Unsere Geschichte

Gut Aiderbichl ist seit über 20 Jahren im Einsatz für Tiere und eine ganz wichtige Institution für den Tierschutz in ganz Europa. Auf unseren Heimathöfen in mittlerweile 6 europäischen Ländern leben über 6.000 gerettete Tiere, die aus den unterschiedlichsten Lagen gerettet wurden. Wir garantieren jedem Tier ein sicheres und geborgenes Zuhause bis an das natürliche Lebensende.

Bereits vor der Gründung im Jahr 2001 hat sich Michael Aufhauser für Tierrechte stark gemacht. Gemeinsam mit Dieter Ehrengruber wurde das Gut Aiderbichl zu einer treibenden Kraft, die nicht nur in den ersten Jahren für Aufsehen erregt hat, sondern es auch jetzt noch tut, denn Tiere sind unser Leben. Gemeinsam kämpfen wir Jahr für Jahr um faire Bedingungen für Tiere und geben ihnen eine Stimme.

Wie wir uns entwickelt haben

Der Gut-Aiderbichl-Rückblick

Das Jahr 2020

Aiderbichl in Zahlen 2020:

  • Besucher seit 01.01.2003 auf unseren besuchbaren Gütern: 3.500.000
  • Hunde unter unserem Schutz: 743
  • Unsere MitarbeiterInnen leisteten über 420.000 Arbeitsstunden im Jahr.
  • Die Pferdewirte in Henndorf gehen rund 32.000 Schritte pro Tag. – Das sind ca. 22 km pro Tag!
  • Behandlungen durch Hufschmiede: 5.000
  • Halfter, die im Jahr 2020 benötigt wurden: 125 Stück

Statement zu Corona

Mit 6.000 geretteten Tieren und rund 250 Mitarbeitern haben wir eine sehr große Verantwortung für Tier und Mensch übernommen. Mit der Übernahme jedes einzelnen Tieres hat Gut Aiderbichl das Versprechen gegeben, sich um jedes Tier bis zum natürlichen Lebensende zu sorgen. Wir verfolgen die aktuelle Lage um den Coronavirus COVID-19 penibel und sind auch mit den zuständigen Behörden im ständigen Austausch. Wir können Ihnen versichern, dass wir auf den Coronavirus COVID-19 bestmöglich vorbereitet sind und uns strikt an alle öffentlichen Auflagen und darüber hinaus halten. Unsere drei Besucherhöfe in Henndorf, Deggendorf und Iffeldorf sind weiterhin täglich von 9-18 Uhr geöffnet. Unsere besuchbaren Güter sind ein Paradies für Mensch und Tier, inmitten der zahlreichen geretteten Tiere, in freier Natur und in frischer Luft.

Unsere Tiere werden weiterhin rund um die Uhr von unseren Pflegern mit Futter, Liebe und den notwendigen Medikamenten versorgt, es wird auf die Anforderungen jedes einzelnen Tieres eingegangen. Wir sind unserer Verpflichtung nachgekommen entsprechende Futtervorräte für die Tiere anzulegen, um bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Sie können sich sicher sein, liebe Aiderbichler, dass bei uns das Wohl der Besucher, unserer Mitarbeiter und natürlich der Tiere an erster Stelle steht.

Das Jahr 2019

Aiderbichl in Zahlen 2019:

  • Besucher seit 01.01.2003 auf unseren besuchbaren Gütern: 3.500.000
  • Hunde unter unserem Schutz: 743
  • Unsere MitarbeiterInnen leisteten über 420.000 Arbeitsstunden im Jahr.
  • Die Pferdewirte in Henndorf gehen rund 32.000 Schritte pro Tag. – Das sind ca. 22 km pro Tag!
  • Behandlungen durch Hufschmiede: 5.000
  • Halfter, die im Jahr 2019 benötigt wurden: 125 Stück

Was ist im Jahr 2019 passiert:

Die Inhaber Deutschlands wohl bekanntester Partymarke Ballermann®, Annette und André Engelhardt, haben ihre Pferderanch in Niedersachsen an Gut Aiderbichl verschenkt.

„Unsere Tochter will die Ballermann Ranch nicht weiter führen. Verkaufen kam nicht in Frage, unser Lebenswerk sollte erhalten bleiben. Um dies zu gewährleisten war die Schenkung an Gut Aiderbichl nur logisch.“ So bleibt die Ballermann Ranch sowie der Name und die Geschichte bestehen. Es werden hier noch Generationen glücklicher Pferde leben können. Die Engelhardts leiten die Ranch und investieren weiterhin in den Ausbau und die Erweiterung des Paradieses. „Ballermann“ steht seither nicht mehr allein für Partys, sondern auch für gerettete Tiere.

Neben zwei Pony-Buchten entstand eine Kaltblut-Suite, die es Gut Aiderbichl spontan ermöglichte, drei körperlich wie auch seelisch verletzte Kaltblutstuten zu retten, die heute mit der großen Herde über die Koppeln donnern.

Doch damit nicht genug. „Als uns Dieter Ehrengruber beschrieb, welch trauriges Schicksal viele Esel oftmals erleiden müssen, haben wir kurzerhand unsere Autos aus den Garagen geworfen und ein Eseldorf errichtet, das nun 16 Eseln ein sicheres Zuhause gibt“, so André Engelhardt. Ein Zuhause, in dem kurz vor Weihnachten die zwei kleinen Esel-Babys „Harry & Sally“ in der Geborgenheit ihrer geretteten Eselfamilie das Licht der Welt erblickten. „Mit Freude werden wir auch weiterhin einen Großteil der Lizenzeinnahmen aus der Verwertung der Marke Ballermann in die Ranch und gemeinsame Tierrettungsprojekte investieren.“, versichern Annette und André Engelhardt. Übrigens, die Gut Aiderbichl Ballermann Ranch ist besuchbar. Jeden ersten Samstag im Monat um 10 Uhr, findet eine ca. zweistündige Führung statt. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Weiterhin gibt es für Vereine und größere Gruppen ab 10 Personen die Möglichkeit der gesonderten Terminvereinbarung. Mehr Informationen unter: www.ballermann-ranch.com

Mr. Greys Geschichte

Mr. Grey wurde außerhalb von Bukarest, neben einer Bushaltestelle liegend von einer rumänischen Tierschützerin gefunden. Zunächst dachte sie, er wäre tot, denn es war keinerlei Rührung bzw. keine Atmung zu erkennen. Dem nicht genug, das arme Tier lag mit aufgeschnittenem Hals am Straßenrand, wie weggeworfener Müll. Die Tierschützerin war bin ins Innerste geschockt, eilte geistesgegenwärtig zu dem reglosen Körper und erkannte glücklicherweise noch schwache Anzeichen von Leben. Sie brachte Mr. Grey, gemeinsam mit einer weiteren Tierschützerin, sofort zu einem Tierarzt, der ihn in allerletzter Sekunde vor dem sicheren Tod retten konnte und alle sichtbaren Wunden verarztete. 

Die Heilung der inneren – seelischen – Wunden würde noch viel Zeit benötigen. 

Mr. Grey konnte sich zunächst im Shelter der Tierschützerin erholen und kam langsam zu Kräften, konnte wieder alleine aufstehen und trinken. Die tierliebende Retterin kontaktierte Gut Aiderbichl und bat um Hilfe. Nur einige Zeit später kamen die Aiderbichler Gutsleiter Anita und Klaus,  um den armen Hund im Zuge der Gut Aiderbichl Streuner-Aktion abzuholen. Doch Mr. Grey lag zusammengekauert im Eck und knurrte die erfahrene Aiderbichlerin bedrohlich an. Trotzdem gelang es, dem verschreckten und traumatisierten Hund ein Geschirr anzulegen und in eine Transportbox zu setzen. Mr. Grey knurrte weil er einfach schreckliche Angst hatte. Angst aus Erfahrung.

Das misshandelte Tier war ab nun das erste Mal in seinem Leben kein obdachloser Hund mehr. Er musste nun nicht mehr hungrig und ängstlich schlafen gehen. Damit war es nun vorbei, er wurde Aiderbichler auf Lebenszeit!

Zwei Kilometer vor Gut Aiderbichl in Maria Schmolln ließ Anita Mr. Grey, der realisierte, dass sich etwas in seinem Leben zum Guten wendet, aus dem Auto. Gemeinsam ging man das letzte Stück zu Fuß, er sollte ein Gefühl von Ankunft erfahren, langsam sein neues Zuhause kennenlernen und erschnuppern. Innerhalb einiger weniger Wochen hat sich Mr. Grey in sein neues Zuhause eingelebt und wurde Teil eines 16-köpfigen Hunderudels.

Mr. Grey hat in seinem Leben Unsagbares durchmachen müssen. Er musste die schlechtesten Eigenschaften der Menschen kennenlernen und in die tiefsten Abgründe blicken. Mit seiner Rettung hat er sich bewusst erneut auf uns Menschen eingelassen. Er hat sich auf uns verlassen, uns vertraut und uns eine Chance gegeben zu zeigen, dass es auch anders geht, dass es ein Miteinander von Mensch und Tier gibt. Gut Aiderbichl ist die Heimat der geretteten Tiere, wir sind die starke Stimme von Tieren und helfen, wo es möglich ist. Bitte unterstützen Sie uns in unserer Arbeit und helfen Sie mit einer Spende oder einer symbolischen Patenschaft für Mr. Grey oder unseren vielen anderen geretteten Tieren!

Das Jahr 2018

Aiderbichl in Zahlen 2018: 

Affen Refugium: Verbrauch

  • Rund 6.000 Liter Milch
  • Rund 2.000 Stk. Eier
  • Rund 1.800 Portionen Joghurt
  • Rund 3.000 Salatköpfe
  • Rund 11.000 Kg Obst
  • Rund 58.000 Kg Gemüse

Mitarbeiter und Besucher:

Unsere MitarbeiterInnen leisteten über 400.000 Arbeitsstunden im Jahr.
Die Pferdewirte in Henndorf gehen rund 32.000 Schritte pro Tag. – Das sind ca. 22 km pro Tag!

Über 5.000 Behandlungen führen die Hufschmiede auf unseren Höfen durch!

Unsere drei Besucherhöfe (Gut Aiderbichl Henndorf, Deggendorf und Iffedorf) verzeichneten bereits über 3 Millionen Besucher!

Stefan überlebte das Flammeninferno!

Stefan, ein Fleckvieh-Stierkalb, wurde am 30.01.2017 in Tirol geboren. Zwei Monate später wurde nach Bergheim bei Salzburg gebracht und dann weiter nach Niederösterreich transportiert, wo er in dem Mastbetrieb lebte, bis zu jenem Tag, der ihn fast das Leben gekostet hätte.

