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Das Jahr 2020

Ein Mini-Schwein wächst über sich hinaus

Seit ein paar Tagen ist die „kleine“ Lucy eine echte Aiderbichlerin. Ihr eigentliches Herrchen, Daniel Chytra, hat sich schweren Herzens an Dieter Ehrengruber gewandt, da das eigentliche „Mini-Schwein“ immer größer geworden ist. Laut Züchter hätte Lucy klein bleiben sollen, ist am Ende jedoch zu einem Hängebauchschwein mit stolzen 60kg herangewachsen. Lucy hat nun 2,5 Jahre bei Daniel gelebt und sollte eigentlich ein Spielgefährte für seine Hündin Somabay sein. Leider ist Lucy mittlerweile so groß geworden, dass die Hündin (ein Border Collie) sich vor ihr fürchtet und die Wohnräume samt Garten einfach nicht artgerecht für das Hängebauchschwein sind. Lucy hat sich die letzten Monate vor allem als Spezialistin im „Küchen-Kastl-zerbeißen“ bewiesen und das Haus von Daniel ganz schön auf den Kopf gestellt. Sie hat sich auch einige Dinge von seiner Hündin abgeschaut und kann sogar apportieren.

Für Daniel ist es nun aber sehr wichtig, dass Lucy gemäß ihrer Natur leben kann. „Ich möchte Lucy ein Leben bieten, das ihrer Natur gerecht wird und dafür ist Gut Aiderbichl perfekt.“ Neben Hund und Schwein hat Daniel auch noch zwei gerettete Katzen bei sich Zuhause – Stritzi und Streuner. Beide Katzen wären eigentlich zum Tode verurteilt gewesen, doch Daniel konnte die beiden in letzter Sekunde retten, da er ein sehr großer Tierfreund ist.

 Lucy, Daniel Chytra und Dieter Ehrengruber

Seine Lucy hat sich vom Fleck weg sehr gut auf Gut Aiderbichl Henndorf eingelebt und genießt es einfach nur Schwein sein zu dürfen. Daniel hat uns versichert, dass er das Schwein schon bald wieder besuchen kommen wird und wir freuen uns auf seinen nächsten Besuch.

 

Statement zu Corona

Mit 6.000 geretteten Tieren und rund 250 Mitarbeitern haben wir eine sehr große Verantwortung für Tier und Mensch übernommen. Mit der Übernahme jedes einzelnen Tieres hat Gut Aiderbichl das Versprechen gegeben, sich um jedes Tier bis zum natürlichen Lebensende zu sorgen. Wir verfolgen die aktuelle Lage um den Coronavirus COVID-19 penibel und sind auch mit den zuständigen Behörden im ständigen Austausch. Wir können Ihnen versichern, dass wir auf den Coronavirus COVID-19 bestmöglich vorbereitet sind und uns strikt an alle öffentlichen Auflagen und darüber hinaus halten. Unsere drei Besucherhöfe in Henndorf, Deggendorf und Iffeldorf sind weiterhin täglich von 9-18 Uhr geöffnet. Unsere besuchbaren Güter sind ein Paradies für Mensch und Tier, inmitten der zahlreichen geretteten Tiere, in freier Natur und in frischer Luft.

 Unsere Tiere werden weiterhin rund um die Uhr von unseren Pflegern mit Futter, Liebe und den notwendigen Medikamenten versorgt, es wird auf die Anforderungen jedes einzelnen Tieres eingegangen. Wir sind unserer Verpflichtung nachgekommen entsprechende Futtervorräte für die Tiere anzulegen, um bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Sie können sich sicher sein, liebe Aiderbichler, dass bei uns das Wohl der Besucher, unserer Mitarbeiter und natürlich der Tiere an erster Stelle steht.

 

Eine gute Nachricht

Haben Sie schon einmal das Glück gesehen? Auf Gut Aiderbichl begegnet es uns tagtäglich. Es gibt Tage, da wirbeln einem stündlich negative Nachrichten um die Ohren und man weiß gar nicht, wie man weitermachen soll. Wie zum Beispiel jetzt gerade…

In Zeiten wie diesen schöpfen wir unsere Kraft bei den Tieren. Sie fragen nicht nach dem Warum, sondern sind einfach für uns da. Tiere halten zu uns, egal ob in guten oder schlechten Zeiten. Sie stehen uns in der Not bei, genauso wie wir ihnen in jeder Lage beistehen und alles für sie tun würden.

