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Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Wildschwein Basti, der Prinz aus einem Märchenschloss und seine Reni

Der Rundweg führt uns heute links vorbei am Stall von Sammy, Heike, Sarah und Bambi. Einige Meter weiter – nach der Ziegenspielwiese – befindet sich das Wildschweingehege. Hier leben Basti und Reni, zwei mittlerweile ausgewachsene Wildschweine.

Aiderbichl bedeutet: Leben lieben

Bezüglich der Wildschweine, die auf Gut Aiderbichl leben, gibt es manchmal verständnislose Fragen wie: „Wie, ihr nehmt Wildschweine auf, die richten doch enorme Schäden in den Wäldern an!“.

Oder „Waschbären? Wieso denn das? Die machen doch alles kaputt?“.
Ich bin in solchen Momenten sehr froh, wenn ich die Gäste zu einer Führung über den Hof einladen durfte, denn sonst würden sie die Hintergründe nicht erfahren, warum Aiderbichl auch Wildschweinen und Waschbären eine Heimat gibt. Viele Menschen spazieren über den Hof und meinen „… danke, wir sind schon durch“. D.h, man liest dann die Informationstafeln bei den Stallungen, die einen Bruchteil dessen auszudrücken versuchen, was hinter dem aufgenommenen Tier und seinem Schicksal steckt.

Unser Basti – seine erste Heimat war ein romantischer Schlosspark  

Die Geschichte des kleinen Wildschweins Basti begann im romantischen Schlosspark eines Wasserschlosses im Waldviertel in Österreich.
Sylvia, die Haushälterin des Schlossbesitzers, die Retterin von Basti, erzählt mir immer wieder gerne, wie sie ihn entdeckt hat. Sachte versuchte sie nach ihrer Entdeckung im Park, dem Schlossbesitzer, dem Herrn Baron, von ihrem Findelkind zu erzählen.
Wildschweine gehören zu den ersten Säugetieren, die im Frühjahr Nachwuchs bekommen.  Im Wald waren damals die Jäger unterwegs gewesen, und eine Bache und die Geschwisterchen von Basti wurden getötet. Anscheinend hatte wohl nur einer überlebt, der kleine Basti.
Er war vermutlich voller Panik und Angst um sein Leben aus dem Wald geflüchtet und rannte nun schnell wie der Wind entlang einer langen Schlossmauer. „Nanu, wo bin ich? Ah, hier ist ein Loch, da renn ich schnell hinein…“. Basti kam durch ein offenes Tor in den Schlosspark, wo ihn Sylvia fand. Der Kleine suchte Zuflucht und Hilfe, die er bei Sylvia auch fand. Der Herr Baron – wahrscheinlich konnte er den flehenden Augen seiner Haushälterin nicht widerstehen – fasste sich ein Herz, und ließ Basti in einer Holzhütte am Gelände einziehen. Den Namen Basti hat er übrigens auch vom Herrn Baron höchstpersönlich bekommen.

Prinz Basti beim Schlemmen

Sylvia hatte den Frischling in ihr Herz geschlossen und gab ihm all ihre Fürsorge und viele Streicheleinheiten. Basti und Sylvia machten gemeinsame Spaziergänge durch den Schlosspark und bald kannte er sich in seinem sicheren Zuhause sehr gut aus. Manchmal half er ihr auch beim Jäten und Umgraben der Rosen- und Blumenbeete, was in der Sicht eines Menschen dann doch etwas zu gutgemeint von ihm war. Sie verstehen, was ich meine.
Sie waren sehr glücklich – die Sylvia und ihr Basti. Aus dem kleinen Frischling Basti wurde ein stattlicher Keiler. Sylvia erkannte schweren Herzens, dass der Schlosspark nicht mehr das richtige zu Hause für Basti war und so entschloss sie sich, damals bereits Aiderbichlerin, Michael Aufhauser anzurufen. Der sagte der Aufnahme von Basti zu und flott wurde ein Gehege gezimmert.
Am Tag der Abreise spielte Basti noch einmal lustig im Schlossgarten und er und seine Retterin Sylvia marschierten noch einmal gemeinsam die Parkwege ab. Basti nahm die lange Fahrt nach Aiderbichl gelassen, von Abschiedsstimmung keine Spur, als er ins Auto gelockt wurde. Sylvia begleitete ihn natürlich.
Voller Neugier rannte er am Gut herum und hinein in sein neu angelegtes Gehege mit Suhle und Wasserbecken, viel Platz zum Graben und einer feschen Holzhütte zum Wohnen. Sylvia schaute ihrem Basti zu, wie er frohen Mutes sein neues „Revier“ erkundete. Die Tränen wurden weniger.