In einer kleinen Gemeinde in Niederösterreich brannte die Stallung, in der auch Stefan mittlerweile lebte. 124 Feuerwehleute, dazu das Rote Kreuz waren im Einsatz. Aber es waren nicht Menschen, die von dem Brand betroffen waren. Etwa 80 männliche Rinder standen in den Stallgebäuden. Etwa 40 kamen qualvoll bei der Katastrophe ums Leben. In dem Teil der Stallung, in der Stefan stand, war er der einzige Überlebende. Etwa 80 Prozent seiner Haut waren verbrannt. Stefan kam über Umwege nach Gut Aiderbichl, unsere Tierpfleger waren mit einem so schlimm verbrannten Tier noch nie konfrontiert. Doch Stefan verhielt sich absolut brav und war den Menschen gegenüber nicht scheu – ganz im Gegenteil. Seine Haut bedarf täglicher Pflege – auch heute noch, einige Monate nach seiner Ankunft. Die Versorgung nimmt täglich mindestens eine Stunde in Anspruch, hinzu kommt regelmäßige tierärztliche Kontrolle. Weil das Fell fehlt, von dem wir nicht wissen, in wie weit es nachwachsen wird, muss er gegen Kälte, Nässe oder Sonne geschützt werden. Aber Stefan ist auf dem Wege der Besserung und freut sich nun über jeden Besuch.

Gertraud Gruber feierte ihren 97. Geburtstag

Gertraud Gruber, Gründerin der ersten Schönheitsfarm Europas und langjährige Aiderbichlerin feierte ihren 97. Geburtstag.

Die große Tierfreundin, dank deren Unterstützung das Gut Aiderbichl Iffeldorf – der Gertraud-Gruber-Osterseehof – erst möglich wurde, stattete an ihrem Ehrentag natürlich den geretteten Tieren von Gut Aiderbichl Iffeldorf einen Besuch ab.

Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber hatte bei ihrer Ankunft eine Überraschung vorbereitetet: Alle Mitarbeiter und die Tiere standen Spalier, um Gertraud Gruber zu empfangen und ihr von Herzen alles erdenklich Gute zu ihrem Geburtstag zu wünschen. Wir danke Gertraud Gruber von Herzen für ihr Engagement, ihre Tierleibe und wünschen ihr weiterhin alles erdenklich Gute!

Danke im Namen der geretteten Tiere!

Waisenfohlen Chris – nach fünf Tagen verlor er seine Mutter

Am 24. April 2018 erblickte das kleine Shetlandpony-Fohlen Chris auf einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb im Salzburger Land das Licht der Welt. Seine Mutter kümmerte sich liebevoll um ihr Fohlen. Bereits nach kurzer Zeit stand Chris wacklig auf eigenen Beinen und trank die erste wichtige Milch. Alles schien perfekt, doch bereits am nächsten Tag verschlechterte sich der Zustand der Pony-Stute zusehends. Sie wurde tierärztlich versorgt, aber es zeigte sich keine Besserung. Sie wurde immer schwächer und konnte Chris nicht mehr säugen. Das Leben von Mutter und Fohlen stand auf dem Spiel. So wandte sich ihr Besitzer an unsere Pferdewirtin Martina und fragte nach, ob sie eine Ammenstute wisse, die den kleinen Chris aufziehen könnte.

Doch Ammenstuten sind selten und selbst wenn sich eine findet, heißt das nicht automatisch, dass sich Ziehmutter und Fohlen verstehen. In Absprache mit Dieter Ehrengruber schlug Martina vor, Mutter und Fohlen in die Pferdeklinik zu verbringen, wo sie unter ständiger Kontrolle standen. Noch in der Nacht machte sich unser Team auf den Weg und hoffte, dass es noch nicht zu spät sein würde.

Die Pony-Stute wurde in der Klinik umgehend behandelt – die Tierärzte ließen nichts unversucht und kämpften verzweifelt um das Leben der Stute. Doch sie sollten den Kampf drei Tage später verlieren. Der kleine Chris wurde nach nur fünf Tagen zum Waisenfohlen. Eine Aufzucht mit der Flasche konnte der Besitzer von Chris nicht gewährleisten. Schließlich bedeutet dies, das Fohlen alle zwei Stunden mit der Flasche zu füttern – auch nachts! So erklärte sich Martina dazu bereit, diese wichtige Aufgabe – gemeinsam mit ihrem Team – zu übernehmen. Doch eines war von Anfang an klar: Chris brauchte Artgenossen und vor allem eine Ziehmama, die ihm all das beibringt, was ein Pony zum Leben braucht. Martina überlegte, welches Pony in Frage käme und schließlich kam nur ein Pony, das ruhig und gelassen ist, in die engere Auswahl: Bubi. Richtig – ein Pony-Wallach – also ein Ziehpapa. Kurzerhand verluden wir ihn auf den Hänger und machten uns auf den Weg in die Pferdeklinik, um den kleinen Chris abzuholen. Gespannt blickten die Ärzte und wir der ersten Begegnung von Bubi und Chris dort entgegen. Würde es funktionieren? Wir hofften und bangten – und siehe da: Bubi und Chris verstanden sich auf Anhieb. Ganz vorsichtig näherte sich Bubi dem kleinen Waisenfohlen und gab ihm zu verstehen, dass er nun für ihn da sein würde.

Uns allen fiel beim Anblick dieser rührenden Szene ein großer Stein vom Herzen. Schließlich verluden wir die beiden und machten uns auf den Weg Richtung Gut Aiderbichl Henndorf, wo die beiden schon voller Vorfreude erwartet wurden. Eine Box war schon für die beiden vorbereitet. Alle zwei Stunden wird der kleine Chris nun mit Milch gefüttert. Direkt daneben steht Bubi, der treuherzige Ziehpapa, der dann genüsslich an einer Karotte kaut, aber gleichzeitig immer ein wachsames Auge auf Chris hat. Noch besteht das Leben des kleinen Pony-Hengstes hauptsächlich aus essen und schlafen. Aber er hat auch schon die ersten Schritte über das Gut gewagt und schon bald wird ihm Bubi zeigen, was das Leben auf Gut Aiderbichl alles zu bieten hat. Chris stehen, wenn er gesund bleibt, etwa 35 bis 40 Jahre bei uns bevor. In dieser Zeit werden wir alles Erdenkliche tun, um ihm ein tier- und artgerechtes Leben bei bestmöglicher Haltung und Versorgung zu bieten.

Das Jahr 2017

Aiderbichl in Zahlen:

Affen Refugium: Verbrauch

  • Rund 6.000 Liter Milch
  • Rund 2.000 Stk. Eier
  • Rund 1.800 Portionen Joghurt
  • Rund 3.000 Salatköpfe
  • Rund 11.000 Kg Obst
  • Rund 58.000 Kg Gemüse

Mitarbeiter und Besucher:

Unsere MitarbeiterInnen leisteten über 400.000 Arbeitsstunden im Jahr.

Die Pferdewirte in Henndorf gehen rund 32.000 Schritte pro Tag. – Das sind ca. 22 km pro Tag!

Über 5.000 Behandlungen führen die Hufschmiede auf unseren Höfen durch!

Unsere drei Besucherhöfe (Gut Aiderbichl Henndorf, Deggendorf und Iffedorf) verzeichneten bereits über 3 Millionen Besucher!

 

Wieder ist ein Aiderbichl-Jahr vorbei. Tierschicksale kennen keinen Jahresrhythmus, keine Wochenenden, Feiertage, keine Ferien oder Ruhezeiten, bei denen man sich nur für Notfälle bereithält. Gerade das macht unsere Arbeit aus, dass wir immer am Ball sind und offen und aufmerksam bleiben für Tierschicksale. Und da wir tagtäglich mit so vielen Schicksalen konfrontiert sind, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Jahresrückblick zu erstellen, in dem wir auf die bewegendsten und berührendsten Momente des Jahres 2017 zurückblicken. Ständig erleben wir so viele Momente, die einfach in der täglichen Arbeit untergehen und in der Regel nie veröffentlicht werden. In diesem Jahresrückblick haben wir uns die Freiheit genommen, diese Geschichten authentisch und ausführlicher darzustellen, so dass sie für uns und für Sie nicht in Vergessenheit geraten. Es soll die Arbeit des Gut Aiderbichl Teams verdeutlichen. Was hier alles liebevoll und kompetent für Tiere getan wird.

Unsere geliebte Lucy (geb. 2000, verstorben am 24.02.2017)

Unsere Lucy (16) war eine „Mitbegründerin“ von Gut Aiderbichl. Tierfreunde hatten sie damals aus einem spanischen Tierheim gerettet, doch Lucy war so traumatisiert, dass sie schließlich zur Aiderbichlerin wurde. Sie gehörte zur Rasse der spanischen Jagdhunde, für die es in Spanien teils recht merkwürdige Vorbereitungen auf ihre Aufgaben gibt. So lässt man sie dort einfach längere Zeit hungern, damit sie ganz schnell die Fährten von Hasen oder Fasanen aufnehmen. Diese „Vorbereitungen“ haben Lucy bis zuletzt geprägt. Ihr Hunger schien unstillbar – als wollte sie für „schlechte Zeiten“ vorsorgen. Ein weiteres Trauma war ihre Panik vor lauten Geräuschen, wie zum Beispiel Kirchenglocken oder Feuerwerk. Hörte sie nur im Fernsehen Kirchenglocken, so bekam Lucy gleich Angst und versteckte sich. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als Lucy damals zu uns kam. Ihr Schicksal berührte mich und von Anfang an verband uns etwas Besonderes. Lucy begleitete Michael und mich überall hin. Sie liebte die Ausflüge nach Gut Aiderbichl und mit ihrer freundlichen, liebevollen Art zog sie jeden in ihren Bann. Sie war es auch, durch die DJ Ötzi 2004 auf Gut Aiderbichl Henndorf seine Angst vor Tieren überwinden konnte. Michael Aufhauser zeigte ihm, dass kein Tier von Natur aus böse ist und ganz zögerlich überwand DJ Ötzi schließlich seine Furcht und streichelte Lucy. Ein Moment, der ihm und uns immer in Erinnerung bleiben wird. Lucy liebte das „Miteinander“. Sie genoss das Spielen mit ihren Freundinnen Jeanny, Snoopy, Rikki und Lulu, und gönnte sich danach gerne ein Nickerchen in der Sonne. Lucy war mit ihrer fürsorglichen Art etwas ganz Besonderes – auch für meine Tochter Laura. Lucy liebte Laura über alles und wich ihr von Anfang an nicht von der Seite. Sie schienen förmlich auf einander aufzupassen und beide verband eine besondere Freundschaft. Natürlich machten sich auch bei Lucy mit zunehmendem Alter die ersten Wehwehchen bemerkbar. Alles ging etwas langsamer und Lucy war nicht mehr ganz so stürmisch. Aber Lucy verlor in keiner Minute ihre Freude am Leben – im Gegenteil. Sie freute sich über jeden Tag und zeigte uns, wie schön es sein kann, das Leben einfach nur zu genießen. Und wir freuten uns jeden Tag darüber, dass wir ein Teil von Lucys Leben sein durften.

