A A A
Mein Aiderbichl | login

Passwort vergessen

Passwort vergessen Registrieren / Pate werden Infos zur Patenschaft

Schließen

Nach dem großen Feuer: Jung-Stier Stefan auf Gut Aiderbichl Henndorf

Als wacher Tierschützer und stets besorgt um das Wohl unserer Mitgeschöpfe könnte man, angesichts ihrer massiven Gefährdung und Bedrohung durch den gierigen, egozentrischen sowie oft gleichgültigen Menschen zu dem Schluss kommen, das Verhalten unserer Spezies einzig und allein sei für Unglück bei Tieren verantwortlich. Ja, in vielen Fällen sind wir tatsächlich ein Unglück für sie. Aber das ist nicht alles. Sie werden eben auch noch mit den Fährnissen des Lebens konfrontiert, wie wir sie selbst auch kennen, müssen Krankheiten erleiden und Unfälle, Verlust aushalten, Machtkämpfe bestehen, altern und sterben. Obwohl das Altern für sie fast schon ein Privileg ist, weil wir ihr irdisches Dasein, besonders wenn wir sie als sogenannte Nutztiere einstufen, schon nach kurzer Zeit zu Ende gehen lassen.

Letzten August gab es in einer kleinen Gemeinde in Niederösterreich Feueralarm. Im Ortskern war eine Stallung in Brand geraten, was zu einem Großeinsatz führte: 124 Feuerwehrleute aus 13 Feuerwehren, dazu das Rote Kreuz mit fünf Fahrzeugen für die medizinische Versorgung von Helfern und Betroffenen (15 Sanitäter, 2 Ärzte und 3 Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams). Während des mehrstündigen Einsatzes wurden acht Personen medizinisch versorgt, drei Verletzte wurden ins Landesklinikum gebracht.

Aber es waren nicht nur Menschen, die von dem Brand betroffen waren. Rund 70 männliche Rinder standen in den Stallgebäuden. Rund die Hälfte von Ihnen ist im Feuer umgekommen. In dem Teil der Stallung, in der Stefan stand, war er der einzige Überlebende, der schließlich von einer tierlieben Nachbarin und einer Tierärztin gepflegt wurde.

Stefan ist ein Fleckvieh-Stierkalb, am 30.1.2017 in Tirol geboren. Zwei Monate später wurde er nach Bergheim bei Salzburg gebracht und dann weiter nach Niederösterreich transportiert, wo er in dem Mastbetrieb lebte, bis der Stall niederbrannte. Bestens funktionierende Evakuierungspläne sind für solche Fälle, bei Feuer oder Wasser, ein absolutes Muss. Auch das ist Tierschutz.

Am 18. November kam Stefan auf Gut Aiderbichl Henndorf an, als mit einem Patentreffen gerade der Weihnachtsmarkt eröffnet wurde. Wir waren in großer Sorge, weil wir nicht wussten, wie Stefan reagieren würde, schließlich hatte er sehr schmerzhafte Wundbehandlungen hinter sich, und wir waren mit einem so schlimm verbrannten Tier noch nie konfrontiert worden. Aber Stefan verhielt sich absolut brav und war Menschen gegenüber gar nicht scheu.

Seine Haut bedarf täglicher Pflege, damit sich die großflächigen Wunden nicht entzünden. Die Versorgung nimmt täglich mindestens eine Stunde in Anspruch, hinzu kommt regelmäßige tierärztliche Kontrolle. Weil das Fell fehlt, von dem wir nicht wissen, in wie weit es nachwachsen wird, muss er gegen Kälte, Nässe oder Sonne geschützt werden. Stefan ist glücklicherweise auf dem Weg der Besserung und freut sich nun über jeden Besuch.

Werden Sie symbolisch Pate von Stefan und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
Informieren Sie sich hier, wie Aiderbichl finanziert wird. >>
<< Zurück