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Die blinde Darla wollte leben

und bekam die Chance

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(geschrieben von Gisela Pschenitschnig)

Darla ist mittlerweile ungefähr drei Monate alt, und kam in der Nähe von Gut Aiderbichl Henndorf auf einem Bauernhof zur Welt.  
Darlas Besitzer bemerkten gleich nach der Geburt, dass das Kuh-Kälbchen keine Augen hatte, und somit blind war. Trotz ihrer Behinderung zeigte das junge Kälbchen aber einen feuerwerkartigen Lebenswillen. Für ein blindes Kalb jedoch gibt es am Hof leider keine Haltungsmöglichkeit. So wurde Gut Aiderbichl kontaktiert, denn man wollte der lebensfrohen Darla den Weg zum Schlachter ersparen, und ihr ein gutes Leben auf Gut Aiderbichl gönnen. Dieter Ehrengruber sagte der Aufnahme zu, und da ist sie nun – die Darla.

Wie ist Darla?

Wie reagiert sie, wenn man in ihren Stall kommt?

Darla hat einen schönen Stall, der zum Hof hin offen ist, und die Besucher können das Kälbchen sehen.  
Als ich das erste Mal Darla besuchte, lag sie gemütlich in ihrem Strohbett, und bewegte sofort ihre Ohren, als ich sie bei ihrem Namen ansprach: „Wer kommt denn da?“. Ihre Blindheit scheint sie nicht zu stören. Darla horcht auf ihren Namen und, wenn man mit ihr spricht, bewegt sie sanft den Kopf hin und her, versucht zu riechen, wer da gerade neben ihr steht.  
Beim nächsten Besuch begrüßte mich Darla schon mit einem sanften, leisenMuuuh“. Vielleicht hat sie mich an der Stimme erkannt, oder an der Art, wie ich ihr weiches Fell gestreichelt habe?  
Es ist schön, neben Darla im Stroh zu sitzen und ihren warmen Körper fühlen zu dürfen. Wie im Zeitlupentempo schleckt sie meine Hand und ist total entspannt. Wenn ich wieder aus dem Stall gehen möchte, steht sie auf und geht mir nach. Darla liebt es, gestreichelt zu werden, ihren Kopf an mir reiben zu können, und meine Hand abzuschlecken.

Wenn die Augen blind sind, muss man mit dem Herzen suchen.

~ Antoine de Saint-Exupéry

Darla weiß gar nicht, wie die Welt um sie herum aussieht, aber sie kann sie riechen und fühlen. Die Lebensfreude des Kälbchens hat auch ihren Besitzer dazu gebracht, sie am Leben wissen zu wollen. Somit wurde er einer der Menschen, der dem Schwächeren eine Chance gegeben hat: Darla, das blinde Kuh-Kälbchen, sollte leben.  

Wir Aiderbichler haben gelernt, dass blinde Tiere keine Probleme mit ihrer Umwelt haben, und auf ihre eigene Art ihr Leben führen und glücklich sind. Tiere sind untereinander sehr sozial eingestellt. So können wir mit Sicherheit annehmen, dass Darla in der Rinderherde von Henndorf gut aufgenommen werden wird.

Die blinde Kuh in der Rinderherde

Genau wie beim Menschen auch, führt der Ausfall eines Sinnessystems zu einer intensiveren Nutzung der übrigen Sinnesorgane, insbesondere des Gehörs. Wie gut sich eine blinde Kuh im Stall oder auf einer Weide orientieren kann, hängt von der Gruppengröße und der Stabilität der Gruppe ab. Ständig wechselnde Stallabteile würden zum Problem, da ihre Orientierung auf der merkbaren Erfahrung beruht.  

Unsere Tierpflegerinnen haben jahrelange Erfahrung mit blinden Rindern, blinden Eseln und Pferden usw. Darla wird es an nichts fehlen, das ist so sicher wie das Amen im Gebet.

Tiere können das Wort „Liebe“ zwar nicht schreiben, aber umso besser können sie es zeigen. Jeder helfende Mensch macht die Stimme der Tiere kräftiger und lauter.
Herzlichst, Ihre Gisela 

bei uns zuhause

Rind Darla

Fleckvieh

Kuh-Kälbchen Darla kam ohne Augen zur Welt. Die Besitzer wollten Darla unbedingt am Leben halten, weil sie voller Energie und Lebenswillen war. Für ein blindes Kalb gab es am Hof allerdings nicht die entsprechenden Einrichtungen und so wurde Darla nach Henndorf gebracht. In einigen Monaten wird Darla ihre ersten "Gehversuche" in der Rinderherde machen. Alles wird gut gehen.

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