darüber, dass er das große Glück hat, mit mir zu sprechen, der ihm nicht nur helfen möchte, sondern kann. Davon wollte er gar nichts wissen. Er habe seine Entscheidung gefällt und wartet jetzt nur noch auf meine endgültige Zustimmung, dass die Pferde unter den Schutz von Gut Aiderbichl kommen.
Dann rief die Geisel selbst an. In dem Raum, in dem die beiden sich aufhielten, gab es zwei Telefonverbindungen. Die Amtsleitung, die von der Geisel bedient wurde und das Handy von Alfred Fuchs. Die Geisel war
nervlich am Ende und bat mich inständigst, die Pferde aufzunehmen. Ich erklärte ihr, dass wir die Entscheidung des Komitees abwarten müssen. Sie tat mir so unendlich leid.
Ich rief wieder bei der Polizei an und schilderte das letzte Telefonat. Wir kamen zu der Übereinkunft, dass es jetzt besser sei, mich verleugnen zu lassen. Dieter Ehrengruber, unser Geschäftsführer, übernahm das Telefon.
Er erhielt mehrere Anrufe von Alfred Fuchs und der Geisel. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Alfred Fuchs darauf bestand, dass er nur noch mit mir persönlich spricht. Da rief ich ihn an. Vorher war mit der Polizei besprochen worden, dass ich noch weitere zwei Stunden hinauszögern sollte. Die Beratung der Polizei half mir sehr in dieser Situation und mir wurde auch angeboten, dass ich jederzeit auf die Beratung eines erfahrenen Beamten vor Ort zurückgreifen kann.

Nun, bei meinem nächsten Anruf, erzählte ich Alfred Fuchs, dass ich mich an die Vorschriften unserer Satzung halten müsse und die fordert, dass jedes Tier, das auf Gut Aiderbichl aufgenommen wird, physisch von uns in Augenschein genommen werden muss. Eine Pferdewirtin sei bereits in Höhe Linz nach Klosterneuburg unterwegs. Auch ich würde gerne kommen und würde mich gleich ins Auto setzen. Freddy machte mir jetzt den Vorwurf, ich hätte mit der Polizei gesprochen und würde ihn hinhalten. Da erklärte ich ihm, dass wenn ich 16 Pferde aufnehme und diese bis an ihr
Lebensende bei uns bleiben dürfen, die Verantwortung für Kosten in Höhe von knapp 2 Millionen Euro übernehmen würde. Dass ich das nicht mit einem Fingerschnalzer machen kann und dass meine Zusage dann nicht rechtsgültig wäre. Das hat er eingesehen und stimmte weiteren zweieinhalb Stunden zu. Mein Versuch ihn in ein Gespräch zu verwickeln scheiterte an seiner Geduld. „Ich warte“ waren seine letzten Worte.
Eine dreiviertel Stunde später erfuhr ich, dass Alfred Fuchs nach Zigaretten verlangte. Bei der Übergabe der Schachteln brachte die Polizei die Geisel in Sicherheit und er erschoss sich.
Wie ging es mir danach, gestern Nacht und jetzt? Ich bin immer noch im Schock. Als mich die Nachricht erreichte, dass der Geisel nichts passiert ist, war ich zunächst erleichtert. Die ganze Zeit über stellte ich mir die Qual dieser Frau vor. Den Tod ständig vor Augen. Ich denke aber auch darüber nach, dass sich gesellschaftlich etwas ändern muss. Nicht jeder sollte Tiere kaufen können. Eine Selbstauskunft hätte dieses Drama verhindern können. Aus der wirtschaftlichen Lage von Alfred Fuchs wäre schnell erkennbar gewesen, dass er nicht im Stande ist 16 und mehr Pferde zu halten. Alfred Fuchs erzählte mir, er habe nicht geglaubt, dass er mich persönlich ans Telefon bekommt. Deshalb hätte er am Morgen einen 21jährigen Hengst „erlöst“. Dieser habe Arthrose gehabt. Genau da liegt ein großes Problem. Er durfte über Tiere entscheiden und glaubte, ihm stünde grundsätzlich seine eigene Rechtssprechung zu. Deshalb versuchte er, den Beamten zu töten… Wir müssen uns ändern

 


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