Reni genießt das kühle Wasser

Heute lebt er dort mit Reni, einem hübschen Wildschweinfräulein und bekommt einige Male im Jahr Besuch aus dem Waldviertel. Wenn Sylvia ihn ruft springt er auf, wo immer er gerade schlummert und rennt zu seiner Retterin. Da kann man nur sagen: einmal im Herzen und nie vergessen.

Nun wird gekrault, gegrunzt und gelächelt. Ja, auch Wildschweine können lächeln, dann sieht man seine gewaltigen Hauer besonders schön. Sylvia bringt natürlich einen großen Sack voller Leckerlis: Nüsse und Äpfel. Es ist herzerwärmend, dem Basti, der Reni und Sylvia zuzusehen.

Alles hat sein Recht und seine Bestimmung

Basti wäre mit Sicherheit gestorben. Das Schicksal wollte, dass das nicht passiert und so wurde er von zwei Menschen gerettet, die es gut mit ihm meinten.

Wenn man selbst Tiere hat, bemerkt man irgendwann, dass kein Mensch dieser Welt seine Dankbarkeit so ehrlich und offen zeigt, wie ein Tier. Der Mensch empfindet Gefühle und auch das Tier, in diesem Fall ein Wildschwein.

Basti hat sich in den vergangenen Jahren in viele Herzen geschlichen. So auch in jene von Tatjana und Wolfgang, die seine Paten wurden. Sie heirateten vor einiger Zeit und kamen mit dem Fotografen nach Gut Aiderbichl Henndorf, um hier den schönsten Tag ihres Lebens gemeinsam mit Basti fotografisch festhalten zu lassen. Warum nicht? Sehr oft besuchen die beiden den Basti und die Reni – auch da gibt es wunderbare Leckerlis und Sie sollten die Wildschweine erleben, mit welcher Freude sie ihre Leute erkennen und begrüßen.

Manchmal denk ich mir laut: „Wo sind sie denn, der Basti und die Reni?“ Dann muss ich auch nicht lange rufen. Schon kommen sie angelaufen. Wildschweine erlangen eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Gott sei Dank probieren sie diesen Speed im Gehege nicht aus. Basti und Reni riechen die Äpfel, die ich in der Jackentasche versteckt habe: mit dem Rüssel wird der Apfel in zwei Teile geteilt und dann genüsslich nacheinander gekaut. „Grunz, grunz, danke, Gisela. Hast Du vielleicht noch einen Apfel versteckt?“.

Quax und Mercy – Wildschweine auf Gut Aiderbichl Kärnten

Was war das für ein Hallo, als das Mastschwein Quax, lieveboll Quaxi genannt, und der Frischling Mercy nach Henndorf kamen. Die kleine Mercy ist ein Wildschwein, Quaxi ein Mastschwein.
Was sie verbindet, hat eine innige Freundschaft zwischen den beiden geschaffen: Der Mensch hat den Wert ihres Lebens ganz niedrig angesetzt. Mit Hausschweinen wird für den Fleischkonsum gemästet und Wildschweine werden gejagt, weil sie Schäden anrichten.  
Mercy lief, wie Basti, nach dem Tod ihrer Mutter den Treibjägern davon und Quaxi nutzte einen kurzen Augenblick der Unachtsamkeit und flüchtete aus dem Transporter. Seit ihrer Ankunft auf Gut Aiderbichl machen sie alles gemeinsam. Michael Aufhauser liebte sie vom ersten Augenblick an und es war ihm eine der größten Freuden, die besonderen Freunde frei laufen zu lassen. In solchen Situationen hörte man sein glückliches, auch ein wenig schelmisches Lachen, beinahe über den ganzen Hof.
Quaxi und Mercy sind nun seit Jahren in Kärnten zu Hause. Quaxi ist eher ein gemütliches Schwein und Mercy hat einen enormen Bewegungsdrang. So leben sie auf ihre Art in einem tollen, großen Gehege auf Gut Aiderbichl Kärnten. 

Mercy und Quax haben Spaß im Schnee

Bald werden die Bachen wieder Frischlinge gebären. Die Treibjagd wird viele Tiere treffen. Wussten Sie, dass einer der Fehler bei diesen Jagden darin besteht, die Leitbache, also die älteste Bache, zu treffen? Es entsteht eine große Nervosität, die Wildschweine teilen sich in mehrere Rotten auf und vermehren sich. – Einfach zum Nachdenken. –
Ich freue mich auf eine nächste, virtuelle Führung mit Ihnen, die uns zu den Waschbären führen wird, herzlichst, Gisela

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler, können wir helfen und den in Not geratenen Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende geben. Mittlerweile leben 6.000 gerettete Tiere unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Darunter auch viele Wildschweine und Schweine, die aus den unterschiedlichsten Lagen gerettet werden konnten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Vielen herzlichen Dank!

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