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Das Jahr 2017


Gut Aiderbichl - Bewegungsstätte zwischen Mensch und Tier

Wieder ist ein Aiderbichl-Jahr vorbei. Ich weiß gar nicht, ob die Zeit wirklich schneller vergeht, oder ob mir das Zeitgefühl durch unsere Arbeit abhandengekommen ist. Tierschicksale kennen keinen Jahresrhythmus, keine Wochenenden, Feiertage, keine Ferien oder Ruhezeiten, bei denen man sich nur für Notfälle bereithält. Gerade das macht unsere Arbeit aus, dass wir immer am Ball sind und offen und aufmerksam bleiben für Tierschicksale. Und da wir tagtäglich mit so vielen Schicksalen konfrontiert sind, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Jahresrückblick zu erstellen, in dem wir auf die bewegendsten und berührensten Momente des Jahres 2017 zurückblicken. Ständig erleben wir so viele Momente, die einfach in der täglichen Arbeit untergehen und in der Regel nie veröffentlicht werden. In diesem Jahresrückblick haben wir uns die Freiheit genommen, diese Geschichten authentisch und ausführlicher darzustellen, so dass sie für uns und für Sie nicht in Vergessenheit geraten. Es soll die Arbeit des Gut Aiderbichl Teams verdeutlichen. Was hier alles liebevoll und kompetent für Tiere getan wird.

 

Abschied von meiner geliebten Lucy

Unsere geliebte Lucy 
(geb. 2000, verstorben am 24.02.2017)

Unsere Lucy (16) war eine "Mitbegründerin" von Gut Aiderbichl. Tierfreunde hatten sie damals aus einem spanischen Tierheim gerettet, doch Lucy war so traumatisiert, dass sie schließlich zur Aiderbichlerin wurde. Sie gehörte zur Rasse der spanischen Jagdhunde, für die es in Spanien teils recht merkwürdige Vorbereitungen auf ihre Aufgaben gibt. So lässt man sie dort einfach längere Zeit hungern, damit sie ganz schnell die Fährten von Hasen oder Fasanen aufnehmen. Diese "Vorbereitungen" haben Lucy bis zuletzt geprägt. Ihr Hunger schien unstillbar - als wollte sie für "schlechte Zeiten" vorsorgen. Ein weiteres Trauma war ihre Panik vor lauten Geräuschen, wie zum Beispiel Kirchenglocken oder Feuerwerk. Hörte sie nur im Fernsehen Kirchenglocken, so bekam Lucy gleich Angst und versteckte sich. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als Lucy damals zu uns kam. Ihr Schicksal berührte mich und von Anfang an verband uns etwas Besonderes. Lucy begleitete Michael und mich überall hin. Sie liebte die Ausflüge nach Gut Aiderbichl und mit ihrer freundlichen, liebevollen Art zog sie jeden in ihren Bann. Sie war es auch, durch die DJ Ötzi 2004 auf Gut Aiderbichl Henndorf seine Angst vor Tieren überwinden konnte. Michael Aufhauser zeigte ihm, dass kein Tier von Natur aus böse ist und ganz zögerlich überwand DJ Ötzi schließlich seine Furcht und streichelte Lucy. Ein Moment, der ihm und uns immer in Erinnerung bleiben wird. Lucy liebte das "Miteinander". Sie genoss das Spielen mit ihren Freundinnen Jeanny, Snoopy, Rikki und Lulu, und gönnte sich danach gerne ein Nickerchen in der Sonne. Lucy war mit ihrer fürsorglichen Art etwas ganz Besonderes - auch für meine Tochter Laura. Lucy liebte Laura über alles und wich ihr von Anfang an nicht von der Seite. Sie schienen förmlich auf einander aufzupassen und beide verband eine besondere Freundschaft. Natürlich machten sich auch bei Lucy mit zunehmendem Alter die ersten Wehwehchen bemerkbar. Alles ging etwas langsamer und Lucy war nicht mehr ganz so stürmisch. Aber Lucy verlor in keiner Minute ihre Freude am Leben - im Gegenteil. Sie freute sich über jeden Tag und zeigte uns, wie schön es sein kann, das Leben einfach nur zu genießen. Und wir freuten uns jeden Tag darüber, dass wir ein Teil von Lucys Leben sein durften.

