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Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Zum 28. September - Internationaler Tag des Hasen

 

Vor allem sonntags besuchen uns viele Familien mit ihren Kindern und dann wird immer wieder nach unserem Kaninchenhaus gefragt. Bei meinen Führungen freue ich mich, wenn mich Kinder begleiten. Sie sind noch so jung und frei in ihrem Denken, und ich kann sie gut mit meinen Tiergeschichten und unserer Philosophie erreichen. Sie verstehen auch, wenn ich ihnen erkläre, dass man auf Gut Aiderbichl die Tiere, so auch die Kaninchen, nicht füttern darf, wie ich auch die Gründe dafür erkläre.

Kinder lernen auch zu verstehen, warum es wichtig ist, einen Tierwunsch mit den Eltern abzusprechen, denn Tiere sind Lebewesen mit Seele und Gefühlen und man kann als Mensch nicht früh genug lernen, respektvoll und nicht im Sinne der Wegwerfgesellschaft mit Tieren, in diesem Fall mit Kaninchen, umzugehen.

„Kaninchen sind, wie all die anderen Tiere, kein Kinderspielzeug und man soll sie auch niemals verschenken!“ – ein wichtiger Satz von Michael Aufhauser.

Katzen, Hunde, Meerschweinchen oder eben Hasen sind die Lieblinge der Kinder und sie können nicht früh genug lernen, wie man auf Tiere zugeht, wie man sie streichelt und Spaß mit ihnen haben kann.

Unsere Kaninchen hoppeln lustig auf der ihrem Haus angeschlossenen Wiese herum und erfreuen sich an der Sonne, der Natur, die sie umgibt, und führen ein gutes Leben.
Warum leben die Hasen auf unserem Gnadenhof? Die Gründe: man will nicht mehr mit ihnen spielen, Käfig putzen ist zur Anstrengung geworden, immer zum Tierarzt wegen der langen Zähne ist zeitaufwendig und kostet Geld, ... Den größten geistigen Schmerz verursachen bei mir Aussagen wie „die Kinder sind groß, keine Zeit mehr für den Hasen“, „es kümmert sich niemand mehr um das Häschen“, „die Interessen haben sich geändert“, usw. Niemand in der Familie hat also mehr Lust, das Häschen zu pflegen, die Freude und Faszination an den kleinen Langohren lässt nach.

Viele einst geliebte Kaninchen, als sie noch kleine Wuschel waren, werden ausgesetzt, haben aber kaum eine Überlebenschance und sterben irgendwo, alleine zurückgelassen. Man kann sie in Tierheime bringen. Dort finden sie ein zu Hause und warten mit all den anderen Hasen, bis sie vielleicht jemand aus dem Tierheim holt. Man kann einst geliebte aber irgendwann ungeliebte Hasen auch in den Zoo bringen, dort werden sie dann verfüttert. Geht man als Mensch wirklich so mit Lebewesen um? Was bringt den Menschen dazu derartig lieblos zu handeln? Ich suche oft die Antwort, aber häufig gibt es keine, die mir einen derartigen Umgang mit Tieren glaubhaft erklärt.

Hase oder Kaninchen – was ist der Unterschied?

Kinder wollen auch wissen, was denn nun der Unterschied zwischen einem Hasen und einem Kaninchen ist. Vom Aussehen her unterscheiden sich der Hase und das Kaninchen in einigen Punkten. Hasen sind größer. Wildhasen können bis zu 6 kg wiegen, sie haben eine sehr schlanke Figur und kräftige Muskeln. Ihre Augen haben eine bernsteinfarbige Iris mit dunkler Pupille.

Kaninchen sind etwas kleiner und wiegen ein bis zwei Kilo. Ihre Ohren sind kürzer als die Hasenohren und die Kaninchenaugen sind dunkelbraun. Bei ihrer Geburt „erblicken“ sie die Welt mit geschlossenen Augen und sind fast nackt. Kaninchen sind gesellige Tiere, die in Kolonien leben und Erdhöhlen buddeln. Der Hase ist ein Einzelgänger, der sein Leben oberirdisch verbringt. Wenn er seinem Feind ausweichen will, schlägt er einen Haken. Er kann eine gewaltige Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h erreichen.

