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Ein Leben ohne Hendlfett ist möglich

 

Auf den bayerischen Volksfesten, gar dem Oktoberfest zum Beispiel, erlischt vor lauter Maß`n und beim Verschlingen der traditionell schweren Mahlzeiten, wenn den Feiernden das Hendlfett aus den Nasenlöchern topft, die Erinnerung an den Weltvegetariertag ganz von selbst. „Hund samma, gsund samma“, heißt es ja, und wenn Letzteres stimmen sollte, ist noch nicht alles verhaut.

Aber nach den Stunden des Genusses sollte man dann doch schon daran erinnern dürfen, dass er wieder stattfand, der Weltvegetariertag am 1.10. Das Thema ist mit Vorsicht zu behandeln, erinnern wir uns nur an die Zeit vor fünf Jahren, als die Grünen einen fleischfreien Tag in öffentlichen Kantinen vorschlugen, da waren sie die „Verbotspartei“ und von Ökodiktatur war die Rede. Und wer beim Festhendl ans Huhn denkt, schmiert vermutlich ab und gilt als genussfeindlicher Griesgram.

Es wäre schon ein Anfang, wenn man aus Menschen, die sich nicht vegetarisch ernähren möchten, Flexitarier machen könnte. Denn es ist kaum realistisch, zu erwarten, dass von jetzt auf gleich alle Menschen Jahrhunderte alte Ernährungsgewohnheiten völlig umschmeißen. Flexitarier leben ausgewogen, ohne komplett auf Fleisch zu verzichten. Für sie sind aber Aspekte wie Tierwohl, Beschränkung auf geringe Fleischmengen sowie Selberkochen wesentlich. Die Auswüchse der Massentierhaltung würden dadurch schon überflüssig. Auch Umwelt und Gesundheit würden davon bereits profitieren.

Aber auch die Zahl regelrechter Vegetarier nimmt zu. Viele genießen ihre Entscheidung und fühlen sich leichter und freier. Man hat bisweilen den Eindruck, sie seien ein Stück weit von den Mühen des Konsumismus befreit, auch wenn es für die zahlreichen Produkte nur einen Wirrwarr aus Labeln und Bezeichnungen gibt, statt wenige mit transparenten staatlichen Kontrollen.

Wir auf Gut Aiderbichl halten nicht viel von Veränderung durch Verbote und Strafen. Man muss kein Vegetarier sein, um Aiderbichl zu besuchen. Aber viele werden beim Besuch unserer Güter, bei der Begegnung mit den geretteten Tieren nachdenklich und begreifen, dass Tierschutz schon beim Einkaufen anfängt. Was wir mehrheitlich in den Regalen stehenlassen, kann nicht mehr produziert werden. Aber solange wir Billigfleisch im Angebot kaufen und konsumieren, wird das verzweifelte Wehgeschrei in den Ställen nicht enden.

Bitte unterstützen Sie unsere Aufklärungsarbeit mit einer symbolischen Patenschaft oder einer einmaligen Spende.

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