Lucy hatte zu Michael Aufhauser immer eine ganz besondere Beziehung. Sie wich ihm kaum von der Seite und nach seiner schweren Erkrankung im Mai 2015 fokussierte sie sich noch stärker auf mich. Lucy nahm meine Freuden und Sorgen sofort wahr - sie kannte mich in- und auswendig. Und gerade in schweren Zeiten gab sie mir wieder Hoffnung und Kraft.
In der vergangenen Woche bemerkte ich, dass Lucy zunehmend an Kraft verlor. Sie mochte nicht mehr recht fressen und wollte dann, nach einem kurzen Gassi, lieber wieder zurück in ihr warmes Körbchen und schlafen. Ich ahnte, dass uns nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Wir verwöhnten sie mit allen Leckereien und genossen jede Stunde, die uns mit ihr blieb.
Am Freitagmorgen dann musste ich zu einem Termin nach Niederösterreich. In der Früh sah ich nach Lucy. Friedlich lag sie in ihrem Körbchen, hob den Kopf und sah mich an. Sie war müde, aber litt keine Schmerzen. Dennoch besorgt machte ich mich auf den Weg. Ich wusste, dass immer jemand in Lucys Nähe war, um nach ihr zu sehen, aber dennoch galten meine Gedanken meiner geliebten Lucy. Ich machte mich nach dem Termin schnell auf den Rückweg, und als ich am Nachmittag wieder in Salzburg war, galt mein erster Weg Lucy. Sie sah mich an und ich wusste, dass nun der Zeitpunkt des Abschieds gekommen war. Ich ließ die vielen Jahre mit Lucy in Gedanken Revue passieren, während ich sie streichelte und ihr zusprach. Sie war ganz ruhig und atmete schwer. Ich rief den Tierarzt, um Lucy bei ihrem letzten Gang zu helfen - sie sollte nicht leiden müssen.

 

5 Jahre Gut Aiderbichl Iffeldorf: 30. April 2017
Am Sonntag haben wir das 5-jährige Bestehen von Gut Aiderbichl Iffeldorf, dem Gertraud-Gruber-Osterseehof, gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich mehr als 2.000 Aiderbichler und Tierfreun auf den Weg, um gemeinsam mit uns und unseren geretteten Tieren einen unvergesslichen Tag zu verbringen. 

Im großen Festzelt spielte am Vormittag die Musikkapelle Iffeldorf, ehe um 13 Uhr Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber die Gäste begrüßte.
Großer Dank galt natürlich Frau Gertraud Gruber, ohne die das „Märchen von Gut Aiderbichl Iffeldorf“ nicht möglich gewesen wäre, dem Bürgermeister der Gemeinde Iffeldorf, Herrn Hubert Kroiß, sowie unseren Gutsverwaltern Hansi und Martina Süß, die sich gemeinsam mit ihrem Team tagtäglich für die Tiere einsetzen. 

 

Leinen los!
Unbeschwert drauf los laufen, mit Artgenossen toben und spielen,  ein Inbegriff von Glückseligkeit für Hunde. Auf der 1000 m² großen Wiese mitten in Henndorf können sich die 170 gemeldeten Vierbeiner in der Gemeinde nun auspowern, was das Zeug hält. Und auch die Besitzer freut es.

Täglich vergnügen sich viele besten Freunde des Menschen auf der 1000 m²großen eingezäunten Wiese.

Ermöglicht wurde dies von einer Landwirtsfamilie und dem Gut Aiderbichl, das die Pacht der Wiese bezahlt und sich um die Umzäunung und Bewirtschaftung gekümmert hat. Sowohl den Einwohnern als auch den Touristen, die mit ihrem Vierbeiner Urlaub in Henndorf machen, ist es hier ab sofort möglich, Hunden jeden Alters und jeder Rasse freies Laufen und Spielen zu ermöglichen. Das Gelände der neuen Hundefreilaufwiese ist umzäunt, es gibt einen befestigten Weg und zusätzlich eine Bademöglichkeit", erklärt Aiderbichl-Geschäftsführer Dieter Ehrengruber. Usere Antwort auf den Leinenzwang!