Gerade jetzt müssen wir alle zusammenhalten und nicht nur auf unsere Gesundheit schauen, sondern auch darauf, dass unsere geretteten Tiere tagtäglich mit Futter, Medikamenten und Liebe versorgt werden.

In dieser Zeit freut es uns umso mehr, Ihnen eine gute Nachricht zu übermitteln: Unsere Fleur wurde letzte Woche Mama. Anfangs wusste niemand, dass sie tragend war. Unsere Tiere haben ja alle ein gut gefüttertes Bäuchlein, und so dachten wir uns nichts dabei. Hendrik und Fleur kamen gemeinsam auf den Hof und Hendrik wurde dann gleich bei uns kastriert, aber er war wohl schneller. Ähem – da muss man wohl nichts mehr dazu sagen, oder? Hendrik ist ein glücklicher Papa und liebäugelt mit seinem kleinen Söhnchen „Calimero“. Diesen Namen haben Sie ihm gegeben, liebe Aiderbichler. Wir haben auf Facebook eine Namensumfrage gestartet und freuen uns sehr über diesen tollen und wirklich passenden Namen. Fleur schaut ihr Baby jeden Tag aufs Neue verliebt an und fragt: „Schaut, gefällt er euch? Er ist mein Geschenk an die Welt, damit die Menschen lachen und fröhlich sind, wenn sie ihn sehen, auch in dieser schlimmen Zeit!“ – voller Glück tänzelt sie um ihren kleinen Kamerunschaf-Sohn herum und stupst ihn mit der Nase zärtlich an.

Voller Neugierde auf das kommende, spannende Leben.

Zur Geschichte unseres Trios - Kyle, Fleur und Hendrik

Unser Kyle, ein braun-schwarzes Kamerunschaf, kam im Herbst 2019 nach Henndorf und wurde der allerliebste und beste Freund der kleinen Lisa, ebenfalls ein Kamerunschaf mit schwarzem Fell.

Kyle wurde ­– wie vor Jahren die kleine Lisa – mit der Flasche aufgezogen, da ihn seine Mutter nicht angenommen hatte. Die Besitzerin kontaktierte Gut Aiderbichl. Es war ihr unmöglich, Kyle im Garten zu halten und sie war richtigerweise auch der Ansicht, dass der kleine Spielgefährte einen artgerechten Stall brauche. Der Versuch, Kyle in seine Stammherde einzugliedern, war leider misslungen.
Kyle fand sein Glück mit Lisa. Leider ging es ihr schlechter und schlechter, und unsere Lisa starb und ließ einen traurigen Kyle zurück. Er suchte tagelang nach ihr. – Zum Glück wandte sich ein Kamerunschaf-Besitzer zu diesem Zeitpunkt wegen zwei weiterer Kamerunschafe an uns und sie konnten aufgenommen werden, als wäre es bestimmt gewesen. Und so war Kyle nicht mehr alleine.
Die kleine Fleur und Hendrik wurden aufgenommen und nun laufen Kyle, Fleur und Hendrik im Trio glücklich blökend über den Hof. Sie sind immer zu dritt unterwegs. Falls Sie sie suchen: Kyle hat ein kleineres Köpfchen als Hendrik, beide haben Hörner. Fleur ist eine besonders Hübsche und hat keine Hörner, aber ab nun wird wohl das kleine Kamerunschaf-Baby Calimero mit seiner Mama über den Hof laufen – aber vermutlich ohne Sombrero.

 

Nachruf - Heike ist über die Regenbogenbrücke gegangen

Niemand weiß, wann das Lebenslicht ausgeschaltet wird. Die Lebenskerze unserer geliebten Heike hörte gestern auf zu brennen. Sie ist in ihrem Stall gestorben, umgeben von Sammy, Sarah und Bambi. Unser Hoffen auf ein Weiterbrennen des schwachgewordenen Lichtleins verflog, Heike schloss ihre Augen für immer, zurück bleibt ein weinender Sammy.

