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Die toten Stiere von Pamplona

 

 

Jedes Jahr finden in der nordspanischen Stadt Pamplona die „Sanfermines“ statt, ein großes Fest. Einserseits zu Ehren des heiligen Fermin, der schon vor rund 1800 Jahren in Frankreich Bischof war. Andererseits zum größten Entsetzen und tiefsten Schrecken aller Menschen, die die Tiere lieben und das Leben achten. Denn zu dieser Festivität gehören eine morgendliche Stierhatz und ein darauffolgender Stierkampf, alle Jahre wieder vom 7. bis zum 14. Juli.

Das Stiertreiben beginnt morgens um acht, wenn jeweils sechs Stiere mit Kuhglocken um den Hals durch die engen, gepflasterten Straßen der historischen Altstadt stürmen, ausrutschen und sich teils schwer verletzen, getrieben von hunderten weiß gekleideten Männern, die sie in die Stallungen der Arena hetzen.

Schon am ersten Tag gab es in diesem Jahr auch vier schwer verletzte Menschen. Das gehört zu den Konsequenzen dieses Spektakels: Wenn Menschen rudelweise Stiere jagen und in der Folge der panikerzeugenden Enge und Aggressivität Stiere Menschen, dann fließt Blut in den Straßen der Stadt. Ein mörderisches Schauspiel ist dort zu sehen, was den Bürgermeister nicht davon abhält, die „Sanfermines“ als „ein Fest für die ganze Familie“ zu empfehlen, das in jedem Jahr rund 1,5 Millionen Touristen in die 200.000 Einwohner zählende Stadt lockt. Und sie zahlen richtig viel Geld für den Nervenkitzel. Auf 74 Millionen Euro werden alles in allem die Einnahmen veranschlagt.

Beim Stierkampf werden die ohnehin schon erschöpften und verwirrten Tiere dann auf die bekannt feige Weise getötet, sechs pro Tag, macht in acht Tagen 48. Vor vier Jahren standen zum Protest 48 Särge für 48 tote Stiere in der Stadt. Aber alle Proteste helfen nichts, solange die Touristen das bluttriefende Spektakel bezahlen und zusätzlich Subventionen kommen, auch von der EU. Das diene der Traditionspflege, heißt es. 

Das Fest von Pamplona hat tatsächlich eine Jahrhunderte alte Tradition. Außerdem hat Ernest Hemingway, der ein großer Dichter war, aber auch ein ebensolcher Macho, das Fest in seinem Roman „Fiesta“ verewigt. Aber was ist nun Tradition in Pamplona? Tierquälerei, Zynismus, Selbstgefährdung, Eitelkeit und Lebensverachtung. Eine Protestparole heißt: „Tortur ist keine Kultur.“ Das sieht man gut in dieser Stadt. 

Aber nicht nur Möchtegern- Toreros drängen sich durch die engen Altstadtgassen, in den letzten Jahren tritt ein weiterer, besonders unerfreulicher Typus auf: der Grapscher. Massiv beklagen sich Frauen in der überfüllten Stadt wegen sexueller Übergriffe. In der Hitze des Sommers, dem Alkoholdunst der Besucher und dem Blut auf den Straßen will man nun zumindest den Grapschern ein Ende machen. 

 

Bei uns auf Aiderbichl lebte fast elf Jahre lang, bis er im Mai 2011 starb, ein Zuchtstier, 1400 Kilogramm schwer, den wir vor einem Qualtransport zum Schlachten in den Libanon retten konnten. Er war ein kolossaler Anblick und zugleich kolossal gutmütig. Wir nannten ihn Francis.

Jetzt lebt auf dem Henndorfer Gut Francis II, der aus der Zucht ausgemustert und vermutlich geschlachtet werden sollte. Auch er ist ein sanfter Riese und fühlt sich bei uns glücklich zu Hause.  Das alles aber soll bitte nicht heißen, dass wir einen Stier in freier Wildbahn ohne Vorsicht begegnen sollten! Da heißt es: Schön ruhig weitergehen und einen Bogen machen.

 

Aber als angriffswütig wie die Stiere in der Kampfarena sind diese Tiere ganz und gar nicht. Für einen Stierkampf werden sie zuvor in dunkle Ställe gesperrt, gequält und gereizt. Am Ende sind sie nur noch das wütende Zerrbild ihrer selbst, verhöhnt und den Mördern preisgegeben. 

Werden Sie Pate von Francis II, besuchen Sie ihn auf Gut Aiderbichl Henndorf. 

Werden Sie symbolisch Pate von Francis und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
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