 

T. Rex Ausstellung
Ab 23. Juni, während in den Niederlanden ein eigenes Gebäude für den Sensationsfund errichtet wird, geht der T. rex auf Welttournee und bietet weltweit Kindern wie Erwachsenen die Chance, einmal in ihrem Leben ein originales, nahezu vollständiges und verblüffend gen und den USA in Planung.

 

SOS! Rettung in letzter Minute
Unfassbare Qualen: Esel Olympe und Mona. Wir auf Gut Aiderbichl sind täglich mit dem Leid konfrontiert. Wir verfügen über einen großen Erfahrungsschatz und haben schon viel erlebt. Aber es gibt Momente, in denen auch uns einfach nur der Atem stockt und wir fassungslos darüber sind, wie man Tiere, unsere Mitgeschöpfe, so quälen kann.

Zwei Aiderbichler waren durch Zufall bei einem Bauern im Land Salzburg auf zwei Esel, die zehnjährige Stute Olympe und ihr 10 Monate altes Fohlen Mona aufmerksam geworden. Dass die beiden Tiere verwahrlost waren, fiel den Aiderbichlern sofort auf, denn die Hufe waren in einem katastrophalen Zustand. „Man habe keinen Termin beim Hufschmied bekommen…“.
Die Aiderbichler versuchten, eine Lösung für die beiden Esel zu finden, als sie den Anruf erhielten: „Entweder ihr nehmt die Esel, oder sie gehen morgen zum Händler!“. Was das für Olympe und Mona bedeutet hätte, kann man sich schnell ausmalen. In ihrem Zustand hätte sich vermutlich niemand für die beiden interessiert – außer dem Schlachter. Doch das wollten die Aiderbichler nicht einfach so hinnehmen, denn: Eselin Olympe ist schon wieder trächtig!
Die Aiderbichler setzten alle Hebel in Bewegung und am Abend erreichte uns schließlich der Notruf. Sie berichteten uns von dem schlechten Zustand der kleinen Eselfamilie und spontan sagte Dieter Ehrengruber der Aufnahme von Olympe und Mona zu.
Die Aiderbichler kauften die beiden Eselinnen frei und brachten sie gleich zu uns nach Gut Aiderbichl Henndorf. Von ihren Berichten wussten wir, dass Olympe und Mona in keinem guten Zustand sind, aber was wir dann sahen, brach uns das Herz.
Olympe hat solch katastrophal lange Hufe, dass sie kaum einen einzigen Schritt gehen kann. Sie knickt regelrecht weg. Ihr Leben muss nur noch aus Schmerz bestehen. Und auch die Hufe der 10 Monate alten Mona zeugen davon, dass sie noch nie im Leben von einem Hufschmied behandelt wurde. Fassungslosigkeit, Trauer und Wut stiegen gleichzeitig in uns auf. Wie kann man Tiere so vernachlässigen und sie solche Qualen leiden lassen?
Unsere Pferdewirtin Martina, die seit über 10 Jahren unsere Aiderbichler Pferde, Esel und Ponys versorgt, hockte fassungslos im Stroh neben Olympe und Mona und gab ihnen die ersten Leckereien. Und obwohl die beiden so viel durchgemacht haben, fassten sie Vertrauen. So als würden sie spüren, dass sie jetzt in Sicherheit sind.
Wir haben gleich einen Termin mit der Tierärztin vereinbart. Sie wird mit einem mobilen Röntgengerät kommen, denn ein Transport in die Klinik wäre für die trächtige Stute zu stressig. Vermutlich hat sie schon Schäden an den Gelenken und Sehnen, denn durch die nicht gepflegten Hufe ist es für sie so, als wäre sie jahrelang auf Zehenspitzen gestanden. Danach wird unser erfahrener Hufschmied die erste Behandlung bei Olympe und Mona durchführen. Es werden noch viele weitere Behandlungen notwendig sein, aber wir sind zuversichtlich und werden alles daran setzen, dass Olympe und Mona ein glückliches Eselleben führen können.
Mit dieser spontanen Aufnahme haben wir nicht gerechnet, aber wir mussten einfach helfen. Werden auch Sie zum Tierretter und unterstützen Sie Olympe und Mona auf ihrem weiteren Lebensweg. Werden Sie symbolischer Pate und setzen Sie ein Zeichen!

