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Kopfschütteln vorprogrammiert

Bedauerlicher Einzelfall oder alltäglicher Wahnsinn?

Es gibt ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Anlässlich solch ungeheuerlicher Meldungen, wie die über den russischen Touristen, der ein etwa zwei Jahre alten Menschenaffen in einer Rattankiste von der indonesischen Urlaubsinsel Bali schmuggeln wollte, greift man gerne kopfschüttelnd auf diese Redensart zurück. Noch am Flughafen von Denpasar entdeckten Flughafenbeamte das mit Drogen betäubte Orang-Utan-Baby, das zu dem Zeitpunkt bereits zwei bis drei Stunden bewusstlos in der Kiste lag. Der Mann, der das Wildtier laut einem Artikel in der Zeitung „The Jakarta Post“ für 3000 US-Dollar gekauft hatte, wollte es sich in seiner Heimat als Haustier halten. Außerdem habe der Tourist auch Spritzen und Betäubungsmittel mit sich geführt. Er plante, diese dem Affenkind bei der Zwischenlandung in Südkorea zu geben.

Verständlicherweise werden die meisten Menschen beim Lesen dieser Zeilen entsetzt den Kopf schütteln. Wer seine Gedanken weiter schweifen lässt und darüber nachdenkt, dass der kleine Kerl zuvor brutal seiner Mutter entrissen wurde, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht überlebt hat, würde wohl am liebsten laut drauflosschreien. Vor dem Hintergrund, dass Orang-Utans akut vom Aussterben bedroht sind und die gesamte Population auf nunmehr 115.000 Exemplare geschätzt wird, kann der Schrei dann mitunter etwas lauter ausfallen.
Neben dem illegalen Tierhandel ist vor allem der Lebensraumverlust durch die Entstehung immer mehr neuer Palmölplantagen für den schwindelerregenden Rückgang der Population verantwortlich. So wie den asiatischen Waldmenschen ergeht es leider auch den afrikanischen Menschenaffen. Mit einer Population von nur noch 150.000 bis 250.000 Tieren sind die Gorillas ebenso vom Aussterben bedroht. Umso mehr entsetzt es einen, dass Nigeria eine sechsspurige Autobahn mitten durch eines der letzten Rückzugsgebiete der Cross-River-Gorillas plante. Von dieser Unterart existieren nur noch weniger als 250 Tiere. Dank des Einsatzes von Artenschützern änderte die Regierung ihre Pläne schließlich dahingehend, dass der Highway zwar gebaut werden soll, aber die Streckenführung nach Westen am Cross-River-Nationalpark vorbeiführt. Damit sei zwar das Schlimmste abgewendet, aber der Schaden für die Natur und die Tierwelt wäre immer noch immens hoch.
Im Cross-River-Wald leben neben den Cross-River-Gorillas, die eine der insgesamt vier Gorilla-Unterarten darstellen, natürlich noch viele weitere schützenswerte und bedrohte Tierarten, wie zum Beispiel die Waldelefanten, Drills oder Schimpansen. Zu den am stärksten bedrohten Affenarten in Afrika gehört zweifelsohne der Drill. Für den Rückgang ist wie so oft die Zerstörung des Regenwaldes maßgeblich verantwortlich. Daneben fallen viele Affen dem sogenannten „Bushmeat Trade“ zum Opfer. Der Buschfleischhandel betrifft natürlich auch andere Affenarten, die ohne Rücksicht auf den Bedrohungszustand der Arten oder des immensen Leids, das dahintersteckt, gnadenlos bejagt werden. Denn während Elterntiere für Wilderer höchst lukrativ und damit beliebte Opfer sind, ist an Jungtieren einfach zu wenig Fleisch dran. So werden Gorilla- oder Schimpansen-Babys oftmals als niedliche „Haustiere“ verkauft. Schwer traumatisiert sitzen sie dann mutterseelenalleine in kleinen Käfigen oder fristen in Hinterhöfen angekettet ein unwürdiges Dasein. Mit etwas Glück werden sie von Menschen, die unerschütterlich an das Gute glauben befreit und in eine Auffangstation gebracht, wo ihre Wunden zumindest bis zu einem gewissen Punkt heilen können.
Auch die Schimpansen, die heute im Gut Aiderbichl Affen Refugium in Gänserndorf leben, haben schon zu Beginn ihres Lebens durch den gewaltsamen Verlust ihrer Mutter traumatische Erfahrungen gemacht, die in den folgenden Jahren im Versuchslabor nahezu unvorstellbare Ausmaße angenommen haben. Die Wunden werden bleiben. Aber sie wurden und werden im Laufe der Jahre immer kleiner und wir tun alles dafür, dass die Schimpansen unter unserer Obhut ein Maximum an Lebensfreude und Lebensqualität erhalten.

 

 

Die Freigehege werden von den Schimpansen im Affen Refugium mit Begeisterung genutzt

 

 

Schimpansenmann Clyde in Denkerpose

 

 

Schimpansen stehen dem Menschen genetisch am nächsten

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