Lucy hatte zu Michael Aufhauser immer eine ganz besondere Beziehung. Sie wich ihm kaum von der Seite und nach seiner schweren Erkrankung im Mai 2015 fokussierte sie sich noch stärker auf mich. Lucy nahm meine Freuden und Sorgen sofort wahr – sie kannte mich in- und auswendig. Und gerade in schweren Zeiten gab sie mir wieder Hoffnung und Kraft.

In der vergangenen Woche bemerkte ich, dass Lucy zunehmend an Kraft verlor. Sie mochte nicht mehr recht fressen und wollte dann, nach einem kurzen Gassi, lieber wieder zurück in ihr warmes Körbchen und schlafen. Ich ahnte, dass uns nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Wir verwöhnten sie mit allen Leckereien und genossen jede Stunde, die uns mit ihr blieb.

Am Freitagmorgen dann musste ich zu einem Termin nach Niederösterreich. In der Früh sah ich nach Lucy. Friedlich lag sie in ihrem Körbchen, hob den Kopf und sah mich an. Sie war müde, aber litt keine Schmerzen. Dennoch besorgt machte ich mich auf den Weg. Ich wusste, dass immer jemand in Lucys Nähe war, um nach ihr zu sehen, aber dennoch galten meine Gedanken meiner geliebten Lucy. Ich machte mich nach dem Termin schnell auf den Rückweg, und als ich am Nachmittag wieder in Salzburg war, galt mein erster Weg Lucy. Sie sah mich an und ich wusste, dass nun der Zeitpunkt des Abschieds gekommen war. Ich ließ die vielen Jahre mit Lucy in Gedanken Revue passieren, während ich sie streichelte und ihr zusprach. Sie war ganz ruhig und atmete schwer. Ich rief den Tierarzt, um Lucy bei ihrem letzten Gang zu helfen – sie sollte nicht leiden müssen.

5 Jahre Gut Aiderbichl Iffeldorf: 30. April 2017

Am Sonntag haben wir das 5-jährige Bestehen von Gut Aiderbichl Iffeldorf, dem Gertraud-Gruber-Osterseehof, gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich mehr als 2.000 Aiderbichler und Tierfreun auf den Weg, um gemeinsam mit uns und unseren geretteten Tieren einen unvergesslichen Tag zu verbringen.

Im großen Festzelt spielte am Vormittag die Musikkapelle Iffeldorf, ehe um 13 Uhr Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber die Gäste begrüßte.

Großer Dank galt natürlich Frau Gertraud Gruber, ohne die das „Märchen von Gut Aiderbichl Iffeldorf“ nicht möglich gewesen wäre, dem Bürgermeister der Gemeinde Iffeldorf, Herrn Hubert Kroiß, sowie unseren Gutsverwaltern Hansi und Martina Süß, die sich gemeinsam mit ihrem Team tagtäglich für die Tiere einsetzen.

Leinen los!

Unbeschwert drauf los laufen, mit Artgenossen toben und spielen,  ein Inbegriff von Glückseligkeit für Hunde. Auf der 1000 m² großen Wiese mitten in Henndorf können sich die 170 gemeldeten Vierbeiner in der Gemeinde nun auspowern, was das Zeug hält. Und auch die Besitzer freut es.

Täglich vergnügen sich viele besten Freunde des Menschen auf der 1000 m²großen eingezäunten Wiese.Ermöglicht wurde dies von einer Landwirtsfamilie und dem Gut Aiderbichl, das die Pacht der Wiese bezahlt und sich um die Umzäunung und Bewirtschaftung gekümmert hat. Sowohl den Einwohnern als auch den Touristen, die mit ihrem Vierbeiner Urlaub in Henndorf machen, ist es hier ab sofort möglich, Hunden jeden Alters und jeder Rasse freies Laufen und Spielen zu ermöglichen. Das Gelände der neuen Hundefreilaufwiese ist umzäunt, es gibt einen befestigten Weg und zusätzlich eine Bademöglichkeit“, erklärt Aiderbichl-Geschäftsführer Dieter Ehrengruber. Usere Antwort auf den Leinenzwang!

Das Jahr 2016

15 Jahre Gut Aiderbichl

15 Jahre Tierliebe

2016 war ein bewegtes Jahr, aber gleichzeitig ein erfolgreiches im Sinne unserer geretteten Tiere. Es gab traurige Momente, in denen wir Abschied nehmen mussten, aber auch viele berührende Tierschicksale, bei denen wir dank der wertvollen und treuen Unterstützung der Aiderbichler Gemeinschaft zusagen durften. Denn ohne sie wäre unser fortwährender Einsatz für Tiere in Not nicht möglich. Und das haben wir in unserem Jubiläumsjahr gemeinsam mit vielen Aiderbichlern inmitten unserer geretteten Tiere gefeiert.

Rund um die Uhr im Einsatz für unsere Waisenlämmer Mimi, Leila und Liesl

Das Waisenlamm Mimi, das zur bedrohten Rasse der Zackelschafe gehört, war eine der ersten Tierrettungen in unserem Jubiläumsjahr. Das kleine Lämmchen wurde am 20.01.2016 geboren, und bereits kurz darauf war es in Not. Denn Mimis Mutter verstarb kurz nach der Geburt. Kein anderes Schaf in der Herde nahm das Waisenlamm an. Als unsere Pferdewirtin Martina von diesem Schicksal erfuhr, nahm sie das Lämmchen zu sich und zog sie mit der Flasche auf. Und da Mimi alle paar Stunden Milch brauchte, nahm Martina das Lämmchen abends mit nach Hause. Mimi wurde zum ständigen Begleiter von Martina. Aber sie brauchte auch Artgenossen und fand in Leila, einem Drillingslämmchen, das von der Mutter nicht angenommen wurde, eine Freundin. Das Trio wurde schließlich von Liesl, einem Kamerunschaf-Lämmchen, komplettiert. Liesl wurde ebenfalls von ihrer Mutter verstoßen und sollte getötet werden. Wir konnten dies verhindern, in dem wir das erst einige Stunden alte Lamm zu uns nahmen. Dank unserer Erfahrung in der Aufzucht von Flaschenlämmern und dem Einsatz unserer Pferdewirtinnen Martina und Eva haben es Mimi, Leila und Liesl geschafft. Sie können nun unbeschwert ihr Leben bei uns genießen.

Der Maibaum der Tiere

Das Maibaumaufstellen zählt in Bayern zu den beliebtesten Traditionen und die Ursprünge gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. So haben auch wir uns in unserem Jubiläumsjahr dazu entschlossen, auf Gut Aiderbichl Iffeldorf im Rahmen eines Maibaumfestes wieder einen geschmückten Maibaum aufzustellen. Traditionell ist der Stamm des Maibaumes blau-weiß und mit dekorativen Bildern. Hansi Süß und sein Team haben selbst, in mühevoller Kleinarbeit, den Maibaum in den traditionellen Farben bemalt. In Bayern ist es üblich, dass die Bäume auch als Zunftbäume mit den Motiven geschmückt werden. Nachdem bei Gut Aiderbichl die Tiere die Chefs sind, haben wir uns überlegt, dass wir den Maibaum mit verschiedenen Tiermotiven schmücken. So ist es der Maibaum der Tiere geworden, der im Rahmen unseres Maibaumfestes am 1. Mai auf Gut Aiderbichl Iffeldorf, dem Gertraud-Gruber-Osterseehof, aufgestellt wurde.

Junior Team Sommerfest

Für unsere jungen Aiderbichler und Tierfreunde hatten wir uns in unserem Jubiläumsjahr etwas ganz Besonderes ausgedacht. Am 27. August 2016 fand auf Gut Aiderbichl Henndorf das erste Junior-Team-Sommerfest statt. Viele hundert Kinder besuchten uns an diesem Tag und verbrachten inmitten unserer geretteten Tiere einen unvergesslichen Tag mit vielen spannenden und abwechslungsreichen Programmpunkten.

Wildschweingehege

Tier- und artgerechte Haltung stehen bei uns an oberster Stelle. So haben wir 2016 auf Gut Aiderbichl Kärnten neue Gehege für unsere geretteten Wildschweine errichten können. Hier können sie nun nach Herzenslust graben, suhlen, oder einfach ein Bad in der Sonne genießen.

10 Jahre Deggendorf

Auch auf Gut Aiderbichl Deggendorf durften wir ein Jubiläum feiern. Das niederbayerische Gut, aus dem Verbund der Aiderbichler Gnadenhöfe nicht mehr wegzudenken, feierte 10-jähriges Bestehen. Am 1. Oktober 2016, bei strahlendem Sonnenschein, erlebten wir wunderbare Stunden inmitten der Aiderbichler Gemeinschaft.

Weihnachtssendung/Weihnachtsmarkt

Das Jubiläumsjahr beendeten wir traditionell mit dem großen Weihnachtsmarkt auf Gut Aiderbichl Henndorf, der auch 2016 wieder die Kulisse für die beliebte Sendung „Weihnachten auf Gut Aiderbichl“ bildete. Höhepunkt des Weihnachtsmarktes war die große, begehbare Lebendtierkrippe, in der nicht nur die traditionell überlieferten Tiere wie Ochse und Esel, sondern auch Schafe, Ziegen, Hühner und Lamas einen Platz fanden.

Zahlen und Fakten:

Wir haben rund € 16 Mio. benötigt, um im Jahr 2016 die laufenden Kosten zu gewährleisten.

Davon fallen allein € 450.000 Tierarztkosten an. Dazu kommen noch Rücklagenbildung und Investitionen. Wir haben rund 2.480 Tonnen Heu für Pferde, Kühe, Esel, Ziegen und Co. pro Jahr verfüttert. Wir waren rund 735.000 Kilometer für die Sache unterwegs, also mehr als 18-mal um den Äquator. Gut Aiderbichl hat 160 festangestellte Mitarbeiter, 90 Betriebshelfer und 30 Ehrenamtliche für die Tiere und die Besucher beschäftigt.