Dramatische Rettungsaktion in Wien!
Der Hilferuf erreichte Gut Aiderbichl per Mail und kam von der Volkshilfe Wien, für deren Projekt  „a  G’Spür  für’s Tier"die Sozialarbeiterin Siegrid-Ina Groschopf tätig ist. Sie schrieb uns von einem Ziervogel-Notfall größeren Ausmaßes, die Rede war von ungefähr 60 Wellensittichen, 24 Nymphensittichen und der kurz bevorstehenden Delogierung ihrer Besitzerin, die mit den Tieren in einer circa 60qm großen Altbauwohnung lebt. Man sagt gern, das Glück sei a Vogerl, und meint damit, dass es sehr schnell wieder davonfliegt. Aber die Vögel in dieser Wohnung, deren Zahl mit 84 grob unterschätzt war, wie sich später herausstellte, konnten gar nicht davonfliegen und waren das einzige Glück, das der Frau um die 50 geblieben war, ihr Lebenssinn.

Die Vögel und ihre Altbauwohnung in Wien – beides sollte sie jetzt verlieren. Das Gut Aiderbichl-Team machte sich auf den Weg, um die Sittiche in einer stundenlangen Aktion behutsam einzufangen und nach Gut Aiderbichl Gänserndorf zu übersiedeln.
Tagesbilanz: 323 Sittiche wurden an diesem Tag zu Aiderbichlern!

 

Gut Aiderbichl Kinderfest im August 2017
Jeweils ein ganzes Wochenende steht im Zeichen der jungen Aiderbichler. Den Auftakt machte an diesem Wochenende Gut Aiderbichl Henndorf. Trotz der nur mäßigen Wetterprognose machten sich bereits am Samstag viele Familien auf den Weg zu uns, um ab 10 Uhr an unserem abwechslungsreichen und spannenden Programm teilzunehmen. Am Sonntag dann, bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, freuten wir uns über viele Kinder und Familien, die unvergessliche und abwechslungsreiche Stunden bei uns verbrachten.

Gleich um 10.30 Uhr startete die erste Gruppe mit unserem Junior-Team-Tierpfleger Programm. Die jungen Tierfreunde konnten dabei 2 Stunden lang unseren Tierpflegern über die Schulter schauen und dabei viel Wissenswertes über unsere geretteten Tiere erfahren. Aber nicht nur das: die jungen Aiderbichler konnten sogar selbst bei der Futterzubereitung, der Fellpflege und der Fütterung mithelfen, und erhielten zum Abschluss eine Urkunde.


Mittags gab es, wie im Vorjahr, das Puppentheater mit Josefine Merkatz, die mit ihrer wunderbaren Vorführung die Kinderaugen zum Strahlen brachte. Auch Mister M. mit seiner rasanten Comedy-Cooking-Show sorgte am Samstag, als auch am Sonntag, für Abwechslung.

 

 

Die Hunde aus der Streuner Hölle von Rumänien
Das Leid der Streuner, der verstoßenen Hunde im Süden und Osten Europas, ist unermesslich groß. Sie werden gequält, geschlagen, vergiftet, von Hundefängern gejagt und landen dann meist in den berüchtigten Tötungsstationen, wo sie grauenvoll sterben. Wir wurden auf eine Hundetragödie in Rumänien aufmerksam, die nach Hilfe schreit und bei der wir nicht wegsehen können.

