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Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Das Gehenlassen: Jeder Abschied fällt schwer

Auf den Gnadenhöfen von Gut Aiderbichl leben über 6.000 Tiere, die aus verschiedensten Gründen ihr Zuhause verlassen mussten. Auf den Gütern leben sie bis ans Ende ihrer Tage, genauso wie auch viele Haustiere bei den Menschen in privaten Wohnungen. Sie werden im Laufe der Jahre Familienmitglieder und bestimmen zum Großteil auch den Tagesablauf von uns Menschen.
Tiere sind unsere besten Freunde, sie lebten vor uns Menschen auf dieser Erde und sind das lebende Beispiel all dessen, was die Natur dem Menschen „zur Verfügung“ stellt. Es gelte ihr der größte Respekt.

Jedes Leben geht einmal zu Ende

Ob Mensch oder Tier – es ist jedem bestimmt, dass die Lebenskerze irgendwann erlischt: durch erreichtes Alter, durch Krankheit, durch einen Unfall, durch Quälerei – die Liste ist endlos lange.
Die Tiere auf unseren Höfen leben hier bis zu ihrem natürlichen Lebensende, oder: manchmal, wenn der Krebs kommt, Schmerzen, wenn die Tiere nicht mehr gut fressen und sich zurückziehen und das beste Leckerli nicht mehr mögen, dann kommt der Moment, wo sich der Mensch im Klaren sein muss, dass das Tier erlöst werden muss. Die Signale stehen auf Rot.
Michael Aufhauser hat immer gesagt: „Schaut dann auch den Tieren in die Augen. Sie werden tief, glasig, der Blick ist weit weg. Jetzt muss man das Herzchen ein wenig ausschalten, dafür das Gehirn einschalten und den kleinen oder großen Liebling gehen lassen!“

Michael Aufhauser fühlt, was die Tiere denken

Euthanasie bedeutet übersetzt „Gutes Sterben“ 

Menschen und Tiere setzen Zeichen, wenn es zu Ende geht. Dem Tier dürfen wir helfen, den Weg zur Regenbogenbrücke anzutreten.
Oft habe ich das Sterben schon erlebt, doch schmerzhaft ist es immer wieder. Eines ist klar: das Tier soll nicht mit lautem Schluchzen begleitet den letzten Weg antreten – es ist wohl das Schwerste für uns Menschen, nicht zu weinen. Es quält das Tier, denn es kann uns nicht mehr helfen und trösten. Wenn der Entschluss gefasst ist und kein anderer Weg mehr bleibt, als die Euthanasie, soll man die Tiere auf keinen Fall alleine sterben lassen, sondern sie auch in den letzten Minuten begleiten: streicheln, mit ihnen leise reden – einfach da sein.

Vor ein paar Tagen mussten wir Zacki gehen lassen

Mit fast 18 Jahren haben die Schmerzen und Entzündungen der Arthrose dazu geführt, dass wir Zacki gehen lassen mussten… An jenem Tag, als ich bei ihr im Stroh saß, als sie sterben sollte, waren ihre Augen sehr tief und weit weg. Ich habe ihre Beinchen massiert, sie zwischen den Hörnern gestreichelt, mit ihr geredet und hie und da hat sie meine Hand schwach geschleckt. Ich verbrachte mit ihr die Zeit, bis die Tierärztin da war. Es war eine schön-traurige, ruhige, gemeinsame Zeit mit Zacki. „Wie lange kennen wir uns? Gute zehn Jahre, meine Zacki. Jeden Tag hast Du mich vor der Stallgasse begrüßt, das Köpfchen ein wenig schief gehalten und hast mit mir „gemeckert“.
Unermüdlich streichelte ich ihr Fell, und massierte sie hinter den Ohren. Dann nahm ich ihr Köpfchen in die Hand: „Meine Zacki, so lange kennen wir uns. Du bist eine tolle Ziege, ich werde weiterhin über Dich erzählen!“.
Dem Tier keine Schmerzen durch Tränen bereiten … das Herzchen ausschalten … das Gehirn einschalten … Ich legte meinen Kopf auf Zackis und eine dicke Träne floss über meine rechte Wange. Zacki nahm all ihre Kraft zusammen und schleckte mir die Wange. Niemals werde ich diese Minuten vergessen können. Niemals.

Lassen Sie Ihr Tier nicht alleine, wenn es über die Regenbogenbrücke geht, halten Sie Ihre Tränen zurück und lassen Sie die Tränen erst laufen, wenn die Euthanasie gewirkt hat. Es ist sehr schwer, es zerreißt einem beinahe das Herz, aber beim Sterbenlassen der Tiere müssen wir Menschen stark sein.

Die Tiere, die gehen, werden immer bei uns bleiben: jeden verstorbenen Hund hört man noch lange neben sich hecheln, jede Katze miauen, jede Ziege meckern und jedes Pferd wiehern und niemals vergisst man den guten Geruch ihres Felles und in vielen anderen Augen der Tiere begegnen uns unsere langjährigen Freunde wieder.

Herzlichst Gisela

...Tiere sind unser Leben.

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