Im Jahr 2016 bestellten wir 9 Tonnen Karotten8 Tonnen Äpfel, 19 Tonnen Bananen397.200 Beutel Katzenfutter, 69.500 Dosen Hundefutter. Hinzu kommt noch selbstgekochtes Futter mit Reis, Nudeln, Joghurt, Topfen, usw. Wir haben 42.550 Liter Katzenstreu benötigt.

Das Jahr 2015

Die Erkrankung unseres Gründers Michael Aufhauser

Seit dem 28. Mai 2015 ist in Michael Aufhausers Leben nichts mehr so, wie es einmal war. Er erlitt ein lebensgefährliches Aneurysma, konnte aber Gott sei Dank durch eine schnelle Operation gerettet werden. Seine Genesung schreitet langsam voran, aber es gibt immer wieder Rückschläge, die er genauso tapfer wie die Krankheit selbst akzeptiert.

Michael Aufhauser hat für den nun eingetretenen Fall, dass er nicht aktiv am Geschehen von Gut Aiderbichl teilnehmen kann, vorgesorgt. Er hat ein Team aufgebaut, in das er großes Vertrauen setzt, und von dem er sicher ist, nach sorgfältiger Prüfung und Auswahl, dass es sein Lebenswerk nachhaltig und professionell in die Zukunft führen kann. Gut Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber ist seit 2003 an der Seite von Michael Aufhauser und hat nun dessen Aufgaben übernommen, wobei er von einem eingespielten Team aus langjährigen Mitarbeitern unterstützt wird.

Rettung von 4 Ponys aus dem Zirkus

Der letzte Vorhang für das Pony-Quartett vom Zirkus war gefallen. Nach einem entbehrungsreichen Leben sollten sie nun zum Schlachter. Wir konnten sie zum Kilopreis freikaufen und waren beim Anblick von Sultan, Nelke, Laurel und Manolo fassungslos. Depressiv, eingeschüchtert und offensichtlich mit Schmerzen standen die Vier vor uns. Wir brachten sie sogleich in die Pferdeklinik, wo Laurel und Nelke jeweils ein Auge entfernt werden musste. Was wir damals nicht ahnten: Laurel war bereits trächtig und brachte am 22. März 2015 die kleine La Vivi bei uns zur Welt.

Erweiterung: Gut Aiderbichl Gänserndorf

Am 25. April wurden auf dem elf Hektar großen Areal, auf dem sich auch das Gut Aiderbichl Affen Refugium befindet, zwei neue Anlagen eröffnet: eine weitläufige Anlage für gerettete Füchse, sowie das große Papageienhaus mit angebauten Außenvolieren und Platz für 60 gerettete Papageien. Am gleichen Tag zogen auch drei Polar- und drei Silberfüchsinnen in das neue Fuchsgehege ein. Sie konnten wir kurz zuvor aus einer europäischen Pelztierfarm retten. Eine der Füchsinnen, Melissa II, war bei ihrer Rettung hochträchtig und brachte bei uns schließlich drei gesunde Fuchswelpen zur Welt.

Der neue Senioren-Stall

Am 13. November konnte das Herzensprojekt von Michael Aufhauser, der neue Senioren-Stall, feierlich eröffnet werden. Der Stall liegt in unmittelbarer Nähe zu unserem Hauptgut in Henndorf und ist speziell auf die Bedürfnisse von älteren Tiere ausgerichtet. Unsere geretteten Tiere werden gemeinsam mit uns älter und mit den Jahren sind wir zu Experten in der Haltung von älteren Tieren geworden. Der Senioren-Stall ist barrierefrei, über jeder Box gibt es eine Hebevorrichtung, mit der wir schnell und unkompliziert eingreifen können, wenn sie eines unserer Pferde festgelegt hat. Für die Pferde, die allergisch auf Heustaub reagieren und an Lungenerkrankungen leiden, gibt es extra einen abgetrennten Bereich im Stall. Ihre Boxen sind mit Sägespänen eingestreut und ihr Heu wird entstaubt.

Wir möchten unseren Tieren das leichter machen, was im Alter schwerer wird und damit ihre Lebensfreude steigern. Denn das Alter ist keine Krankheit, sondern eine besondere Lebensphase.

Unser Einsatz für bedrohte Tierrassen

Im Sommer zogen fünf Kune Kune Schweine auf Gut Aiderbichl Henndorf ein. Eigentlich stammt diese Rasse, deren Name übersetzt „dick und rund“ bedeutet, aus Neuseeland, wo die Schweine bei den Maoris als Haustiere gehalten wurden. Doch Ende der 70er Jahre waren die Kune Kune akut vom Aussterben bedroht – es gab weltweit nur noch 9 Exemplare. Mit der Aufnahme von Harry, Potter, Diego, Roy und Casanova möchten wir ein Zeichen setzen und über diese bedrohte Rasse berichten.

Rettung einer ganzen Auerochsen-Herde

Im März erreichte uns ein ungewöhnlicher Notruf. Der Vizebürgermeister einer Gemeinde rief bei uns an und berichtete von einer ganzen Aucherochsen-Herde, die bereits an einen Metzger verkauft worden war. Unter den Tieren waren hochträchtige Kühe und junge Kälber. Die Landwirte der Gemeinde waren sehr aufgebracht und wollten den Tod der Auerochsen verhindern. Wir konnten helfen und die 17 scheuen Ur-Rinder unter unseren Schutz stellen. Bereits wenige Tage nach ihrer Rettung kam das erste Auerochsen-Kalb bei uns zur Welt.

Die neue große Hundefreilaufwiese

Die Haltung von Hunden ist nur so gut wie ihre Betreuung, das Futter, der Auslauf, die medizinische Versorgung und die Anzahl und Länge der Gassis. Auf Gut Aiderbichl ist das Umfeld der Hunde ganz auf sie abgestimmt – sie sollen sich täglich stundenlang austoben können. Am 22. August konnten wir auf Gut Aiderbichl Henndorf auf 5.000 m2 eine weitere große Hundefreilaufwiese mit einem Teich für heiße Tage eröffnen. Die langjährigen Aiderbichler und Sponsoren Heidi und Joachim Michels haben uns bei der Umsetzung dieses Projektes großzügig unterstützt.

Das Jahr 2014

Wo sonst lassen sich 6000 gerettete Tiere antreffen, noch dazu 34 unterschiedlicher Arten? Doch anstatt zu stagnieren, steigern wir jährlich die Aufnahmen in Not geratener Tiere. Für uns gilt: Das Geschaffene erhalten und Neues entstehen lassen.

Mehr als 700 Pferde, Ponys, Esel und Mini-Pferde

Unsere Hilfe für diese Tiere setzt eine aufmerksame Beobachtung der Equiden-Szene voraus. Dabei mussten wir einiges dazulernen, das bitter ist. Zum Beispiel, dass junge Pferde mit bester Abstammung sterben müssen, damit für andere mit ähnlichem Stammbaum und besserer Leistung bei Turnieren der hohe Preis auch oben bleibt. Oder, dass es neue Ost-Routen für „Schlachtpferde“ bis hin nach Russland gibt, was endloses Transportleid bedeutet.

Gut Aiderbichl hält auf 25 Gütern mehr als 700 gerettete Pferde. Einige von ihnen sind pflegebedürftig oder chronisch krank. Um sie kümmern sich unsere 300 Tierpfleger und Pferdewirte, die fachlich auf dem neuesten Stand sind – 24 Stunden täglich.

Mehr als 800 Hunde und Katzen

Gut Aiderbichl ist ein Verbund großer Gnadenhöfe. Sie befinden sich entweder in unserem Eigentum oder sind langfristig gepachtet. Die Ansprüche an die Haltung aller Tiere auf diesen Höfen sind detailliert vorgeschrieben und werden von den Tierpflegern gewissenhaft eingehalten. Das gilt auch für die Hunde und die Katzen und für die seltenen Fälle lebenslanger Sonderpfleplätze. Pflegebedürftige Katzen leben im Katzenstift Traisen, die eher freiheitsliebenden auf Gut Aiderbichl Frankreich. In Deggendorf, Henndorf, Iffeldorf und Maria Schmolln stellen wir den Katzen durchdachte und artgerechte Innen- und Außenanlagen zur Verfügung.

Mehr als 1.000 Rinder, Ziegen, Schafe und Schweine

Vom Schlachter geflüchtet oder im Versuchslabor eingesetzt, vernachlässigt in der Haltung oder von überforderten Rettern: Tiere solcher Rassen geraten nicht selten in Not und lernen bei uns oft zum ersten Mal eine lebenswerte Haltung kennen. Durch ihre Anwesenheit auf unseren Gütern sind wir zu Experten geworden. Wir beschäftigen uns mit ihrem Wesen, ihrem Verhalten, ihrer oft unterschätzten Intelligenz und ihren Bedürfnissen. Unsere Erkenntnisse über diese Tiere unterscheiden sich oft grundlegend von den Gepflogenheiten und dem Wissensstand in der „Nutztierhaltung“.

Wenn es um die Rettung von Rindern geht, ist Gut Aiderbichl weltweit wohl die größte Institution, die kompetent und dem Tierwohl entsprechend handeln kann. Dem entsprechend gab es in diesem Jahr wieder zahlreiche Neuzugänge, für die wir erneut weitläufige Kapazitäten geschaffen haben.

Kleintiere und unsere heimischen gefiederten Freunde

Tausende von ihnen flattern, watscheln, hoppeln und stolzieren auf unseren Gütern. Es sind Kaninchen, Meerschweinchen, Schwäne, Gänse, Tauben, Enten, Frettchen, Hähne, Pfauen und Hühner – alle eher klein, aber oho! Denn auch sie verursachen Kosten. Viele dieser Tiere kommen krank oder pflegebedürftig, und selbstverständlich liegt uns eine verletzte Taube ebenso am Herzen wie ein Schwan mit gebrochenem Flügel. Wir machen keinen Unterschied zwischen den Tierarten und versorgen sie alle aufs Beste, Tag und Nacht und jederzeit.

Die vielen Exoten und Wildtiere

Gut Aiderbichl verfügt über eines der weltweit größten Refugien für Ex-Labor-Schimpansen und Tieraffen.
Im vollen Bewusstsein darüber, wie teuer die Haltung der Menschenaffen ist, haben wir uns 2009 dazu entschlossen, 40 Ex-Labor-Schimpansen unter unseren Schutz zu stellen. Niemand sonst hätte sie als ganze Gruppe übernommen und nur so konnten sie zusammenbleiben. Aber auch heimische Wildtiere, wie Rehe und Hirsche in Not, haben bei uns ihre endgültige und geschützte Bleibe gefunden. Sie leben auf unserem Gut in Henndorf und in einem großen Wildgehege auf Gut Aiderbichl Kärnten. Außer den Füchsen sind da noch: Marderdame Hilde, Honigbärchen Juppi, die Waschbären Paul und Emilia, unsere stattliche Wildschweinrotte und die Kameldame Franziska – außerdem eine große Lama- und Alpakaherde und 100 verstoßene
Papageien. Für sie alle gilt ein lebenslanges Bleiberecht in bester und artgerechter Haltung.