Da ist unsere Menschlichkeit gefordert und Maßnahmen sind gefordert! Jetzt, da wir davon wissen, müssen wir auch handeln. So fast unlösbar das Problem auch scheint, wir müssen für diese armen Tiere eine Lösung finden. Einen Weg zur Rettung von mehr als 300 verzweifelten Hunden.
Die armen Hunde befinden sich 15 Kilometer von Bukarest entfernt in einem Shelter. Das heißt in diesem Fall auf einem Areal aus Bau- und Maschendrahtzäunen sowie Holzverschlägen inmitten einer Wüstenei ohne fließendes Wasser, ohne Strom und Infrastruktur. Nur Gasleitungen sieht man überall. Das Shelter ist ein wackeliges Provisorium, wo man das Wasser für die 300 Hunde von Hand im Eimer aus einem Brunnen holen und herumschleppen muss. Tierfreundin Ioana, die früher als Rechtsanwältin gearbeitet hat, widmet inzwischen ihr ganzes Leben der Rettung der Hunde im Shelter. Still kämpft sie Tag für Tag gegen das Elend. Sie gibt alles, was geht, und ist nun am Ende des Möglichen angekommen.
Tagtäglich erfährt Ioana von Hunden in Not. Sie findet sie auf den Straßen um Bukarest oder direkt vor ihrem Shelter. Nein sagen kann sie nicht. Wie auch, bei all dem Leid. Hunde, oft Welpen, die wie Müll entsorgt werden, lässt sie tierärztlich versorgen und impfen, ehe sie in das Shelter kommen. Dort leben die Hunde auf engem Raum, wenn auch verantwortungsbewusst und liebevoll mit dem Allernotwendigsten versorgt. Aber immerhin dürfen sie leben und sind geschützt. Geschützt vor den Hundefängern, die ihnen nachstellen wie Kopfgeldjäger, die bezahlt werden für deren Tod. Denn wenn die eingefangenen Streuner in einem öffentlichen Tierheim landen, werden sie nach 14 Tagen, wenn sich niemand findet, der sie aufnimmt, getötet.
Den Hunden im Shelter von Ioana droht jetzt weiteres Elend, das auch ihr Ende bedeuten könnte. Das Gelände ist gepachtet, und eine Firma erhebt nun Anspruch darauf. Damit verlieren die Hunde ihren Platz, wahrscheinlich sogar schon im Winter. Das würde für sie bedeuten, dass sie auf die Straße müssen, wo sie dann wieder gejagt werden. Die alten und die jungen Hunde würden den harten rumänischen Winter vielleicht sogar nicht überleben.


Wir waren mit unserem Team vor Ort und haben uns selbst von der Situation überzeugt. Beim ersten Betreten des Geländes schnürte es uns die Kehlen zu. Wohin man sieht: Hunde. Sie fangen sofort an zu bellen und stürmen dann an die Gitter, um Kontakt aufzunehmen und um Streicheleinheiten zu bekommen. Ihre Blicke sind ein Flehen und Hoffen, das keinen Besucher ungerührt lässt.
Bisher konnten wir vor Ort nur Erste Hilfe leisten: Abdeckplanen wurden besorgt, ein Generator mit Pumpe für den Brunnen gekauft und medizinische

Hilfe geleistet. Wir werden weiterhin vor Ort unser Bestes geben, um die armen, verstoßenen Hunde zu unterstützen. Sie benötigen medizinische Versorgung, Futter und vor allem Liebe.
Doch in diesem dringenden Notfall, bei dem wir einfach nicht wegsehen können, benötigen wir Ihre Hilfe. Die Hilfe der Aiderbichler Gemeinschaft, die schon so vieles möglich gemacht hat. Mit Ihrer Unterstützung tragen Sie dazu bei, dass diese Hunde artgerecht versorgt und medizinisch behandelt werden können.

 

 

 

Das große Leid der Streuner
Die derzeit größte Herausforderung für Gut Aiderbichl ist die allen zu Herzen gehende Streunertragödie in Rumänien, wo in der Ortschaft Glina nahe Bukarest in wackeligen Holzbaracken und klapprigen Wellblechverschlägen hinter rostigen Drahtzäunen gut 300 traurige Straßenhunde auf Rettung warten. In diesem Shelter sind die Hunde durch den selbstlosen Einsatz der Tierschützerin Ioana und ihrer Helfer vor dem Verhungern, dem Verdursten und den Hundefängern vorerst geschützt. Aber dieser Erfolg ist nur ein Provisorium.

