Ernstl

ist für immer eingeschlafen

Unser Lama Ernstl war ein Sir der feinen Art. Sechs Jahre lang hat Ernstl den Menschen Freude bereitet und viele Besucher zum Lachen gebracht.  
Vor Jahren erfuhren wir von einer Lama-Familie, die dringend ein neues Für-Immer-Zuhause brauchte. Fünf Stuten und Ernstl, der Lama-Hengst, wurden im Nebenerwerb gehalten. Ihre Wolle wurde vermarktet und unter anderem wurden geführte Wandertouren für Kinder angeboten. Die Lamas waren zutraulich und beliebt, doch der erwünschte Zulauf blieb aus. Sie wurden auf Gut Aiderbichl Henndorf aufgenommen und entwickelten sich hier zu den Lieblingen der Besucher.

Es war uns auch versichert worden, dass Ernstl kastriert war, und so keine Gefahr der Vermehrung bestünde. Ein Jahr später erblickten Maylea und Samira das Licht der Welt, und es wird stark vermutet, dass Ernstl der Vater war. Die Kastration war gemacht worden, doch dürften in seinen Samensträngen noch aktive Zellen zurückgeblieben sein, und so sind die Lama-Stuten Gena und Kira wohl schwanger geworden.

Ernstl und seine Lama-Damen genossen den Freilauf, legten sich im Sommer in die Sonne, und vor allem Ernstl war es egal, dass er den Verkehr behinderte. Er genoss es auch, einmal alleine über den Hof zu spazieren. Sein schneeweißes Fell leuchtete mit den Sonnenstrahlen um die Wette. Seinen großen, dunklen Augen entging nichts.  
Er war ein gutmütiger Wallach und ließ sich von den Lama-Mädls auch so einiges gefallen. Wenn es ihm doch irgendwann zuviel wurde, machte er das typische, bedrohliche Geräusch, bevor die Spuke durch die Luft flog.

Das vergangene Jahr war nicht unbedingt sein Glücksjahr. Probleme mit dem Magen bereiteten Ernstl große Schwierigkeiten, und der Arzt konnte ihn gerade noch retten. Es kostete viel Mühe, Tränen und Hoffen, unseren Ernstl nicht zu verlieren.  
Er sollte sich von diesem Ereignis nicht mehr so recht erholen. Dann geschah auch noch etwas, wovor immer gewarnt wird: Ernstl bekam einen ganzen Apfel gefüttert, der in seinem Schlund stecken blieb. Damals ging es um Minuten, und Ernstl wurde im letzten Moment vor dem Erstickungstod gerettet. 

Es geschah vor ein paar Tagen: Ernstl wurde in der Seitenlage vorgefunden, der herbeigerufene Tierarzt bemühte sich um sein Leben, doch er verlor den Kampf.
Ernstl schlief in den Armen der verzweifelten, weinenden Tierpflegerinnen für immer ein. Keine Behandlung konnte mehr helfen, er schloss seine Augen für immer.   

Lieber Ernstl, 

danke, dass wir dich begleiten durften. Du warst ein besonderes Lama und hast auf deine Art mit uns kommuniziert. Viele Male hast du uns zum Lachen und Schmunzeln gebracht, doch am Ende deines Lebens sitzen wir da und weinen um dich. Wir werden auf deine Lama-Damen achten.  

Du hast große Spuren in unseren Herzen hinterlassen. Mach’s gut, Ernstl.

„Wir werden immer bekannt sein für die Spuren, die wir hinterlassen.“ – Antoine de Saint Exupéry

Gut Aiderbichl
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