Unsere Gut Aiderbichl GmbH‘s

Sie erwirtschaften auf unseren besuchbaren Gütern alle Betriebskosten selbst. Mit Eintritten, Shop und Gastronomie. Eventuelle Gewinne verbleiben und werden nicht entnommen.

Das Jahr 2013

40.000 Aiderbichler, 24 Güter…

Im April eröffnet Gut Aiderbichl Iffeldorf, der Gertraud Gruber Osterseehof. Gut Aiderbichl hilft Tierbesitzern und Tieren in Not in der Jahrhundertflut. Durch das Hochwasser erhöht sich erneut unser Tierbestand. Gut Aiderbichl Eslarn kommt zum Verbund unserer Gnadenhöfe.

Eröffnung unserer art- und tiergerechten Katzen- und Hundeanlagen in Iffeldorf und im Gut Aiderbichl Katzen Stift Traisen. Wüstenrot Österreich stellt seine „Vierbeiner Vorsorge“ in Zusammenarbeit mit Gut Aiderbichl vor.

Rettung von „Streunern in Not“ in Griechenland.

Schaffung eines großen Waschbärgeheges in Gut Aiderbichl Henndorf.
Mouro Bergonzoli übergibt Aiderbichl Gemälde und die Weihnachtssendung erhält einen neuen Titel „Advent auf Gut Aiderbichl“ mit neuem Sendeplatz exlusiv auf ORF 2, am 7. Dezember im Hauptprogramm um 20:15 Uhr.

Auch bei unseren Mitarbeitern, mittlerweile sind es mehr als 250, bedanken wir uns. Ohne ihr Zutun wäre das alles nicht zu unterhalten und zu betreiben. So freuen wir uns alle, dass es inzwischen möglich ist, diese Güter wirtschaftlich und unabhängig zu betreiben. Der Unterhalt unserer Stiftungsgüter ist ausschließlich durch Spenden, Schenkungen und Nachlässe möglich.

Das Jahr 2012

Mehr als 5.000 gerettete Tiere auf 23 Gütern

Ankauf neuer Wiesengründe

Gut Aiderbichl bewirtschaftet Flächen, die zur Erzeugung von Heu gedacht sind, extensiv. Das heißt: besonders schonend. Wir warten, bis die Rehkitze groß genug sind, dass die Mähbalken keine Gefahr mehr für sie bedeuten. Dann haben auch die meisten Gräser und Blumen ausgesät. Büsche und Bäume auf unseren Wiesen bleiben stehen. Wo notwendig, pflanzen wir Refugien aus Mischwald für Kleintiere und Vögel an.
Feuchtgebiete sperren wir, obwohl wir dazu nicht verpflichtet wären. Wir möchten auch wilde Lilien und seltene Amphibien schützen. Auch in diesem Jahr konnten wir wieder große Flächen für Gut Aiderbichl kaufen und andere dazu pachten.

Auf Gut Aiderbichl Frankreich gibt es Eichen, die über 500 Jahre alt sind. Auch sie genießen unseren Schutz.

Gut Aiderbichl Kilb eröffnet Rinderstall

Für unsere Herde geretteter Rinder in Kilb haben wir einen großen Freilauf-Stall errichtet. Die Maße: 50 x 17 Meter. Insgesamt leben inzwischen 101 Rinder auf unserem Gut am Rande des Dirndl-Tals. Außerdem erwerben wir ein neues kleines Anwesen in Kilb. Eine landwirtschaftliche Fläche mit Baugenehmigung. Neben den Rindern leben jetzt auf Gut Aiderbichl Kilb auch 25 gerettete Pferde, 8 Katzen und drei Eber, die wir auf einer Landwirtschafts-Ausstellung freikauften.

Neues Heulager für Iffeldorf

Bei unserem enormen Bedarf an Heu und Stroh sind große Scheunen für uns sehr wichtig.
Auf Gut Aiderbichl Iffeldorf wird eine Halle in den Ausmaßen von 31 x 20 Metern errichtet. In der Anschleppung der Halle werden es sich unsere Schafe gemütlich machen. Ein großer Parkplatz für unsere Besucher, Wege zum Gut sowie ein Kassenhäuschen mit Shop, eine Pflanzenkläranlage und die Anbringung einer Photovoltaik-Dachabdeckung auf dem alten Stall werden übers Jahr pünktlich zur Einweihung im Dezember fertig gestellt.

Fertigstellung Hundepfad

Auf Gut Aiderbichl Henndorf entsteht mit Hilfe der Aiderbichler Heidi und Jochen ein einzigartiger Hundepfad.
In dem von Leinenzwang bestimmten Salzburger Land ist es hier möglich zwischen herrlichen Weiden Hunde frei laufen zu lassen. Auf Gut Aiderbichl Deggendorf ist seit einigen Monaten die von Margit und Bernd Funda gesponserte Hundefreilauf-Wiese in Betrieb genommen worden.

Gut Aiderbichl Soja Schnitzel

Aiderbichler Herbert Mackner hat es geschafft, mit Soja ein Schnitzel zuzubereiten, das dem Original sehr nahe kommt. Unsere Besucher sind begeistert. Besonders deshalb, weil immer mehr Menschen verstehen, dass die Produktion von Fleisch mehr als das Zehnfache an Energie verschwendet als Soja-Varianten.

Aiderbichlerin schenkt uns ein Hotel

Nachdem mehr als 400 gerettete Katzen unter unserem lebenslangen Schutz stehen, benötigen wir dringend einen Ort, an dem wir alten und nicht mehr gesunden Katzen in ganz besonderer Haltung gerecht werden können. Bald werden wir das können, da wir ein Hotel geschenkt bekamen – mit dessen Umbau wir gleich zu Beginn von 2013 anfangen werden.

Blitz-Aktion für Huskys in Not

20 Huskys befinden sich in Lebensgefahr und würden ohne unsere schnelle Hilfe eingeschläfert. Zum 60. Geburtstag von Michael Aufhauser helfen alle Aiderbichler zusammen und spenden für den Umbau der ehemaligen Löwenanlage in Gänserndorf und die Absicherung des großen Rudels.

Endgültige Fertigstellung des Eselhauses, Tierwohnzimmers und Katzen-Außengeheges in Henndorf

Mit seiner Esel-Haltung im neuen Haus, ist Gut Aiderbichl einen neuen Weg gegangen. Jetzt wurden im ersten Stock die Räume für Katzen- und Hundefamilien fertiggestellt. Eine neue Ära der Tierhaltung hat begonnen. Für die Schaffung des Eselhauses bedanken wir uns herzlich bei den Aiderbichlern Verena und Jürgen. Und den Ausbau des Tierwohnzimmers verdanken wir dem Aiderbichler Gerd Viebig, der am 12.11.2011 verstorben ist.

Katzenstadl & Katzenzaun

Auf Gut Aiderbichl Deggendorf entstand durch die großzügige Unterstützung der Hatto-Egerer-Stiftung und des Vorstands Bernd Funda eine große Lager- und Werkstatthalle. Gut Aiderbichl investiert in die Verschönerung des gesamten Gutes Deggendorf. Und Aiderbichler Sven Hunnius finanziert einen großen Katzenstadl.

Das B-Haus im Affen Refugium

Die Schimpansen waren im Forschungslabor im Intensiv-Versuch. Das bedeutete die totale Isolation von Artgenossen. Auch Menschen traten ihnen nur in Schutzanzügen gegenüber. Für sie ist in diesem Jahr der große Moment gekommen. Auch sie dürfen nach Jahrzehnten das erste Mal nach draußen.
Mike Serres, der berühmte Schimpansen-Flüsterer, steht unseren Pflegern zur Seite. Sie unterstützen die Schimpansen dabei, ihr Trauma zu vergessen.

Gleich neben dem Gut Aiderbichl Affen Refugium werden neue Stallungen und Gehege errichtet. Für gerettete Ziegen, Schafe, Tauben und Hunde.

Zusätzliche, nachhaltige Hilfe

Seit 2012 sind Gaston und Kathrin Glock mit ihren Hilfsprojekten, die sich für Schwächere, für Mensch, Tier und Natur einsetzen, auch zu nachhaltigen Förderern von Gut Aiderbichl geworden.

Einweihung von Gut Aiderbichl Iffeldorf

Nach fast zweijähriger Bauzeit ist es endlich soweit: Das Haupthaus von Gut Aiderbichl Iffeldorf, dem Gertraud Gruber Osterseehof, wird fertiggestellt. Sechzehn Einfamilienhäuser hätten darin Platz. Hauptstall, Küche, Gastronomie gehen im Dezember in Betrieb. Die offizielle Eröffnung findet im April 2013 statt. Gebaut wurde im typischen Landhausstil von Gut Aiderbichl. Die Osterseen waren schon immer ein beliebtes Ausflugsziel für Münchner und Starnberger. Die von uns ausgewählte Architektur ist schon heute ein Kompliment für eine der schönsten Gegenden Deutschlands.

Das Jahr 2011

10 Jahre Gut Aiderbichl

2011 ist wieder einmal ein Jahr der Vergrößerungen und Neubauten. Gerade eben erst wurde in Henndorf der Bau einer Pellet-Heizanlage abgeschlossen und schon wieder kommen Baumaschinen auf das Gut.

Das neue Eselhaus in Henndorf

Die beiden Aiderbichler Verena Weber und Jürgen Lorenz sind die Iniatoren vom neuen Eselhaus. Mit ihrer Unterstützung wagten wir uns an dieses neue Projekt. Unsere Esel, die teilweise in hohem Alter aus dem Süden zu uns kommen, brauchten dringend einen beheizbaren Stall. Mit den Erdarbeiten haben wir Ende März begonnen und Ende November zogen bereits die Tiere ein. Im ersten Stock des Eselhauses konnten wir mit der Unterstützung von Gerd Viebig ein großes Tierwohnzimmer errichten (Hunde- und Katzenzimmer…).

Gut Aiderbichl Deggendorf

Die gesamte Anlage wurde generalüberholt. Mit der Unterstützung der beiden Aiderbichler Margit und Bernd Funda konnten wir große Hundefreilaufwiesen errichten. Die Katzen-Villa wurde weitläufig von einem 2,5 m hohen Spezialzaun eingezäunt und vieles mehr.

