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Die imposanten „Könige“ in der Tierwelt

Das heimische Rotwild und unser Damhirsch Hermes

Immer wieder sind unsere Gäste darüber erstaunt, dass auf einem Gnadenhof auch Hirsche leben. So erzähle ich dann, dass unser Rotwild selbstverständlich nicht im Wald eingefangen wird, damit sie auf den Höfen von Gut Aiderbichl leben können. Bei unseren Wildtieren handelt es sich um gerettete Tiere. Alle – der Batzi, der Hermes, der Raimund, Andi und Rudolf – unsere Hirsche haben eine Geschichte, die ich Ihnen nun erzählen möchte.

Aufklärung über die Wildtiere in unserer Heimat ist sehr wichtig. Früher konnte das Rotwild in den Wäldern wandern und sich neue Gebiete suchen. Im Winter haben sie sich auf den Weg in die Täler gemacht und besiedelten gerne Gebiete um einen Fluss. Die moderne Zivilisation drängt sich zusehends mehr und mehr in die Lebensbereiche der Tiere und so sind sie auf die Unterstützung zur Fütterung beispielsweise auf die Förster angewiesen.  

Batzi, der Erhabene

Batzi Ende Jänner 2020 auf Gut Aiderbichl Henndorf

Vor Jahren bat uns der Besitzer von Batzi ihn aufzunehmen. Er wäre wegen Inzuchtgefahr abgeschossen worden. Michael Aufhauser sagte zu und Batzi kam gemeinsam mit der Hirschkuh Hiltraut auf Gut Aiderbichl Kärnten. Dort hatten die beiden ein verliebtes Techtel-mechtel und ihr Sohn Andi wurde 2010 geboren. Um weiteren Nachwuchs zu verhindern, wurde Batzi nach Henndorf gebracht. Jetzt werden Sie mich fragen, aber „die Tiere werden auf Gut Aiderbichl doch kastriert? Wie kommt es zu Nachwuchs?“. – Rotwild muss, wenn es so sein soll, bis spätestens zum 21. Lebenstag kastriert werden, dann wächst ihnen kein Geweih und sie haben manchmal ein artfremderes Verhalten.

Was bedeutet die „Perücke“ beim Wild?

Wenn ein Hirsch im fortgeschrittenen Alter kastriert wird, wächst ihm eine „Perücke“. Der Wuchs der „Perücke“ kann auch ausgelöst werden, wenn bei einem Kampf die Hoden verletzt werden, der Testosteron-Haushalt aus dem Gleichgewicht ist usw. Die Perücke ist ein Gewächs aus Haut, Haaren und teilweise Knochen im Schädelbereich. Das Geweih wird davon befallen, die Perücke kann bis über die Augen wachsen. Darin nisten sich Fliegen und verschiedene Parasiten ein. Die Perücke kann nicht abgefegt werden und ist eine gesundheitliche Katastrophe für das Tier!

Nachdem Batzi für die Zucht gedacht war, ist er also nicht kastriert worden.

Handkuss vom galanten Batzi

Batzi hat die wärmste und zarteste Hirschzunge der Welt. Haben Sie das schon einmal fühlen dürfen? Ich erzähle den Gästen seine Geschichte und halte so nebenher meine Hand hin. Schon geht’s los: die galantesten Handküsse gibt es von unserem Batzi.
Der zarte Handkuss wird allerdings verweigert, wenn ich nicht die Route zum Hirschgehege gehe, sondern die Gäste über den Innenhof ins Eselhaus führe. Da fühlt sich Batzi gekränkt und beleidigt und kein noch so saftiger Apfel, Banane oder kleines Stück Karotte kann ihn versöhnen. Das mag ich so an den Tieren: sie sind sehr direkt und lassen uns Menschen Fehler unmittelbar spüren. Aber: sie sind auch die Großen im Verzeihen.

