Abschied von Roy

Nachruf zu einer vom Aussterben bedrohten Tierart

Seit Bestehen setzt sich Gut Aiderbichl für den Artenschutz ein, und so haben wir vor rund fünf Jahren fünf Kune – Kune Schweine aufnehmen können.
Ende der 70er Jahre war diese besondere, neuseeländische Schweinerasse vom Aussterben bedroht. Ein Zuchtprogramm erhielt der Menschheit diese wunderbare Tierart. Damals ging man sogar soweit, sie nicht nur in Neuseeland, sondern auch in den USA, in Großbritannien, in den Niederlanden und in Österreich zur Zucht einzusetzen. Der Grund der Verbreitung auf andere Kontinente war ein interessanter: Im Falle einer Seuche auf einem Kontinent würde die besondere Schweineart jedenfalls auf den anderen Kontinenten weiterbestehen.

„Einzug der Maori“ auf
Gut Aiderbichl Henndorf

Die Kune – Kune sind von kleinerem Wuchs als die uns bekannten Hausschweine. Sie haben kurze Beinchen und ein besonderes Markenzeichen: an ihrem Kinn wachsen zwei „Troddeln“ (auf Maori: Piri Piri).
Im Juli 2015 zogen bei uns Harry, Potter, Roy, Diego und Casanova ein.
Was war das lustig, als die kleinen Kune – Kune Schweine in der Großen Halle im Shop herumliefen, die Gäste mit ihren lustigen Augen begrüßten und die Stofftiere aus den Verkaufsregalen nahmen. Vom ersten Tag an haben sich die Kune – Kune in die Herzen der Mitarbeiter geschlichen, auch wenn ihre Streiche manchmal ganz schön keck waren.

Einer, der besonders geliebt wurde, ist am 27. Oktober über die
Regenbogenbrücke gegangen – Unser Roy

Wenn der Mensch vielleicht ein wenig traurig war, gab es ein Kune – Kune Schwein, dass durch seinen besonderen Charakter sofort helfen konnte: Roy.
Sein Lächeln war immer sehr verschmitzt, so als wollte er uns Menschen etwas Lustiges erzählen.

Bei den Kindergeburtstagen war es so, dass er mit größter Begeisterung nicht die vorbereiteten Karotten und Äpfel haben wollte, sondern es liebte, die Schuhbänder der Kinderschuhe zu öffnen. Roys bester Freund war Diego – nichts und niemand war vor ihnen sicher. Seit einigen Tagen wollte Roy nicht mehr so recht fressen, die besten Leckerlis verschmähte er. Auch das Gehege wollte er gar nicht mehr verlassen. Die Zeichen standen nicht gut. Der Tierarzt hatte tiefe Falten auf der Stirn und wir wussten, dass wir Roy erlösen mussten.

Was würde die letzte Frage an Roy sein, wenn er sie noch hören könnte?

„Wir hoffen, dass du dich in den letzten Jahren wohl gefühlt hast, Roy?“

Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen

Lieber Roy,

du warst nie wie das Wetter – Du warst immer gut drauf und hast am lautesten gequietscht, wenn du die grünen Futterschüsseln erkannt hast. Kaum einer unter deinen Freunden hat so gerne mit uns gekuschelt wie du.

Wir hoffen, dass du da, wo du jetzt bist, eine satte grüne Wiese und Schatten hast und dass du mit vielen Freunden große Erdlöcher graben kannst.
Wir werden dich sehr vermissen und niemals vergessen.

Deine Pflegerinnen

Gut Aiderbichl
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