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Bernadette

Das kapriziöse Edelschwein aus Bayern

Bernadette wurde heuer sechs Jahre alt. Als sie zur Welt kam, war sie viel zu klein und zart und niemand wollte glauben, dass sie überlebt. Am Bauernhof wurde sie liebevoll „Kümmerling“ genannt. Sie hatte Glück und wurde nicht geschlachtet, sondern durfte weiterleben.

 „Griaß God, I bin die Bernadette aus Unterfranken. Jo mei, ois I domols geboan woan bin, woa I füi z’kloan. Mai Mama hot mi imma lenga tringa losn ois meine Gschwista. Da Baua, dea hot schon oiwei so gschaut. Hot nix Guats kasn.“

(Grüß Gott, ich bin die Bernadette aus Unterfranken. Ja, als ich damals geboren worden bin, war ich viel zu klein. Meine Mama hat mich immer länger trinken lassen als meine Geschwister. Der Bauer hat schon immer so geschaut. Es hat nichts Gutes bedeutet).

Man kann sagen, dass sie echt Glück hatte. Bernadette fraß gut und machte über den ersten Sommer eine tolle körperliche Entwicklung. Es ging bergauf und sie freute sich ihres Lebens.
Allerdings werden die Schweine zumeist im Herbst geschlachtet. Ihr Glücksengel war wieder sehr aktiv und führte Aiderbichler, die auch in Unterfranken wohnten, zum Stall, wo Bernadette zu Hause war. Die Verhandlungen um den Freikauf begannen.

Schweinedame Bernadette mit ihren freundlichen Augen.

„Bei da Diskussion mitn Bauern gings um mi. Ka Ahnung, wos des hoaßt, oba I het gschlochtet wean soin. Wos des woi is? Nix Guats, weil de zwa Fremdn woant gonz nerwös. Irgendwon hot da Baua jo gsogt. Ea hot wos in d’Hend kriagt. So a Papia woa des. Und gstroit hot a, da Baua. De zwa Fremdn homt mi gstreichlt, gonz narrisch gstreichlt. Wo i des do e so gean mog. Mei, des mog i!“.

(Bei der Diskussion mit dem Bauern ging es um mich. Keine Ahnung was das heißt, aber ich hätte geschlachtet werden sollen. Was das wohl ist? Nichts Gutes, weil die zwei Fremden waren ganz nervös. Irgendwann hat der Bauer ja gesagt. Er hat etwas in die Hände bekommen. So ein Papier war das. Und gestrahlt hat er, der Bauer. Die zwei Fremden haben mich gestreichelt, ganz fest gestreichelt. Wo ich das doch eh so gerne mag. Ach, das mag ich!)

Manchmal, wenn man ein Tier vor dem Schlachter retten möchte, geht es auch darum ein großer Diplomat im Sinne der Tiere zu sein. Die Verhandlungen gingen zugunsten des Edelschweines aus und die Aiderbichler konnten sich freuen, denn Bernadette lebt jetzt glücklich auf Gut Aiderbichl in Henndorf. Dort bewohnt sie mit allen anderen großen und kleinen Schweinen den Schweinepalast.

„Dea Palost, des is wos Tolles. I schlof nebn da Roberta und der Bables. Oba I schlof do nua, weil in da Frua muas I gschwind aufi zum Tierbuffet zua Futterkomma. Do sein oiwai de Pflega. Die Eva, dea bin I amoi nochgezoklt bis zua Komma und donn hot si mia a Brot gebn.“

(Der Palast ist was Tolles. Ich schlafe gleich neben der Roberta und der Bables. Aber ich schlafe da nur. In der Früh muss ich zum Tierbuffet zur Futterkammer. Da sind immer die Pfleger. Der Eva, der bin ich einmal nachgelaufen bis zur Kammer und dann hat sie mir ein Brot gegeben“.

Bernadette und ihre Freundin Roberta in ihrer Schlafecke.

Schweine sind hochintelligente Lebewesen und vergessen auch nichts. So steht Bernadette täglich in der Früh vor der Futterkammer und setzt das freundlichste Schweinegesicht auf, das es gibt. Wer könnte da widerstehen? Und so erreicht sie es, dass sie täglich ihre Leckerli-Extraportion bekommt. Tagsüber liegt sie dann in der Nähe der Futterkammer und versteckt sich unter dem Stroh. Den Eseln und Ponys ist das egal.

„Jo, wir Schweine liebn Stroh, don kenne ma a schen sauba sein. Hie und da schaut mei Rüssl ausm Stroh ausa und do heat ma de Leit lochn. No, I was a nit, wos do so witzig is, oba bitte.
So Leitln, und jetzt mocht’s es guad. Ois Guateund bis bold, i gfrei mi wenn wieda de Besucha komman. Pfiats di! Nix für unguat. De Zeit is grod unguat, lochts a weng! Wiad scho wieda!“

(Ja, wir Schweine lieben Stroh, da sind wir dann schön sauber. Hie und da schaut mein Rüssel aus dem Stroh heraus, und da hört man die Leute lachen. Na, ich weiß nicht, was da so witzig ist, aber bitte.
So Leute, macht es gut. Alles Gute und bis bald, ich freu mich, wenn die Besucher wiederkommen. Auf Wiedersehen. Nichts für ungut. Die Zeit ist gerade unangenehm, wird schon wieder!)

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Tierfreunde und Aiderbichler, können wir Tieren, wie Bernadette, helfen und ihnen ein Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende bieten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer Spende oder einer symbolischen Patenschaft. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen.

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