Unsere Verwaltung passt sich an

Die Hauptverwaltung von Gut Aiderbichl befindet sich in Salzburg. Von hier aus wird unsere Post und jeder Anruf beantwortet. Mit einem modernen Computersystem verwalten wir Budgets, Patenschaften, Buchungs- und Bankangelegenheiten, Lohnbuchhaltung und vieles mehr. Für eine reibungslose Abwicklung sorgen Sonja Großmann, Silvia Schiller und Elsa Gamerith.
Bernadette Linasi leitet unsere Buchhaltungsabteilung und ist Prokuristin. Für Computertechnik ist Werner Hingsamer zuständig.
Über den Schreibtisch von Dieter Ehrengruber gehen alle wichtigen Entscheidungen, an sieben Tagen in der Woche. Michael Aufhauser, Holde Sudenn und Bianca Pöckl sind für Veröffentlichungen und Weiterentwicklungen zuständig.
Unsere Verwaltung ist an 365 Tagen im Jahr besetzt.

Gut Aiderbichl Iffeldorf

Die aufwändige Planung für das neue Gut Aiderbichl, den „Gertraud Gruber Osterseehof“ ist abgeschlossen. Wege wurden angelegt, alter Baubestand restauriert… Auch erhielten wir die Baugenehmigung für Neubauten, die unter Berücksichtigung neuester Erkenntnisse errichtet werden. Inklusive Pflanzenkläranlage, Photovoltaik-Stromerzeugung und Wärmepumpe mit eigenem Grundwasser. Aller Voraussicht nach sollten sich die Tore für Besucher Ende September 2012 öffnen. Schon jetzt leben dort über 200 gerettete Tiere.

Gut Aiderbichl Maria Schmolln

Die Renovierungsarbeiten auf dem „Gerd Viebig Hof“ wurden weitergeführt. Über 20 Papageien sind in die große neue Voliere eingezogen. Für weitere 50 gerettete Papageien, die bereits unter unserem Schutz leben, werden weitere Volieren gebaut. Die Anzahl der geretteten Katzen erhöht sich auf 75 Samtpfoten, denen wir in größter Not helfen konnten. Ein ca. 2.000 qm großer Auslauf wird mit einem 2,5 m hohen Spezial-Katzenzaun gesichert.

Der Hundepfad in Henndorf

Von der Pforte aus wurde in diesem Jahr ein Spazierweg angelegt, der zum Gut führt und auf dem Hunde ohne Leine laufen dürfen. Dank der Initiatoren Heidi und Jochen Michels konnte der „Hundepfad“ im Herbst fertig gestellt werden. Vor der Halle im Gastgarten entstand ein Bereich, eine Terrasse, der für freilaufende Tiere nicht zugänglich ist.

Gänserndorf: Schimpansen-Außengehege

Am 6. September durfte die 10er Gruppe das erste Mal nach jahrzehntelanger Gefangenschaft im Versuchslabor wieder nach draußen. Für ca. 3 Mio. Euro wurden 11 Außengehege errichtet. Die Leitung dieses Projektes hatte Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber.

Neue Stallungen in Niederösterreich

Unmittelbar neben dem Gut Aiderbichl Affen Refugium in Gänserndorf entsteht derzeit eine weitere Außenstelle von Gut Aiderbichl. Dazu gehört u.a. eine riesige Taubenvoliere, die im leerstehenden Giraffenhaus des ehemaligen Safariparks eingerichtet wird. Dorthin übersiedelt ein Großteil der Tauben von Henndorf. Auch ein neues geräumiges Ziegen- und Schafhaus wurde errichtet und ein Ort für drei verwilderte Hunde geschaffen. Auf Gut Aiderbichl Kilb eröffnete im Dezember 2011 eine neu errichtete Rinderhalle. Geplant nach neuesten Erkenntnissen bietet sie 100 geretteten Rindern artgerechten Platz.

Ein Katzenhaus in der Schweiz

In Teufen nahe St. Gallen hat eine Aiderbichlerin ihr Haus der Gut Aiderbichl Stiftung hinterlassen, in dem derzeit ihre 25 Katzen leben. Nach Abschluss der Renovationen wird daraus eine Katzen-Auffangstation. Sie ist unsere erste Immobilie in der Schweiz.

Tierrettungen und schonungsloser Einsatz

Tiere brauchen uns bei Tag und Nacht. Wenn wir ihre Aufnahme ablehnen müssen, bedeutet das für viele von ihnen ein trauriges Ende. Viele hundert in Not geratene Tiere haben 2011 auf Gut Aiderbichl lebenslangen Schutz gefunden. Der prominenteste Fall war die Aufnahme von Kuh Yvonne und ihrer Familie (Gut Aiderbichl Deggendorf). Aber auch das blinde Eselchen Noldi aus der Schweiz kam zu uns. Wie auch ca. 50 Pferde, 25 Rinder, über 150 Katzen, 25 Hunde in Not und viele mehr.
Auch das Geiseldrama von Klosterneuburg, bei dem Michael Aufhauser unfreiwillig eine Schlüsselrolle spielte, bescherte uns 16 hinterbliebene Pferde. Wer unsere Tieraufnahmen verfolgen möchte, wird auf unserer Homepage und im Gut Aiderbichl Magazin auf dem Laufenden gehalten.

Das Jahr 2010

Neu: Gut Aiderbichl Iffeldorf

Die Gründung des Gertraud Gruber Osterseehofs vor den Toren Münchens ist eine Fügung. Aiderbichlerin Gertraud Gruber bietet Gut Aiderbichl für den Fall finanzielle Hilfe an, dass in Oberbayern an die Entwicklung eines neuen Gutes gedacht würde. Als sich eine Bauernfamilie mit dem Wunsch an uns wendet, aus ihrem Milchbetrieb ein Gut Aiderbichl zu machen, steht einer Neugründung nichts mehr im Wege. Alle ihre Rinder und 2 Ex-Zirkus-Pferde, sowie Schafe und Hühner kommen sofort unter den Schutz von Gut Aiderbichl. Gut Aiderbichl Iffeldorf wird unser drittes, ganzjährig besuchbares Gut sein. Die Bauernfamilie Süß übernimmt die Gutsverwaltung und betreut gemeinsam mit ihrem Team schon jetzt über 150 Tiere, darunter die trächtige Kamelstute Franziska.

Gut Aiderbichl Kärnten – in neuem Glanz

Zu Gut Aiderbichl Kärnten gehört jetzt ein ca. 5 Hektar großes Wildgehege, das von Menschen aufgezogene Wildtiere (Rotwild und Rehe) beherbergt. Ein Stallgebäude entsteht, in das unter anderem Ex-Zirkus-Schweine, Esel, Schafe und Ziegen einziehen. Eine neue, geräumige Geflügelstation bietet geretteten Tieren ein sicheres, schönes Zuhause. Unsere Tierpfleger tragen mit der liebevollen Betreuung ihrer Schützlinge maßgeblich zur Umsetzung der Idee von Aiderbichler Hundefamilien bei. Gutsverwalter Markus Leitner und sein Team sorgen vorbildlich für über 200 gerettete Tiere.

Neu: Gut Aiderbichl Maria Schmolln

Gerd Viebig ist schon lange Tierschützer und auf der Suche nach einer Tierschutzorganisation, die seinen Gnadenhof in seinem Sinne weiterführt. Er lädt Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber 2010 zu sich ein. Als Michael Aufhauser den Hof sieht, denkt er zunächst, es handle sich um ein Hilfegesuch. Er bietet Gerd Viebig Unterstützung an. Alle Tiere dort leben glücklich, aber das Anwesen ist vernachlässigt worden. Wie sich herausstellt, braucht Gerd Viebig keine finanzielle Hilfe, sondern Strukturen für sein Anwesen. Der Gerd Viebig Hof wird mit all seinen Tieren Teil von Gut Aiderbichl.

Neu: Gut Aiderbichl Frankreich

Beatrice Bürchler-Keller hat uns seit langem ihren Landsitz in Frankreich als ein Gut Aiderbichl angeboten. Das Besondere an diesem Anwesen ist seine unglaubliche Größe. 60 Hektar sind von einer 2 Meter hohen und 4 Kilometer langen Mauer umgeben. Nach entsprechenden Um- und Einbauten und der Schaffung zusätzlicher Weiden dürfen jetzt 100 Katzen und ebenso viele Pferde sowie eine Hundefamilie dort einziehen.

In diesem Jahr können wir zahlreichen Zirkustieren helfen, darunter Mini, Maxi und Pumuckl, die zusammen mit vielen anderen in Henndorf einziehen. 36 Fohlen, die wir auf Auktionen freikaufen, leben jetzt auf Gut Aiderbichl Frankreich. Viele hundert Tiere in Not finden 2010 Aufnahme
auf unseren Gütern. Der Tierbestand erhöht sich sprunghaft auf über 2.000 gerettete Tiere.
Auf Anregung von Chefredakteur Robert Pölzer startet Michael Aufhauser eine wöchentliche Kolumne in der Illustrierten „Freizeit Revue“.

Das Jahr 2009

40 Ex-Labor-Schimpansen werden Aiderbichler

40 Schimpansen und 5 Tieraffen gehören seit 2004 zur Konkursmasse des ehemaligen Safariparks von Gänserndorf. Viele von ihnen verbrachten mehr als drei Jahrzehnte in engen Käfigen im Tierversuchslabor. 1997 kamen sie endlich frei. Bedingt durch eine Firmenübernahme wurde der Pharmakonzern Baxter zu ihrem Besitzer. Baxter macht keine Tierversuche mit Menschenaffen. Um den Schimpansen für ihr großes Opfer, das sie den Menschen gebracht haben, zu danken, baute Baxter eine große Anlage für sie. Dorthin übersiedelten die Schimpansen und Tieraffen 2002. Ab diesem Zeitpunkt durften die meisten in Gruppen leben. Aber zum Bau der geplanten Außengehege kam es nicht mehr. 2004 meldete der Betreiber der Affenanlage Konkurs an.
2009 wurde von der Konkursverwaltung so gut wie beschlossen, einen Großteil der Schimpansen in einen ungarischen Zoo zu bringen. Weil Michael Aufhauser aber für die lebenslangen Haltungskosten (ab 2020) der drei jüngsten Schimpansen persönlich und privat bürgt, dürfen alle zusammenbleiben und gehen, mit Zustimmung von Staat, dem Land Niederösterreich, Baxter und der Gemeinde Gänserndorf, in den Besitz von Gut Aiderbichl über.

Gut Aiderbichl nimmt betagte Ex-Labor-Beagles auf

Der Dialog mit einem großen Tierversuchslabor beschert Versuchshunden, die teilweise über zehn Jahre im Versuch ausharren mussten, die Freiheit. Sie kommen unter unseren Schutz.

