Internationaler Tag des Hasen

24.9.2022

Am Internationalen Tag des Hasen verwöhnen wir unsere Hasen im Hasenhaus mit besonderen Leckerlis, mit besonders viel Aufmerksamkeit und noch mehr umsorgender Liebe. Unser Kaninchenhaus füllt sich regelmäßig mit Kaninchen und Hasen, die aus verschiedensten Gründen abgegeben werden: einer von zwei Hasen ist verstorben, es soll kein zweiter mehr angeschafft werden, Kinder sind in der Pubertät und das Kaninchen ist zweitrangig geworden. Manchmal werden sie von Aussagen begleitet wie „Wenn ihr sie nicht abholt, mache ich Gulasch aus ihnen …“.   
Wir nehmen die Tiere auf und unsere liebevollen Kleintier-Pflegerinnen versuchen ihnen ein artgerechtes, liebevolles Leben zu bereiten.

„Kaninchen sind, wie all die anderen Tiere, kein Kinderspielzeug und man soll sie auch niemals verschenken!“ – Michael Aufhauser

Katzen, Hunde, Meerschweinchen oder eben Kaninchen sind die Lieblinge der Kinder. Junge Menschen können nicht früh genug erfahren und lernen, wie man auf Tiere zugeht, wie man sie streichelt und liebkost und Respekt vor den Lebewesen hat.  
Kinder mit Tieren zu beschenken ist im ersten Moment lustig, weil sie sich über das Tier freuen. Leider kommt es immer häufiger vor, dass die Liebe vergeht und so mancher Hase bzw. Kaninchen in der Box nach Gut Aiderbichl gebracht wird.

Was fühlen Tiere, wenn Sie „abgegeben“ werden?

Ob großes Pferd oder kleines, wuscheliges Kaninchen: wenn man sie beobachtet, lernt man, dass Tiere nicht nur Organe wie ein Mensch haben, sondern auch eine Gefühlswelt in sich tragen: Unsicherheit, Angst, Liebe, Vertrauen … all das empfinden Tiere wie wir Menschen.  
Umso mehr bestürzt es mich immer wieder, dass neugeborene Kaninchen, Katzen, Hundewelpen etc. ausgesetzt werden. Was geht in solchen Menschen vor? Neugeborene Kaninchen haben zumeist keine Überlebenschance, wenn sie irgendwo in einem Karton bei Regen, Schneefall oder Hitze ausgesetzt werden. Sie  sterben, alleine. Sie verhungern, verdursten, erfrieren in der Kälte oder sterben vor Hitze. Alleine zurückgelassen.  
So geschah es auch vor einem Jahr. In einem Karton waren vor dem Eingang von Gut Aiderbichl fünf winzige, schwarze Kaninchen abgestellt worden. Vollkommen unterkühlt warteten die kleinen Langohren auf eine rettende Hand.  
Unsere Tierpflegerinnen wogen die Häschen und fütterten sie stündlich. Eine Lampe wärmte die kleinen Hasenbabys, die sich im dichten Heu aneinander kuschelten. Sie bekamen Namen wie D’Artagnon, Aramis, Athos, Porthos und MyLady de Winter. Sehr oft mussten die kleinen Häschen zum Tierarzt und leider haben zwei der Tiere den Kampf ums Überleben nicht geschafft.

Im Versuchslabor gilt das Kaninchen nicht als Tier, sondern nur als Haut und Auge

Hautcremen, Mascara usw. werden an Kaninchen ausgetestet. Immer weiterer Fortschritt in der Medizin und Schönheitsindustrie bedeutet auch immer mehr Tierleid in den Versuchslaboren.  
Bei den Versuchen werden sie aus den Käfigen genommen und festgeschnallt. Dann werden beispielsweise diverse Flüssigkeiten in ihre Augen getropft, und es wird beobachtet, ob sich ihre Bindehäute rot verfärben oder ob durch Verätzungen die Hornhaut beschädigt wird, oder nicht. – Die Kaninchen leiden Höllenqualen. Weil sie keine Tränenflüssigkeit produzieren, können sie die Fremdkörper nicht ausschwemmen. Der Mensch kann sich dann getrost mit Mascara und sonstiger Kosmetik, die am Kaninchen getestet wird, schminken.
Denken wir zwei Minuten nach, was hier geschieht. Vieles, was in Versuchslaboren vor sich geht, wissen wir nicht. Wollen wir es wissen?

Nicht jeden Modetrend mitmachen

Es wird wieder kühler und bald findet man in den Regalen Pullis, Jacken, Mützen usw. mit Pelzbesatz. Hinter jedem verkauften Fell, verstecken sich schreckliche Lebensumstände sämtlicher Zuchttiere, die ihr Leben für den Profit der Pelzindustrie in engen Käfigen absitzen.  
Denken Sie an die Kaninchen, Katzen, Hunde, Füchse – fühlen sie die Wärme der Tiere, wenn wir ein Kaninchen streicheln. Wie es uns liebevoll anschaut und sich über unsere Streicheleinheiten freut.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie alleine durch den Gedanken an das Tier, den Pelz im Geschäft zurücklassen und ihre persönliche Ampel auf „ROT“ schalten.

Herzlichst, Ihre Gisela. 

„Das Leben aller Lebewesen, seien sie nun Menschen, Tiere oder andere, ist kostbar, und alle haben dasselbe Recht, glücklich zu sein. Sie sind ein Teil unserer Welt“ (Dalei Lama)

Gut Aiderbichl
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