Heike war in der Milchwirtschaft und brachte 2008 ihren Sohn Skippy zur Welt. Sie sollte geschlachtet werden, weil sie an Mastitis, einer chronischen Euterentzündung, litt und somit für die Milchwirtschaft wertlos war. Der Schlachthof wäre Heikes Endstation gewesen. Heike war die erste Kuh, die auf Gut Aiderbichl Kärnten mit ihrem Kälbchen Skippy aufgenommen wurde. Markus Leitner, Gutsleiter in Kärnten, hat sich von der ersten Sekunde an in Heikes sanftmütiges Wesen und in ihre wunderschönen großen Augen verliebt. Schweren Herzens ließ er sie vor einigen Jahren nach Gut Aiderbichl Henndorf übersiedeln.

Sie verliebte sich sofort Hals über Kopf in Sammy – ihre wunderschönen großen Kuhaugen mit elendslangen Wimpern „verschlangen“ den Schönen – die Liebe zu unserem Schotten wurde erwidert und sie war Sammys erste und wichtigste Frau. Er liebte sie über alles! Sie schleckte er rundum ab. Manchmal standen sie Maul an Maul, schauten sich an, schlossen die Augen und genossen – wie zwei Verliebte, ihr gemeinsames Leben, zu dem auch Sarah, Bambi und nebenan im Stall die Lamas gehören.

Wir standen und knieten um Heike und begleiteten sie auf ihrer letzten Reise. Tiefe Traurigkeit schwebte im Stall bis plötzlich Sammy um die Ecke kam. Er war aufgeregt. Unglaublich dicke Tränen liefen aus seinen Augen, nervös bewegte er seinen Kopf, ging langsam zu seiner Heike, versuchte sie hochzustubsen, bis er merkte „Meine Heike ist gegangen…“. Er blieb einfach stehen, mit gesenktem großem Kopf und die Tränen kullerten und kullerten.

Ein unglaublich trauriger Sammy und ebenso betroffene Pflegerinnen stehen da und weinen.

 

Das Licht wird für Dich weiterbrennen, liebe Heike. Du bleibst unvergessen im Herzen der Menschen und im Herzen Deines Sammy.

Wir werden den Menschen weiterhin von Dir erzählen – von Deiner Sanftheit und Deiner Klugheit, von allem was wir von Dir über die Rinder lernen durfte. Du bleibst in unser aller Herzen.

Picknicken auf Gut Aiderbichl

Ein Korb, voller gesunder Leckereien

Genießen Sie ein leckeres, regionales Picknick auf unserer weitläufigen Picknickwiese inmitten unserer zahlreichen geretteten Tiere. Die Picknickkörbe sind direkt in unserer Gastronomie erhältlich und mit vielen Leckereien gefüllt. Es gibt sowohl einen Picknickkorb "Vegetarisch" als auch einen Picknickkorb "Vegan". Wohlfühl-Atmosphäre ist auf jeden Fall garantiert!

 Unser Picknickkorb "Vegetarisch" eignet sich perfekt für alle die vegetarisches Essen lieben und einen netten Tag auf Gut Aiderbichl verbringen möchten. Der Korb beinhaltet folgende Speisen und Getränke:

Frisches Bauernbrot (2 Stück / Person)

Frische Brezeln (1 Stück / Person)

Grissini

Selbst gemachte Aufstriche: Obatzter, Erdäpfelkas, Kräuteraufstrich

Käse aus der Region

Jauseneier (von unseren geretteten Gut Aiderbichl Hühnern)

Snack-Gemüse je nach Saison (Gurken, Tomaten, Radieschen, Paprika, Karotten)

Obst je nach Saison (Erdbeeren, Himbeeren, Schwarzbeeren, Weintrauben, Melone)

Tageskuchen

Mineralwasserflasche

Getränke nach Wahl (1 Flasche / Person) - Aufpreis für Wein/Sekt

Preis für 2 Personen: € 30,-

Preis für 4 Personen: € 55,-

Pfand pro Korb und Decke: € 14,- (erhalten Sie bei Rückgabe des Korbs und der Decke zurück)

Unser Picknickkorb "Vegan" eignet sich perfekt für alle, die gerne veganes Essen genießen und einen netten Tag auf Gut Aiderbichl verbringen möchten.  Der Korb beinhaltet folgende Speisen und Getränke:

Frisches Bauernbrot (2 Stück / Person)

Frische Brezeln (1 Stück / Person)

Grissini

Selbst gemachte vegane Aufstriche: Hummus etc.