Außerdem tauchen vor dem Zaun draußen schon die nächsten Verstoßenen auf, verstecken sich dann wieder verängstigt und wissen nicht, wohin in ihrem Elend. Wir sind auf Aiderbichl schon länger mit der Rettung von Streunern befasst, aber einer Tragödie dieser Dimension sind wir noch nicht begegnet. Da man sie uns bekannt gemacht hat, müssen wir nun selbstverständlich reagieren und das fast Unmögliche möglich machen.
In Glina hat nach einem heißen Sommer, in dem die Hunde auf dem baumlosen Gelände des Shelter-Areals oft schutzlos der sengenden Sonne ausgeliefert waren, in diesen Wochen der Winter Einzug gehalten. Im Sommer haben wir zunächst für fließendes Wasser gesorgt, die Tiere medizinisch betreut, Futter geliefert und den Sonnenschutz verbessert. Danach wurde es zu einem Wettlauf mit der Zeit, der Kälte zuvor zu kommen, damit nicht wieder Streuner erfrieren müssen.
Zurzeit sind unsere Mitarbeiter vor Ort, um die Wege im Shelter mit Bauschutt zu befestigen und auf Europaletten Hundehütten aufzustellen, die gegen Kälte und den Winterwind isoliert sind und den frierenden Vierbeinern Schutz bieten. Der Winter fängt ja gerade erst an.
Ein Kollege hat vor Ort weitere Streuner in schlechtem Zustand aufgefunden. Teils verletzt, teils krank, sind sie ausgestoßen und allein. Einem muss ein Auge entfernt werden.

 

Start des traditionellen Weihnachtsmarktes & Dreharbeiten!
Traditionell fand am Dienstag, dem 14. November 2017, die Voreröffnung unseres Weihnachtsmarktes auf Gut Aiderbichl Henndorf statt. Prominente Wegbegleiter, Unterstützer und Medienvertreter hatten sich trotz der kühlen Temperaturen auf den Weg gemacht, um den neu gestalteten Innenhofbereich, die geschmackvollen Dekorationen und natürlich die große Lebendtierkrippe zu bestaunen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Gästen und den Medien bedanken, dass sie uns auch in diesem Jahr mit ihrer Anwesenheit unterstützen und so das Interesse auf unsere geretteten Tiere lenken.

Unter anderem durften wir gestern die Wegbegleiter und Aiderbichler Jutta Kammann, Jonny Hill, Edith Moik und Carolin Reiber bei uns begrüßen. Auch Christa Clarin, Karl Merkatz und Claudia Jung hatten sich auf den Weg nach Henndorf gemacht, um den Abend bei uns inmitten der geretteten Tiere zu genießen. Auch internationale Gäste und Tierfreunde durfte Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber willkommen heißen: Leona Lewis, Kathrin Glock, Kristin Davis, Dieter Bohlen, Christian Clerici und Rupert Everett stellten sich in den Dienst der guten Sache.

Mit dem Patentreffen haben wir unsere traditionellen Weihnachtsmarkt auf Gut Aiderbichl Henndorf eröffnet. Und auch heute gibt es wieder um 14 Uhr ein Patentreffen, bei dem wir Ihnen unsere tierischen Neuzugänge präsentieren.
Ab Sonntag (11 Uhr) starten die Dreharbeiten zur beliebten Sendung "Weihnachten auf Gut Aiderbichl". 

 

 

Aiderbichl in Zahlen: 

Ausgaben 2017:

Affen Refugium:

Verbrauch:
Rund 6.000 Liter Milch
Rund 2.000 Stk. Eier
Rund 1.800 Portionen Joghurt
Rund 3.000 Salatköpfe
Rund 11.000 Kg Obst
Rund 58.000 Kg Gemüse

Mitarbeiter und Besucher:

Unsere MitarbeiterInnen leisteten über 400.000 Arbeitsstunden im Jahr.
Die Pferdewirte in Henndorf gehen rund 32.000 Schritte pro Tag. - Das sind ca. 22 km pro Tag!

Über 5.000 Behandlungen führen die Hufschmiede auf unseren Höfen durch!

Unsere drei Besucherhöfe (Gut Aiderbichl Henndorf, Deggendorf und Iffedorf) verzeichneten bereits über 3 Millionen Besucher!