Hermes, der Scheue

Hermes – ein weißer Damhirsch

Auf Gut Aiderbichl Henndorf ist vor einigen Jahren ein neuer Bewohner ins Hirschgehege eingezogen: Hermes. Er gehört zur Rasse der Damhirsche, die ihren Ursprung in Vorder- und Kleinasien haben, heute aber in vielen Teilen Europas beheimatet sind. Das besondere Merkmal der Damhirsche ist das Schaufelgeweih. Eigentlich sollte Hermes als Damhirsch ein braunes, weiß gepunktetes Fell haben. Doch Hermes ist anders. Er ist schneeweiß – wenn er nicht gerade im Wald im Schlamm herumspaziert ist.

Weiße Tiere gelten als besonders mystisch. Es heißt auch: Wer einen weißen Hirsch schießt, der stirbt innerhalb von zwei Jahren selbst.  

Hermes wurde in einem Wildgehege geboren und Tierfreunde bemühten sich für Hermes ein tier- und artgerechtes Zuhause zu finden und so teilt er sich seit ein paar Jahren das Gehege mit Batzi. Anfangs war er sehr scheu und schreckhaft, nun wird er schon selbstbewusster.

Was bringt der Geweihabwurf im Frühling?

Wenn im Frühling – zumeist in der Zeit zwischen Ende Februar und März – das Geweih abgeworfen wird, ist es momentan vorbei mit der Freundschaft zwischen Batzi und dem Hermes. Letztes Jahr war Batzi der Erste, der die Stangen abwarf. Nun galt er als „der Schwächere“ und der doch kleinere und zartere Hermes fühlte sich mit seinen Schaufeln stark und zeigte das dem Batzi. – Der Rest des Jahres ist dann die Stimmung im Hirschgehege wieder ausgeglichen und ruhig.

Die Hirsche Raimund, Andi und Rudolf auf Gut Aiderbichl Kärnten

Auf dem Kärntner Gut gibt es ein großes Wildgehege und dort leben seit einigen Jahren Raimund, Andi (Batzis Sohn), sowie Rudolf.

Andi lebt auf Gut Aiderbichl Kärnten

Soweit läuft mit den Hirschen in Kärnten alles gut, in der Brunftzeit bringt Rudolf jedoch Unruhe ins Gehege.
Rudolf wurde von einem tierliebenden Menschen großgezogen. Er bewegte sich als kleiner Hirsch auch in der Küche bis ins Wohnzimmer des damaligen Besitzers. Rudolf wurde nicht kastriert, ist aber eben auf den Vorbesitzer sehr bezogen gewesen.

Rudolf beim Fressen

Im Herbst, wenn für Rudolf die Brunftzeit beginnt, schwankt er zwischen Unruhe und Aggressivität und wird mit viel Fingerspitzengefühl und Bedacht auf Sicherheit, bis die Brunftzeit wieder beendet ist, in einem eigenen Gehege gehalten. Nach der „aufregenden“ Brunft kommt Rudolf wieder zu Andi und Raimund.
Es wäre wichtig gewesen, Rudolf ebenfalls zu kastrieren – bis zum 21. Lebenstag, wie es bei Andi gemacht wurde. So könnte er heute ein ausgeglicheneres und ruhigeres Leben im Gehege führen. Mit viel Liebe und Umsicht wird Rudolf in der „unruhigen Zeit“ von Markus, dem Verwalter des Gutes in Kärnten, beobachtet und betreut.

Raimund genießt sein Leben auf Gut Aiderbichl Kärnten

Appell an Menschen, die Wildtieren helfen möchten

Wenn man einen Fuchs, ein Reh oder einen Hirsch im Wald womöglich verletzt findet und helfen möchte, ist es für die Zukunft des Wildtieres von großem Vorteil, Fachleute zu befragen, wie man bei der Aufzucht vorgehen soll. Ein Wildtier wird immer ein Wildtier bleiben, das sollte immer bedacht werden.

Ich hoffe, der Ausflug in unsere Hirschgehege hat in Ihnen Interesse für diese majestätischen heimischen Tiere geweckt, und freue mich auf eine nächste Führung mit Ihnen. Herzlichst, Gisela

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler, können wir helfen und den in Not geratenen Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende geben. Mittlerweile leben 6.000 gerettete Tiere unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Vielen herzlichen Dank!

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