Snack-Gemüse je nach Saison (Gurken, Tomaten, Radieschen, Paprika, Karotten)

Obst je nach Saison (Erdbeeren, Himbeeren, Schwarzbeeren, Weintrauben, Melone)

Veganer Tageskuchen

Mineralwasserflasche

Getränke nach Wahl (1 Flasche / Person) - Aufpreis für Wein/Sekt

Preis für 2 Personen: € 30,-

Preis für 4 Personen: € 55,-

Pfand pro Korb und Decke: € 14,- (erhalten Sie bei Rückgabe des Korbs und der Decke zurück)

Wir freuen uns schon sehr darauf, Sie auf Gut Aiderbichl Henndorf begrüßen zu dürfen.

 

Der Gardist und seine Chanel –

Auf den Gütern von Gut Aiderbichl leben viele besondere Tiere mit besonderer Geschichte, so auch Polizeipferde. Geprägt von einem harten Training und viel Disziplin lernen Polizeipferde, sich in Demonstrationen mit vielen Menschen ruhig und diszipliniert zu verhalten. Sie tragen ihren Reiter stolz, durch ihre eigene Kraft beschützt, durch die oft schreiende und tobende Menge.

Der Gardist – ein Rappe zum Verlieben so schön

Der Gardist wurde im Jahre 2012 dienstuntauglich erklärt und kam aus Stuttgart nach Gut Aiderbichl Henndorf. Aktuell ist der wunderschöne, intelligente Rappe 28 Jahre alt und genießt sein Pensionistenleben im A-Stall – der besondere Stall von Gut Aiderbichl für die älteren Pferde.Viele Jahre hat Gardist seinen Bereiter getragen. So manche Bierflasche, die im Zuge einer Demonstration dem Polizisten gegolten hat, hat den Körper des Gardist getroffen, ohne, dass dieser sich dagegen gewehrt hätte. Ohne mit der Wimper zu zucken, hat er so manche Gewaltausbrüche diszipliniert hingenommen. Was er sich wohl gedacht hat?

Der Grundsatz der berittenen Polizei ist, dass trotz aller Dienstbeflissenheit, die Verantwortlichkeit für das Tier als Mitgeschöpf nicht vergessen wird.

Vor ein paar Jahrzehnten war dieser Grundsatz niemandem wichtig. Ein ausgedientes, altes Pferd wurde dem Pferdehändler übergeben. Der Weg für die Tiere führte sie in die Schlachthöfe des Südens oder des Ostens. Die aktive Lebenszeit des Pferdes war den Menschen wichtig, Pferde, die älter wurden und ihre Leistung nicht mehr brachten, wurden verkauft.

Der Gardist und seine Herzensliebe - Chanel

Ausgedient für die Polizei, jedoch nicht zu alt für die Liebe. Der Gardist und seine Chanel strahlen so viel Liebe und Zuneigung aus, dass einem das Herz aufgeht ob soviel Gefühl zweier Pferde.  Chanel kam 2011 zu uns, sie hätte eingeschläfert werden sollen, weil die damals 19-jährige Warmblutstute keinen Platz mehr in ihrem Stall hatte. Ein Aiderbichler, der sich in die liebenswerte Stute verliebt hatte, setzte sich dafür ein, dass sie auf Aiderbichl aufgenommen werden konnte.

Alle Hektik und allen Stress vergisst der Mensch, wenn er die Tiere beobachten kann. Man wird so ruhig und besonnen als sei man selbst ein Pferd, das in der Sonne des Lebens steht und den sanften Wind des Alters und seinen Partner liebt.

