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Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Gefeiert und dann gefeuert … Gedanken zu den Dressurpferden

Ich war den Pferden gegenüber immer auf Rückzug: sie sind groß, muskulös und überwältigend. Die Gutsführungen beginnen immer in der Pferdestallgasse. In meinen ersten Jahren fühlte ich mich so klein wie eine Ameise und bewegte mich nicht zu nahe zu den Pferden. Michael Aufhauser lächelte und meinte: „Schau zum Larry, der sagt Dir, was die Pferde wollen!“.
Seit vielen Jahren ist die Angst verflogen, der Respekt vor den stolzen Tieren ist geblieben. Aus Angst wurde Liebe und Bewunderung für die Giganten der Natur.

Eine tieftraurige Nachricht geht um die Welt – der berühmte Totilas ist an einer Kolik gestorben

Ein trauriges Ereignis in der Pferdesportwelt hat Gut Aiderbichl dazu bewogen, zum Thema Sportpferd Stellung zu nehmen.

Eine paradiesische Schönheit im Wert von 10 Millionen Euro wurde 2000 als Rappe geboren und verstarb am 14. Dezember 2020 an einer Kolik-OP.
Sein Lebenslauf lässt nichts aus: Totilas Karriere begann im Jahr 2005, 2008 sprach man bereits von einem Kometen der Dressur, 2010 wurde er Weltmeister und begann zusätzlich als Deckhengst zu „arbeiten“. Ab 2012 erlitt Totila immer wieder Verletzungen und 2015 war die Karriere zu Ende. Totila durfte in Pension gehen.

Ehrfurcht, Tränen der Rührung und Unverständnis für den Umgang mit vierbeinigen „Sportmaschinen“

Die große Leidenschaft vieler Menschen sind die Pferde. Es ist herrlich, an ihrer weichen Nase das Heu zu riechen, zu spüren, wie sie es genießen, wenn man ihnen den Hals und Kopf massiert... Nicht immer wird zärtlich gestreichelt. Im Sport geht es oft um beinhartes Training, Disziplin und ums Gewinnen.

Die Geschichte von Il en Reve – eine kostenlose Tierschutzkampagne gegen das Rennen in Pardubitz

Ein Beispiel eines gepeinigten, berühmten Dressurpferdes lebt seit 2013 auf Gut Aiderbichl Frankreich: Il en Reve. Mittlerweile ist er 20 Jahre alt und genießt sein Leben.
Seine Geschichte klärt darüber auf, dass Pferde auch als „Unterhaltungsinstrumente“ dienen. Eine der grauenhaftesten Stationen im Leben des Il en Reve war die zweimalige Teilnahme im berüchtigten Cross-Country-Steeplechase Rennen in Pardubitz, Tschechien, und wie ein Wunder, hat er beide Bewerbe überlebt.
Seit dieses Hindernisrennen besteht, kamen auf diesem mörderischen Parcours dutzende Pferde zu Tode. Voller Sensationsgier stehen die Menschen aus aller Herren Länder im Zuschauerbereich. Man hat Spaß an Pferden die stürzen und nicht mehr aufstehen. Es erinnert mich an die armen Stiere in der spanischen Arena, die die Stiere nicht mehr lebend verlassen. So ist es auch mit zahlreichen Pferden nach dem Rennen in Pardubice: sie sind schlachthausreif…
Doch Il en Reve hat überlebt. Michael Aufhauser meinte mit vollem Entsetzen: „…hinter der Geschichte von Il en Reve verbirgt sich noch mehr. Die Pferde sind auf Gedeih und Verderb von ihren Besitzern abhängig“. Il en Reve wurde, nachdem seine Leistung nachließ, als Schulpferd eingesetzt, bis er nicht mehr laufen konnte.

Zahlreiche Pferde, die für „Großes“ trainiert und vorgesehen waren, dann jedoch aufgrund von Verletzungen als junge Pferde zum Einschläfern gebracht worden wären, leben auf den Gnadenhöfen von Gut Aiderbichl.

Das Cross-Country-Steeplechase Rennen in Pardubitz. Il en Reve hinten links, mit orangem Reiter.

So auch unsere zarte, bildhübsche Charlotte. Sie steht in der Hauptstallgasse in Henndorf. Charlottes Name wurde geändert, sie kam aus bestem Stall. Als 5-Jährige zeigte sich eine Lähmung, aus war es mit dem Karriereweg nach oben. Charlotte hatte viele Freunde, die sich vor dem Einschläfern an Michael Aufhauser erinnerten und ihn anriefen. Ein Kopfnicken, ein Lächeln und ein „JA“, am nächsten Tag zog Charlotte auf Gut Aiderbichl ein.

Nun läuft Charlotte nur mehr mit ihrer Herde in Henndorf um die Wette.

Ein weiterer „Loser“ aus bestem Hause ist unser „Pergamon II“. Erst 5 Jahre alt, sollte auch Pergamon II vom Pferdehändler zum Schlachter. Der Rappe war wertlos für den Sport geworden. Seine Mähne war noch geflochten, das Turnier war wohl nichts, also ab mit ihm in den Transporter Richtung Pferdeschlachthof. Er lebt mit vielen weiteren geretteten Pferden auf Gut Aiderbichl in Ungarn.

Auch Pergamon II genießt seine zweite Change auf ein Leben.

Halten wir inne

Pferde sind unsere Freunde, sie wollen uns so gefallen wie auch die Hunde, die viele Menschen zu Hause haben. Warum macht man aus Lebewesen Maschinen? Warum, warum, warum ….

Zum Nachdenken: Bilder von einem Pferderennen in Liverpool.

Erst wenn der letzte Baum gerodet,

der letzte Fluss vergiftet,

der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen,

dass man Geld nicht essen kann. (Weisheit der Cree-Indianer)

Besinnliche Weihnachten und die besten Wünsche für das Neue Jahr. Herzlichst, Gisela

 

 

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