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Erziehung ist keine Dressur

Es muss ja nicht immer erst etwas passieren, bevor man anfängt, sich Gedanken zu machen. Die Schlagzeilen und die großen Aufreger schlagen in der Regel oft ein gutes Stück weit entfernt von uns ein. Vergessen wir also nicht, dass auch vergleichsweise kleine Probleme Gewicht haben.

Zum Beispiel Bruno. Eine traumhaft schöne Erscheinung. Ein weißer Spitz. Der Hund einer Zugehfrau. Er versucht, fast schon wahllos, jeden zu zwicken, der sich ihm nähert. Ob Mensch, ob Hund, ganz gleich. Und wenn man dann fragt, was da los ist mit dem schönen Tier, ob es kein Herrchen hat und kein Frauchen, sagt Romy, so heißt die Zugehfrau, in ungewöhnlich harschem Ton, als stünde ein Hundefeind vor ihr: „Mein Bruno ist kein dressierter Affe.“

Aus ihrer Antwort ist das Missverständnis deutlich herauszuhören. Sie unterstellt, man würde von ihr Dressur erwarten. Gefordert ist aber Erziehung. Zu ihr gehört, auch beim Menschen, die Fähigkeit sich unterzuordnen, wenn es Sinn macht und notwendig wird. Außerdem ist Bruno ein Rudeltier und erwartet von seinem Rudelführer klare Aussagen, sonst kennt er sich nicht mehr aus. Auch „sitz!“ gehört zur Erziehung. Wenn der Hund in der Stadt nicht gehorcht, rennt er womöglich in das nächste Auto. Die Erziehung dient dem Tier selber und muss natürlich als positive Konditionierung erfolgen, also mit Belohnungen trainiert werden, mit Streicheleinheiten, Lob und Leckerlis.

Dressur ist anders. Bereits im Altertum hat man wilde Tiere gezähmt und zur Vorführung genötigt. Mit Dressuren meint man meistens Kunststücke zum Amüsement des Publikums. Im Gegensatz zu Abrichtungen, die Arbeitszwecken dienen (Lawinenhunde, Blindenhunde…). In der Dressur feiert der Mensch als Dompteur seine Dominanz und die Kunststücke leiten sich selten aus dem natürlichen Verhalten der Tiere ab. Es sind in der Regel artifizielle und also verzichtbare Schikanen, die den Tieren zugemutet werden. Sie müssen als Showgeräte funktionieren. Dabei denken wir auch an Zirkustiere, von denen wir schon einige auf Aiderbichl gerettet haben. Die Zirkusse ziehen jetzt ja wieder los, in unterschiedlichen Länder, unterschiedlich beschränkt durch Gesetze, was den Tierschutz angeht.

Dressur ist etwas, wogegen der Tierschützer sich wehrt. Gleichzeitig versteht er den Unterschied zur Erziehung und wünscht Bruno, dem Spitz, zwischendurch, wenn es sein muss, auch einmal eine liebevolle Strenge. Strafen müssen wir die Tiere nicht. Sie tun doch alles für uns, wenn man sie gut behandelt.

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