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Haflinger Sopherl

Farbe: braun
Geschlecht: Weiblich
Geburtsdatum: 12.04.1998
Alter: 21 Jahr(e)

 

Für einen kurzen Moment die Zeit anhalten: Wenn auf Gut Aiderbichl bewegende Szenen geschehen, dann fangen wir solche Augenblicke auf Film und Foto ein, schreiben die ganze Geschichte auf und schaffen es so, dass Momente mit Seltenheitswert auch noch Jahre später erinnert werden können. Aber kein noch so ergreifender Film kann das wieder beleben, was wir alle damals gefühlt haben, als die Stute Chatleen ihr Fohlen Baricello nach einer langen Zeit der Trennung endlich wiedertraf. In unserem Gedächtnis speichern wir das glückliche Wiedersehen der beiden als kostbare und einzigartige Erinnerung ab und zehren davon, wenn die Glücksmomente sich rar machen. Für  Fohlen Simon hatte sich das Glück ganz davon geschlichen. Hinter ihm lag die Trennung von seiner Mutter Sopherl, vor ihm der Todestransport nach Italien. Die Mutterstute stand längst bei ihrem neuen Besitzer, der für ein Fohlen keine Verwendung hatte.  Sohn Simons letzte Etappe auf dem Weg in den Tod aber brachte den geplanten Ablauf ins schleudern. Das Fohlen rutschte auf der Rampe des Transporters aus und der Fahrer des LKWs lehnte die Mitnahme des verletzten Tieres ab. Die Tierärztin Dr. Spielvogel wurde verständigt, ebenfalls wir auf Gut Aiderbichl. Der kleine Hengst Simon hatte eine Gehirnerschütterung erlitten und brauchte Betreuung. So zog ein neuer Bewohner auf Gut Aiderbichl ein. Doch Simon machte uns Sorgen. Apathisch verbrachte er die Tage in seiner Box und kein noch so aufmunterndes Wiehern seiner Artgenossen ließ ihn fröhlicher werden. Unser Streicheln, Trösten und gutes Zureden erreichte ihn nicht. Wir waren ratlos – litt Simon unter den Folgen des Sturzes oder machte ihn die Trennung von seiner Mutter so lebensmüde? Zur gleichen Zeit probte 100 km entfernt Sopherl, die Stute, den Aufstand. Sie war außer sich über die Trennung von ihrem Sohn und demolierte aufgebracht randalierend ihre Box. Ihr Besitzer wollte in Urlaub fahren und hatte die Stute vorübergehend bei einem Händler eingestellt – derselbe, der Gut Aiderbichl über die Verletzung von Fohlen Simon informiert hatte. Ein weiterer Anruf bei uns brachte den Stein ins Rollen – wir kauften Sopherl frei und brachten sie nach Gut Aiderbichl.

 

Und da war es, das ‚déjà vu’: Als die beiden sich endlich wieder sahen, berührte uns das ebenso sehr, wie damals die Familienzusammenführung von Chatleen und Baricello.  Sopherl hatte zwar keine Milch mehr, aber das tat ihrer unbändigen Freude keinen Abbruch. Sie sprang wie ein Lipizzaner mit allen vier Beinen in die Luft vor lauter Glück. In solchen Momenten verdrücken wir zwar verschämt das ein oder andere Tränchen, aber wir erleben auch zum ersten Mal, dass wir die Zeit nicht anzuhalten brauchen. Das Gute wiederholt sich, wenn wir uns Mühe geben. Auch wenn die schönsten Momente flüchtig sind – wir wissen, dass sie wiederkommen.

 


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