Woher kommt das Kaninchen? Zur Zeit der Römer wurden halbwilde Kaninchen gezüchtet, die verspeist wurden. Heute werden Kaninchen in engen Käfigen lebendig „eingesargt“. Man züchtet die kleinen Hoppeltiere für den Fleischverzehr, für Pelze oder Angorawolle. In manchen Ländern ist Kaninchenfleisch eine Spezialität und so mancher hofft, der Tierquälerei in der Schweine-, Hühner- oder Kälberhaltung durch Kaninchenfleischverzehr ausweichen zu können. Ist das gezüchtete Kaninchen ein weniger gequältes Tier in der Zucht? Oder ist es Ersatz für unser schlechtes Gewissen, was den Fleischkonsum betrifft?

Aiderbichler Gisela mit unseren Hasen auf Gut Aiderbichl Henndorf

Kaninchen leiden für die Schönheit unserer Augen und Haut – sie leiden in den Versuchslaboren leise vor sich hin und schreien laut wenn die Schmerzen unerträglich werden, doch die Versuche hören nicht auf …

Ein Tierversuch bedeutet einen Eingriff oder Behandlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die Tiere verbunden sind. Hautcremen, Mascara usw. werden an Kaninchen ausgetestet. Beispielsweise soll auch Haarspray das menschliche Auge nicht verätzen, Hautcremen sollen unsere Haut gesund und prall erhalten. All diese Vorgänge werden am Kaninchen getestet. Es gibt 8.000 Inhaltsstoffe für Schönheitspräparate, die für den Menschen unbedenklich wären, und aufgrund derer man keine Tiere quälen müsste. Wir leben in einer Gesellschaft, die auf Perfektion aus ist, alles muss schön und noch schöner sein und (beinahe) alle Mittel sind für ein gut verkaufbares Ergebnis recht. Immer weiterer Fortschritt in der Medizin und Schönheitsindustrie bedeutet auch immer mehr Tierleid in den Versuchslaboren. Denkt man daran beim Kauf einer Creme?

Es ist erwiesen, dass Kaninchen nicht weinen können, denn sie produzieren keine Tränenflüssigkeit. Demnach können sie auch keine Fremdkörper aus ihren Augen schwemmen. Bei den Versuchen werden sie aus den Käfigen genommen und festgeschnallt. Dann werden diverse Flüssigkeiten in ihre Augen getropft, und es wird beobachtet, ob sich ihre Bindehäute rot verfärben oder ob durch Verätzungen die Hornhaut verletzt oder gar zerstört wird. Die Kaninchen leiden Höllenqualen. Wir kennen sie als sehr leise, fast lautlose Tiere. Wenn sie aber Schmerzen verspüren, beginnen sie lauthals zu schreien. Unheimliche Schmerzen müssen sie erleiden – im Namen der Schönheit. Getestet wird auch, ob die Inhaltsstoffe einer Creme die Gesundheit eines Menschen nicht gefährdet. Die Substanz wird auf die rasierte Haut des Versuchstieres aufgetragen, und man beobachtet die Reaktion.

Immer größer wird die Zahl der Konsumenten, die nicht möchten, dass Tiere für ihre Schönheit leiden. Vieles, was in Versuchslaboren vor sich geht, wissen wir nicht. Wollen wir es wissen? Wir müssen aufmerksamer werden, hinsehen, nicht wegsehen und nicht jeden Modetrend mitmachen.
Die Zeit der Pelze an der Kapuze, am Pullover, an den Schuhen und Stiefeln, die Zeit der Pelzjacken und Mäntel, der toten Füchse, die sich die Modebewussten im Winter um den Hals legen, naht.
Ich gehe in Geschäften an sämtlichen echten und „Fake“-Pelzen vorbei. Ich höre die Tiere schreien und winseln. Wir sollten uns bei jedem Fell, das verkauft wird, der schrecklichen Lebensumstände sämtlicher Zuchttiere für die Pelzindustrie bewusst werden.

Eine Minute reicht: das Fell berühren, fühlen und wieder hinhängen. Denken Sie an die Kaninchen, Katzen, Hunde, Füchse – fühlen sie die Wärme der Tiere, wenn wir ein Kaninchen an die Brust kuscheln. Wie es uns liebevoll anschaut und sich über unsere Streicheleinheiten freut. Ich wünsche mir, dass Sie alleine durch den Gedanken an das Tier, die Ware liegen lassen.

Ich freue mich auf eine Führung mit Ihnen, herzlichst Gisela

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