Neues Gut für unsere geretteten Rinder

Nach der Aufnahme von 15 geretteten Galloway-Rindern gibt Christian Kögl seine Zuchtstation in Mainburg auf und wandelt sie in einen Gut Aiderbichl Rindergnadenhof um. Hier finden 60 gerettete Rinder eine neue Heimat.
Die gemeinnützige Gut Aiderbichl Stiftung Schweiz wird gegründet. Gut Aiderbichl übernimmt die ersten Mustangs in den USA.

Rettungen: Aus Korfu kommen arme Esel zu uns

Der erste Transport mit 14 geretteten Eseln kommt auf Gut Aiderbichl Henndorf an. Hirsch Batzi und seine Hiltraut beziehen das große Wildgehege auf Gut Aiderbichl Kärnten. Hirsch-Baby Urs wird in Henndorf geboren. Gut Aiderbichl erwirbt ein weiteres Anwesen in der Nachbarschaft von Gut Aiderbichl Kilb. Dort soll zukünftig ein großes Katzenhaus entstehen.

Das Jahr 2008

Tierschutz ist auch Menschenschutz

Ein Bauer aus Kilb vernachlässigt sein Anwesen und gerät dadurch in große Schwierigkeiten. Er soll seinen Hof und seine über 60 vernachlässigten Rinder verlieren. Aus Verzweiflung droht er sogar mit Selbstmord. Hilfesuchend wendet er sich an Michael Aufhauser. Sein Anwesen und alle Rinder gehen in die gemeinnützige Gut Aiderbichl Stiftung über. Der ganze Ort hilft bei der Rettung mit. Der Bauer bekommt auf seinem Hof, bei seinen Tieren, ein lebenslanges Wohnrecht. Alle weiblichen Rinder sind trächtig, und so erreicht die Herde mit über 80 Tieren bald eine stattliche Größe.
In Deggendorf wird ein großes Taubenhaus errichtet. Das romantische kleine Anwesen mit der Katzenvilla kommt dazu.
Seit dem Ostermarkt gibt es auf beiden besuchbaren Gütern von Gut Aiderbichl nur noch fleischlose Speisen. Maria Kaindl leitet nun die Gastronomie, Paul Kaiser ist für Patenschaften zuständig und Hans Wintersteller wird Gutsverwalter. Martina Neureiter übernimmt die Leitung der Tierpfleger und Aiderbichlerin Anna Pieringer trägt künftig die Verantwortung für die Füchse.

Aiderbichler Auszeichnungen, vier neue Bücher

Bärenretterin Jill Robinson erhält das „Goldene Herz für Tiere 2008“, Michael Aufhauser schreibt vier neue Bücher.
Schimpansen-Expertin Jane Goodall besucht Gut Aiderbichl zum ersten Mal und hält zwei Vorträge.

Über 1.000 gerettete Tiere auf 11 Gütern und Höfen

Fohlen und „Schlachtpferde“, die in Henndorf Aufnahme finden, kommen durch Tiernotfälle, sowie von Märkten und Versteigerungen zu uns. Ein großer Transporter mit Eseln aus Korfu trifft ebenfalls dort ein. Paco, Tari und viele andere gerettete Hunde kommen unter unseren Schutz. Eselin Donna-Anna wird geboren. Das sechsbeinige Kalb Lizzy, vier gerettete Fohlen aus der Schweiz, Katze Tigerle und die drei Perserkatzen Nino, Bounty und Pinky sowie Stier Ernst und viele andere ziehen in Deggendorf ein.

Das Jahr 2007

Das große Fuchsgehege

Immer wieder wenden sich Menschen an uns, die verwaiste Fuchsbabys mit der Flasche großgezogen haben und wissen dann nicht, wohin mit ihnen. Auswilderung ist keine Lösung, und deshalb entschließen wir uns, in Henndorf ein großes Fuchsgehege zu bauen.

„Das goldene Herz für Tiere“ und viele Tierrettungen

Gut Aiderbichl bedankt sich in seiner Eurovisions-Sendung bei Menschen, die sich für Tiere nachhaltig eingesetzt haben. Darunter Tierpfleger Thomas Dörflein (†) vom Berliner Zoo mit „seinem“ Eisbären Knut.
Ein Transporter mit 21 „Schlachtpferden“ wird in Österreich gestoppt. Sie befinden sich auf dem Weg von Rumänien nach Belgien und befinden sich in katastrophalem Zustand. Tierschützer können die enorme Summe für ihre Rettung nicht aufbringen. Gut Aiderbichl erhöht den von ihnen bereitgestellten Betrag von € 7.000 auf € 44.000 und kauft alle Tiere frei. Um sie artgerecht halten zu können, wird das Anwesen Köllersberger in Henndorf zu einem weiteren Aiderbichler Außenhof umgebaut. Auch Gut Spielberg bei Henndorf wird zur Heimat vieler geretteter Aiderbichler Pferde.
30-Ender-Hirsch Burli droht in seinem Gehege der Abschuss durch Trophäenjäger. Wir können ihn retten. Er übersiedelt mit seiner Hirschkuh Sophie nach Henndorf.
Das Ehepaar Merkl übergibt den Kärntner Köglerhof der gemeinnützigen Gut Aiderbichl Stiftung.
Das Buch „Rettet die Tiere“ und das erste Aiderbichler Magazin erscheinen.
Zirkus-Schimmel Ösci, auf dem in den Vorstellungen ein Tiger ritt, findet Aufnahme. Ganze Pferdeherden werden auf Märkten und Versteigerungen freigekauft. Das Gut Thanham von Gabi Wirths nimmt über 20 gerettete Pferde auf. Und immer mehr arme Katzen kommen unter den Schutz von Gut Aiderbichl. Ex-Labor-Hündin Snoopy und Pferd Tiger halten Einzug, sowie die Wildschweine Basti und Reni. Drei Polarfüchse aus einer Pelztierfarm und viele andere Tiere werden Aiderbichler, ebenso die Polizeipferde Quintus, Barbarossa, Nixon und Kronos.
In Passau wird die gemeinnützige Gut Aiderbichl Stiftung Deutschland gegründet.

Das Jahr 2006

Unsere Homepage geht online

Mit der Fertigstellung unserer Homepage (www.gut-aiderbichl.com) beschreiten wir neue Wege, der Öffentlichkeit unsere Erkenntnisse und unseren Erfahrungsschatz zur Verfügung zu stellen. Viele Menschen wissen nichts vom Leid der Tiere und schalten um, wenn Reportagen im Fernsehen zu grausam sind. Gut Aiderbichl setzt auf die Biografien seiner geretteten Tiere und verzichtet bewusst auf schockierende Bilder.

Die erste „Akte Tier“ erscheint

Der Chefredakteur der Münchner tz, Karl Schermann, bietet Michael Aufhauser eine ganze Zeitungsseite für die „Akte Tier“ an. Sie entwickelt sich zu einem wöchentlichen, erfolgreichen Format, das nicht nur Einzelschicksale, sondern Zusammenhänge beleuchtet. Susanne Stockmann wird zur zuständigen Redakteurin ernannt. Die „Akte Tier“ wird 2011 fünf Jahre alt. Unter der Leitung von Chefredakteur Rudi Bögel ist sie weiterhin fester Bestandteil von Münchens auflagenstärkster Zeitung.

ARD-Doku-Serie „Die Tierretter von Aiderbichl“

In einer Vorabend-Serie zur besten Sendezeit können viele Millionen Zuseher Aiderbichler Tierrettungen täglich miterleben. Damit sind wir unserem Ziel, dem Thema Tierschutz zu einer größeren Plattform zu verhelfen, wieder ein Stück näher gekommen.
Michael Aufhausers Buch „Umdenken mit Herz“ erscheint.
ARD / ORF drehen den Spielfilm „Ein Paradies für Pferde“ (90Min.).
Medienmogul Hans Beierlein, besucht zusammen mit ARD-Programmdirektor Gerd Struve Gut Aiderbichl. Noch im gleichen Jahr produziert Hans Beierlein „Das Aiderbichl Lied“ mit Stefanie Hertel.
„Tierretter“-Redaktionsleiterin Holde Sudenn wechselt zu Gut Aiderbichl und gestaltet fortan viele unserer Projekte.

Gut Aiderbichl Deggendorf wird eröffnet

Bernd Funda von der Hatto-Egerer-Stiftung Deggendorf bietet Gut Aiderbichl eine langfristige Zusammenarbeit an – und ein Anwesen in Eichberg. Auf diesem Gelände errichtet Gut Aiderbichl einen großen Hofstall und andere Bauten. Zum Jahresende wird dort das zweite besuchbare Gut Aiderbichl eröffnet.

Das Jahr 2005

Gut Aiderbichl muss größer werden

Mit ca. 700 geretteten Tieren stößt Gut Aiderbichl an die Grenzen seiner Kapazitäten. Dieter Ehrengruber plant Hofstall, Rinderhaus, Schweinepalast und Maschinenhalle. Baubeginn ist noch in diesem Jahr.
Gut Aiderbichl wird um Außenhöfe erweitert – einen Beruhigungs-Stall, den Vierlingerhof und das Schroffner-Gut.
Peter Alexanders (†) Vertraute, Erika Swatosch, arrangiert gemeinsam mit seiner Tochter, Susanne Neumayer (†), den Verkauf seiner privaten Tonträger-Sammlung zugunsten von Gut Aiderbichl.
Manfred Deix, Elfriede Jelinek und Ludwig Hirsch thematisieren mit der Skulptur „Klangpunkt“ das Aiderbichl-Thema. Das Mahnmal wird in Salzburg und München präsentiert.
Michael Aufhauser startet seine eigene Kolumne in der Münchner tz.

Gut Aiderbichl lässt seine geretteten Tiere erzählen

Die Geschichten der Tiere von Gut Aiderbichl und seiner Philosophie finden nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz große Resonanz. Gut Aiderbichl wird zur anerkannten Institution, die sich für Tiere in Not, aber auch für Schwächere im Allgemeinen einsetzt. Ganzjährig wird von Gut Aiderbichl berichtet, beinahe täglich sind Fernsehteams vor Ort. Die geretteten Tiere finden hier nicht nur nachhaltigen Schutz und beste Haltung. Mit Hilfe von Gut Aiderbichl werden ihre lehrreichen Biografien bekannt. Wie die meisten ihrer Artgenossen gehalten, qualvoll gezüchtet, transportiert und schließlich geschlachtet werden.
Schulen, Vereine, Menschen mit Handicaps und Tagesgäste besuchen Gut Aiderbichl. Mit dem „Good Truck“, einem großen Lastzug mit geretteten Tieren, fährt das Gut Aiderbichl-Team zu Menschen, die zu schwach sind, selbst zu uns zu kommen.
Von der griechischen Insel Thassos treffen malträtierte Esel ein. Manche wurden zum Verhungern ausgesetzt. Aber auch Hunde wie der legendäre Benny, der nicht mit ins Altenheim durfte, finden auf Gut Aiderbichl Zuflucht.
Der Weihnachtsmarkt nimmt viel größere Dimensionen an und erstrahlt wieder in der Eurovisions-Sendung mit Francine Jordi und Marc Pircher als Moderatoren, unter der Leitung von Wolfgang Moik als Regisseur.

