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Lohmann LSL Classic Rosa

Farbe: weiß
Geschlecht: Weiblich
Geburtsdatum: 24.12.2015
Alter: 3 Jahr(e)

Kurzbiographie einer Legehenne: Huhn Rosa

„Ich wollt ich wär ein Huhn, ich hätt nicht viel zu tun…“ lautet das Lied der Comedian Harmonists, doch die Realität für Hühner wie Rosa sieht anders aus.

Huhn Rosa stammt aus einem Bodenhaltungsbetrieb. Sie ist erst ein Jahr alt und dennoch ist man schockiert, wenn man den ausgemergelten, federlosen Körper der Legehenne sieht. Nach dem Schlüpfen verbrachte Rosa etwa 18 Wochen in einem Aufzuchtbetrieb, bevor sie als Legehenne in einen Bodenhaltungsbetrieb kam.

Nun hätte Rosa und 49 Artgenossinnen die Schlachtung gedroht, und das, obwohl Hühner ein Alter von bis zu 7 Jahren erreichen können. Warum? Weil die Leistung der Hennen nach einem Jahr zurückgeht. Ihre Körper sind vom täglichen Eierlegen so ausgezehrt, dass sie vielleicht „nur“ 5 statt 7 Eier pro Woche legen – das rentiert sich für die Betriebe nicht.

Tiere sind Lebewesen und Mitgeschöpfe. Sieht man ihre nackten Körper im Fernsehen, schaltet man lieber weg, sonst ist der Abend im Eimer. Aber wenn das Ei im sympathischen Supermarkt angeboten wird, muss sich doch irgendjemand Gedanken darüber gemacht haben, so steril und schön verpackt. Und auch auf der Packung der Eier ist eine Dorfidylle abgebildet. „Frisch und Land“ sollen den Konsumenten die Mühen ersparen, genauer hinzusehen.

Die Kennzeichnungspflicht greift nicht beim Flüssig-Ei und wenn das Ei auf einem überbestückten Frühstücksbuffet gekocht in einem geflochtenen Korb liegt braucht man nicht erst nach der Kennzeichnung suchen, denn sie ist beim Kochen abgegangen.

 

Bericht Dr. Spielvogel

Aus einer vorschriftsmäßig kontrollierten Hühnerproduktionsstätte mit Bodenhaltung konnte Gut Aiderbichl 50 zur Schlachtung aussortierte Tiere übernehmen. Der vorschriftsmäßige grauenvolle Tod, an den Beinen an Leinen aufgehängt und kopfüber in ein Elektrobad getaucht, blieb den Tieren nach ihrem kurzen Leben als „Hochleistungseierlegemaschine erspart. Unseren Mitarbeitern wurde der Zutritt zu den Stallungen verwehrt. So wurden die Hühner von den Farmarbeitern an Hälsen und Beinen gepackt, bündelweise in die Käfige gestopft. Lautes Geschrei der Tiere in Todesangst, keine erkennbare Gefühlsregung oder Emotion bei den Arbeitern.

Auf der Fahrt zu einem der Außenhöfe von Gut Aiderbichl war es gespenstig still in den Käfigen. Bewegungslos und stumm kauerten die Hühner aneinander. Auch die beiden Aiderbichler waren, beeindruckt von dem Gesehenen, verstummt.

Am Hof angekommen, wurden die Hühner einzeln von mir tierärztlich untersucht und behandelt. In meiner langen Berufserfahrung habe ich leider auch viel Tierleid erlebt. Meist waren Geldgier, Dummheit, Überforderung oder Krankheit die Ursachen für das Tierleid. Aber in diesem Fall war ja alles sozusagen vorschriftsmäßig. Die Tiere hatten keine mutwilligen Verletzungen, die Schnäbel waren nicht abgebrannt, die Kröpfe waren gut gefüllt und dennoch, was für ein Anblick.

Mindestens ein Viertel der Tiere hatte gar keine Federn mehr an der dünnen Haut. Überall Pickverletzungen auch am Kamm, die Schwanzfedern abgebrochen oder ausgerissen, die Krallen verbogen und überlang. Alles mit Kot verkrustet und verschmiert. Vieles ist der Enge der Bodenhaltung geschuldet, das heißt 9 Tiere / qm sind vorschriftsmäßig. Wer zählt das nach?

Wen die hier gezeigten Bilder von gestern noch nicht schockieren, der möge doch bitte daran denken, dass diese Bodenhaltung auch Antibiotikagaben und andere für die Gesundheit der Verbraucher relevante Zugaben erfordert .Nicht der Erzeuger ist schuldig am Tierleid, wir alle sind es, weil wir uns nicht informieren, geizig sind und wegschauen und uns diese Zustände als vorschriftsmäßig gefallen lassen.

Wir haben die Wahl: Kein Ei mit der Ziffer 2!!


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