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Waisenfohlen Chris – nach fünf Tagen verlor er seine Mutter

Am 24. April 2018 erblickte das kleine Shetlandpony-Fohlen Chris auf einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb im Salzburger Land das Licht der Welt. Seine Mutter kümmerte sich liebevoll um ihr Fohlen. Bereits nach kurzer Zeit stand Chris wacklig auf eigenen Beinen und trank die erste wichtige Milch. Alles schien perfekt, doch bereits am nächsten Tag verschlechterte sich der Zustand der Pony-Stute zusehends. Sie wurde tierärztlich versorgt, aber es zeigte sich keine Besserung. Sie wurde immer schwächer und konnte Chris nicht mehr säugen. Das Leben von Mutter und Fohlen stand auf dem Spiel. So wandte sich ihr Besitzer an unsere Pferdewirtin Martina und fragte nach, ob sie eine Ammenstute wisse, die den kleinen Chris aufziehen könnte.

Doch Ammenstuten sind selten und selbst wenn sich eine findet, heißt das nicht automatisch, dass sich Ziehmutter und Fohlen verstehen. In Absprache mit Dieter Ehrengruber schlug Martina vor, Mutter und Fohlen in die Pferdeklinik zu verbringen, wo sie unter ständiger Kontrolle standen. Noch in der Nacht machte sich unser Team auf den Weg und hoffte, dass es noch nicht zu spät sein würde.

Die Pony-Stute wurde in der Klinik umgehend behandelt – die Tierärzte ließen nichts unversucht und kämpften verzweifelt um das Leben der Stute. Doch sie sollten den Kampf drei Tage später verlieren. Der kleine Chris wurde nach nur fünf Tagen zum Waisenfohlen.

Eine Aufzucht mit der Flasche konnte der Besitzer von Chris nicht gewährleisten. Schließlich bedeutet dies, das Fohlen alle zwei Stunden mit der Flasche zu füttern – auch nachts! So erklärte sich Martina dazu bereit, diese wichtige Aufgabe – gemeinsam mit ihrem Team – zu übernehmen. Doch eines war von Anfang an klar: Chris brauchte Artgenossen und vor allem eine Ziehmama, die ihm all das beibringt, was ein Pony zum Leben braucht. Martina überlegte, welches Pony in Frage käme und schließlich kam nur ein Pony, das ruhig und gelassen ist, in die engere Auswahl: Bubi. Richtig – ein Pony-Wallach – also ein Ziehpapa!

Kurzerhand verluden wir ihn auf den Hänger und machten uns auf den Weg in die Pferdeklinik, um den kleinen Chris abzuholen. Gespannt blickten die Ärzte und wir der ersten Begegnung von Bubi und Chris dort entgegen. Würde es funktionieren? Wir hofften und bangten – und siehe da: Bubi und Chris verstanden sich auf Anhieb. Ganz vorsichtig näherte sich Bubi dem kleinen Waisenfohlen und gab ihm zu verstehen, dass er nun für ihn da sein würde.

Uns allen fiel beim Anblick dieser rührenden Szene ein großer Stein vom Herzen. Schließlich verluden wir die beiden und machten uns auf den Weg Richtung Gut Aiderbichl Henndorf, wo die beiden schon voller Vorfreude erwartet wurden. Eine Box war schon für die beiden vorbereitet.

Alle zwei Stunden wird der kleine Chris nun mit Milch gefüttert. Direkt daneben steht Bubi, der treuherzige Ziehpapa, der dann genüsslich an einer Karotte kaut, aber gleichzeitig immer ein wachsames Auge auf Chris hat. Noch besteht das Leben des kleinen Pony-Hengstes hauptsächlich aus essen und schlafen. Aber er hat auch schon die ersten Schritte über das Gut gewagt und schon bald wird ihm Bubi zeigen, was das Leben auf Gut Aiderbichl alles zu bieten hat.

                                                           

Bubi umsorgt den kleinen Chris liebevoll

Chris stehen, wenn er gesund bleibt, etwa 35 bis 40 Jahre bei uns bevor. In dieser Zeit werden wir alles Erdenkliche tun, um ihm ein tier- und artgerechtes Leben bei bestmöglicher Haltung und Versorgung zu bieten. Begleiten auch Sie Chris auf seinem Lebensweg und unterstützen Sie ihn mit einer symbolischen Patenschaft!

Werden Sie symbolisch Pate von Chris und damit ein echter Aiderbichler!

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