So wie diese beiden wunderschönen Tiere, können wir zur Zeit rund 750 Pferden ein sicheres und behütetes Zuhause geben, darunter sind ehemalige Turnierpferde, Zirkuspferde, Schulpferde u.v.a.m. Nur dank Ihrer wertvollen Unterstützung können wir diesen treuen und liebevollen Tieren ein sicheres und liebendes Zuhause geben. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin mit einer Spende oder einer symbolischen Patenschaft. Vielen Dank, im Namen der Tiere.

 

Melissa und Joe

Wohl jeder von uns kennt die Geschichte von Heidi und Peter auf der Alm. In etwa so ein Leben führten einst Melissa und Joe, inmitten der schönsten Berglandschaft. Das stämmige ca. 20-jährige Pony und der kleine, aber stattliche ca. 15-jährige Esel lebten gemeinsam über 10 Jahre auf einer Alm in Kärnten. Tag für Tag genossen die beiden die frische Almluft und freuten sich jedes Mal, wenn ihr Herrchen zu ihnen auf die Alm kam, um sie zu füttern und zu liebkosen. Melissa und Joe horchten dem Kärntner Bauern aufs Wort und immer wenn er mit dem Traktor angefahren kam und nach ihnen rief, kamen sie auch schon angerannt und wieherten wie verrückt.

Doch dann eines Tages kam der Bauer plötzlich nicht mehr … Melissa und Joe fragten sich, wo er nur bleiben würde und warteten die ganze Nacht, jedoch vergeblich. Dann am nächsten Morgen wurde es plötzlich hektisch, Rettungswägen, Autos und viele Menschen umzingelten die Hütte, bei der sie immer auf ihr Herrchen warteten. Die beiden wurden langsam nervös, da sie nicht so recht wussten, was hier geschah …

Manchmal passieren Dinge, die nicht in Worte zu fassen sind ... Das mulmige Gefühl von Melissa und Joe hatte sich leider bestätigt. Ihr Herrchen war an jenem Tag tragischerweise mit dem Traktor abgestürzt und konnte leider nicht mehr gerettet werden. Melissa und Joe hatten die ganze Nacht über ihn gewacht und waren stets an seiner Seite gewesen. Doch was sollte nun aus ihnen werden? Man hat den beiden ihre Trauer richtig angemerkt.

Für die Tochter des Bauern war es leider nicht möglich, Melissa und Joe bei sich aufzunehmen und so erreichte uns ein trauriger Brief. Für Pony und Esel wird ein schöner Platz für ihre Rente gesucht, so hätte es auch ihr Vater gewollt. Beim Lesen des Briefs war Dieter Ehrengruber sofort klar, dass die beiden nach Gut Aiderbichl gehören und so machten wir uns auf den Weg die beiden abzuholen.

 

Da waren sie noch auf der Alm, Joe und Melissa

Die Alm auf der Joe und Melissa Zuhause waren, war ziemlich schwer zu erreichen, doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und so erreichten wir nach fast 5 Stunden holpriger Autofahrt die Alm. Nach viel Rufen und Kraxeln fanden wir Pony und Esel schlussendlich inmitten einer Rinderherde und freuten uns sehr, die beiden endlich kennenzulernen. Doch bevor sie uns nach unten begleiteten, wurden alle Rinder noch ausgiebig verabschiedet, als hätten Melissa und Joe innerlich schon gewusst, dass sie nun in ihre neue Heimat aufbrechen würden.  

Herzlich Willkommen auf Gut Aiderbichl Henndorf

Alle Neuankömmlinge werden natürlich direkt von unseren anderen Tieren begrüßt, allen voran von unseren vielen Eselchen. Besonders Joe wusste nicht so recht, wie ihm geschah, denn da waren plötzlich so viele Tiere, die alle genauso aussahen wie er. Auch Melissa war ganz entzückt von den vielen Ponys. Aktuell sind die beiden noch am Sandplatz, doch schon bald dürfen sie in den Freilauf zu all unseren anderen geretteten Tieren und wir sind sehr froh, dass die beiden nun für immer Aiderbichler sind. Wir sind uns sicher, dass ihr Herrchen von oben glücklich auf sie herabschaut und in Gedanken stets bei seinen zwei geliebten Tieren ist.