Das Jahr 2004

Dramatischer Anstieg von Tierrettungen

Ein junge Dame schreibt im Namen des armen Reitschulpferds Jasmin einen Brief. Gut Aiderbichl übernimmt alle Pferde des Betriebs. Auf Pferdemärkten in München und Maishofen kauft Gut Aiderbichl in großem Stil „Schlachtpferde“ frei. Schweine, Ziegen, Gänse, Legehennen aus der Batterie und die ersten griechischen Esel finden auf Gut Aiderbichl Schutz. Alle dürfen für immer bleiben. Auch Flucht-Stier Harry mit seiner Mutter Alexandra und Bruder Günter sowie Stier Francis und Stier Pauli, der aus dem Schlachthof ausgebrochen ist.

Der Tierbestand erhöht sich auf 400 gerettete Tiere

Die Aiderbichl Aktion, gemeinsam mit Toni Hubmann (Toni‘s Freilandeier) „Essen ohne Käfig“, zur Förderung der Freilandhaltung von Legehennen und Abschaffung der Käfige, wird ein großer Erfolg.
Gut Aiderbichl etabliert eine gut funktionierende Gastronomie und bietet stündlich Führungen an. Das zur Verfügung gestellte Wissen und die Tiergeschichten regen Menschen zum Nach- und Umdenken an.

Aiderbichl-Spielfilm hat über 7 Millionen Zuschauer

Die Dreharbeiten für den Fernsehfilm „Ein Paradies für Tiere“ mit Francis Fulton Smith, Herbert Fux, Susanne Michel und vielen anderen, auf der Basis der Gründungsgeschichte von Gut Aiderbichl, beginnen (ARD, ORF). Bei seiner Ausstrahlung erreichte er Traumquoten.
Auf der Herbstfohlenauktion in Maishofen kauft Gut Aiderbichl über 30 Todeskandidaten frei, darunter das kleine Stutfohlen Kathi. Aus Kummer will sie nicht fressen, sie vermisst ihre Mutter Mariandl. Nach einer Woche kaufen wir die Mutter und geben sie Kathi zurück. Eine beeindruckende Dokumentation ihrer Wiederbegegnung wird in der Eurovisions-Sendung „Weihnachten auf Gut Aiderbichl“ gezeigt. Die Öffentlichkeit ist zutiefst bewegt und versteht nun besser, welches Leid der Mensch Tieren zufügt. Wie unwürdig wir mit unseren Mitgeschöpfen verfahren.
Auf Gut Aiderbichl Henndorf findet der erste Weihnachtsmarkt mit großer Lebend-Tierkrippe statt. Museums-Pädagogin Brunhilde Grasser etabliert ihr Kinder-Bastelprogramm.

Das Jahr 2003

Dieter Ehrengruber übernimmt die Geschäftsleitung und organisiert und verwaltet alle Aktivitäten des Gutes, Friedel Grünthal steht ihm zur Seite.

Gut Aiderbichl verhilft Tieren zu Verfassungsrang

Nach einem Besuch und einer Führung von Michael Aufhauser auf Gut Aiderbichl beschließt der Salzburger Landtag, Tiere als Mitgeschöpfe in die Landesverfassung aufzunehmen – einstimmig! Im Mai darf der Friesen-Rappe „Der Schwarze“, ein Zirkuspferd, auf Gut Aiderbichl seine Pension antreten. Ulrike Schmidt schreibt einen legendären Artikel in der tz über seine Aufnahme.

Medien begleiten die Weiterentwicklung

Am 15. August besucht die leitende Redakteurin für Unterhaltung des ORF, Uschi Stiedl, mit Dagmar Kollers Sendung „Hallo wie gehts?“ Gut Aiderbichl Henndorf. Mit ganzseitigen Berichten („Festspielfarm“ und „Das Schreien der Lämmer“) macht der Journalist Helmut Schödel in der „Süd-deutschen Zeitung“ auf Gut Aiderbichl aufmerksam. Seine Begeisterung lässt ihn fortan zum festen Wegbegleiter von Gut Aiderbichl werden.

Die gemeinnützige Gut Aiderbichl Stiftung

Die Vorgehensweise von Gut Aiderbichl nimmt eine Entwicklung, die sich als einzigartig herausstellt. Die Gut Aiderbichl Stiftung wird gegründet. Die vielen Tierrettungen belegen den direkten Einsatz für Tiere in Not. Statt anzuprangern sieht Michael Aufhauser im Dialog zunächst einen gangbaren Weg, Tieren zu helfen. Er vertraut auf die zu Herzen gehenden Biografien der geretteten Tiere, um die Menschen wach zu rütteln. Erstmals besuchen Hospizbewohner Gut Aiderbichl. Uschi Glas bringt ihr Schwein „Kümmerts“ und wird zur prominenten Wegbegleiterin von Gut Aiderbichl. In Salzburg wird eine zweite Hundefreilaufwiese gegründet.

Die Eurovisions-Sendung „Weihnachten auf Gut Aiderbichl“ feiert ihre Premiere.

Das Jahr 2002

Ein Gnadenhof, der etwas bewirkt

Gut Aiderbichl blickt auf ein spannendes Gründungsjahr mit vielen Höhepunkten zurück, zum Beispiel auf den Tiergottesdienst zum Thema „Rindertransporte in den Nahen Osten“, an dem Vertreter verschiedener Religionen teilgenommen haben. Oder auf den unvergesslichen Tag im August, als 1.000 Kinder Gut Aiderbichl und seine geretteten Tiere entdecken und kennenlernen konnten. Gut Aiderbichl ist zur Begegnungsstätte zwischen Mensch und Tier geworden – zum Symbol der Menschlichkeit.

22. Februar: Der „Förderkreis für Tierrechte“ wird gegründet.

Das Fohlen Baricello soll mit vier Monaten zum Schlachter. Gut Aiderbichl nimmt zunächst ihn auf und kauft nach einem Monat auch seine Mutter Chatleen frei. Die rührende Zusammenführung nach vierwöchiger Trennung bewegt Millionen.

Filmproduzentin Mucky Degn („Degnfilm“) bringt Karl Moik auf Gut Aiderbichl – er ist fasziniert.
Am 09. März tritt Michael Aufhauser mit dem geretteten Stier Zuli und den Schweinen Hanni und Nanni das erste Mal im Musikantenstadl auf. Auch hier wird als Zuspieler die Geschichte von Baricello und Chatleen gezeigt.

Ex-Pelztierfarm-Füchsin Melissa wird Aiderbichlerin.

Der ORF sendet ein „Österreich Bild“: „Der Tierdiplomat“.

Michael Aufhauser gründet erste Hundefreilaufwiese

Michael Aufhauser pachtet eine große Fläche und gründet die erste Hundefreilaufwiese Österreichs in Seekirchen. Sein Ziel: So wie jede Gemeinde einen Fußballplatz hat, sollten auch Hundefreilaufwiesen in dem von Leinenzwang beherrschten Österreich selbstverständlich sein – Voraussetzung für eine artgerechte Hundehaltung.

Gut Aiderbichl kauft Lazarus und andere Pferde frei. Brigitta Gstöttner, Lehrerin und Aiderbichlerin, übernimmt eine dauerhafte Patenschaft für den geretteten Lazarus.

Aiderbichlerin Eva Benischke hinterlässt Gut Aiderbichl ein Katzenhaus.

Im Laufe des Jahres 2002 wächst die Anzahl der geretteten Tiere auf über 200.

Das Jahr 2001

Gut Aiderbichl soll viele Menschen erreichen

Beginn einer raschen Entwicklung

Schon vor dem Bau von Gut Aiderbichl hatte sich Michael Aufhauser in seiner neuen Heimat Salzburg für die Abschaffung von Rindertransporten in den Nahen Osten eingesetzt. Im Jahr 2000 erreichte er mit seinem Projekt „Die Kuh Misera“ viele Menschen. Das Mahnmal wurde von Michael Fuchs gestaltet und zeigte die verursachenden Elemente des Tierleids: Menschen, die Kälte und Profitgier ausstrahlen. Zur Präsentation in Salzburg kamen viele Prominente, unter anderem Tatjana Patitz und Hans Clarin (†). Aber auch Manfred Karremann, der die qualvollen Tiertransporte von Europa nach Nordafrika aufdeckte und dokumentierte, und Tierschützer Dr. Andreas Grasmüller (†).

Gut Aiderbichl soll viele Menschen erreichen

Von Anfang an steht fest, dass Gut Aiderbichl weithin bekannt gemacht werden muss, wenn es in großem Stil etwas bewirken soll. Michael Aufhauser informiert Freunde aus seiner Zeit als Schauspieler und seinem Leben in der damaligen „Gesellschaft“. Er erklärt ihnen seine Pläne. Sie kommen und ziehen mit ihrer Anwesenheit die Medien an.
Damals in Malaga lernte Michael Aufhauser die Journalistin und Moderatorin der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“, Claudia Ludwig, kennen. Mit Mathias Welp und ihr entstand der Fernsehbeitrag „Das Leid der Tiere“. Jetzt kommt sie mit der leitenden Redakteurin Gina Göss nach Henndorf und dreht einen ausführlichen Bericht über das Gut. Die Regisseurin und Journalistin Susanne D‘Alquen, bekannt für ihre sensiblen Tierfilme, ist Teil des WDR-Teams. In den darauffolgenden Jahren begleitet sie mit ihrer Arbeit auch Gut Aiderbichl. Michael Aufhauser wird im gleichen Jahr von der Salzburger „Kronen Zeitung“ zum „Salzburger des Jahres“ gewählt und erhält von Chefredakteur Hans Peter Hasenöhrl die „Goldene Krone“. Harald Brodnig, leitender Redakteur der „Kronen Zeitung“, und Fotograf Markus Tschepp haben das Anliegen von Gut Aiderbichl verstanden und begleiten es seither mit informativer Berichterstattung. Ralf Schumacher übergibt das Geschenk eines Freundes, den kleinen Stier Vincero, Gut Aiderbichl. Er und seine Frau Cora erhöhen das Interesse der Medien an unserer Arbeit.

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