 

Paula und Lotte

Geht nicht, gibt’s nicht … gibt es in allen Sprachen der Welt. Diese Gedanken gelten für alle Lebensbereiche und sind einer der Hauptgedanken in der Aiderbichler Philosophie, wenn es um die Tiere geht. Wir lernen von den Tieren das Überleben, das Weitermachen, das Hinfallen aber gleich wieder aufstehen und das Weiterleben, weil es immer einen Weg gibt.

Behinderungen können verlangsamen, doch muss man deshalb nicht sterben

Unter der großen Zahl der geretteten Tiere auf den Höfen von Gut Aiderbichl gibt es viele, die blind sind, die humpeln, Gelenksprobleme haben, Schlucklähmungen haben, taub sind oder: einfach alt sind.
Handicaps verlangsamen den Stoffwechsel und die geistige und körperliche Be-wegungsfreiheit. Das wichtigste Zeichen für Lebensfreude ist Fressen, Nähe suchen, aus dem Stall wollen und wahrgenommen werden wollen.

 

Paula (sitzend) und Lotte treffen in ihrem neuen Zuhause ein und werden gleich begrüßt.

Eine tierliebende Familie zählte zu seinen Familienmitgliedern auch Paula und Lotte, zwei Minischweine. Die beiden lustigen Schweine lebten in einem riesigen Garten. Eines Tages hörte man aus dem Garten ein herzzerreißendes Quietschen. Was war passiert? Lotte und Paula waren wie immer auf der Wiese herumgetollt und plötzlich konnte sich Paula nicht mehr bewegen. Der herbeigerufene Tierarzt punktierte die Stelle im Bereich der hinteren Beinchen – es war zu spät. Paula zeigte Lähmungen und wird mit ihren Hinterbeinchen wohl nie wieder laufen können.

Gibt es einen Tag, an dem es kein Tier zu retten gilt? Kaum, und Dieter Ehrengruber meinte „Paula und Lotte können kommen, wir schaffen das!“. – Geht nicht, gibt’s nicht.

Gebettet auf einem dicken Strohbett gibt Paula zu verstehen, dass es ihr gefällt und Lotte oinkt mit den „Zaungästen“. Beide machen einen glücklichen, zufriedenen Eindruck. Paulas Handicap ist nicht mehr zu ändern, aber unsere Tierpflegerinnen hatten eine tolle Idee.

Ein kleiner, schweinegerechter Rollstuhl für Paula muss her

Paula verlagert aktuell das Gewicht nach vorne und die Hinterbeinchen helfen beim Vorwärtsrutschen am Stroh. Sie macht es so, als wäre es niemals in ihrem Leben anders gewesen. In Kürze werden wir versuchen, ob Paula es auch schafft sich mit unserem schweinegerechten Rollstuhl fortzubewegen. Wir sind zuversichtlich. Paula oinkt: „Natürlich weiß ich, dass irgendwas mit mir anders ist, aber es geht mir gut, Lotte und ich haben Spaß und hier gibt es so viele Freunde, die mir auch Mut zusprechen.“ – Geht nicht, gibt’s nicht. 

Mit Ihrer Hilfe, liebe Aiderbichler und Tierfreunde, können wir tagtäglich so vielen Tieren in größter Not helfen. So wie Paula und Lotte. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin mit einer Spende oder einer symbolischen Patenschaft. Ein Besuch der beiden lohnt sich allemal.

 

Aiderbichl in Zahlen 2020: 

Besucher seit 01.01.2003 auf unseren besuchbaren Gütern: 3.500.000

Hunde unter unserem Schutz: 743

Unsere MitarbeiterInnen leisteten über 420.000 Arbeitsstunden im Jahr.

Die Pferdewirte in Henndorf gehen rund 32.000 Schritte pro Tag. - Das sind ca. 22 km pro Tag!

Behandlungen durch Hufschmiede: 5.000

Halfter, die im Jahr 2020 benötigt wurden: 125 Stück