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Schwitzende Kühe

Früher sprach man von Milchseen und in der Folge von Butterbergen. Das war in den frühen 1980er Jahren, als die Bauern immer mehr Milch und Butter produzierten, weil ihnen die EU zu einem Garantiepreis abkaufte, was auf dem freien Markt nicht abzusetzen war. Jetzt stehen wir vor dem gegenteiligen Problem. Die Butter stapelt sich nicht auf zu Bergen, sondern befindet sich sozusagen auf Talfahrt, es fehlt an Butter. Und der Preis steigt, worauf die Milchschwemme vom letzten Jahr, die den Milchpreis verfallen ließ, keinen Einfluss mehr hat. Zu Weihnachten werde es zu wenig Butter geben, prophezeit man bereits.

Das ist eine verflixte Geschichte für den Technokraten von heute, denn sie passt nicht so recht in unsere durchtechnisierte und digitalisierte Welt. Da hilft nämlich auf einmal kein Trick des Informatikers und selbst die Melkmaschinen stehen ratlos still herum. Denn das Problem ist einfach folgenreich zugleich: Den Kühen ist es zu heiß.

Die schwüle Hitze dieses Sommers ist auch ihnen zu viel. Ab 24 Grad und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit beginnt für Kühe der Hitzestress und damit einher geht eine verringerte Milchproduktion. Sie sinkt, so die Erfahrungswerte, um täglich bis zu 4,5 Liter pro Kuh. Da kommt was zusammen, bzw. da fehlt schnell eine ganze Menge.

Den Kühen geht es in solchen Sommern der verlängerten Hundstage auch nicht besonders gut. Sie werden träge, die Atemfrequenz erhöht sich, sie kauen weniger wieder, hecheln und schwitzen. Und wir lernen, was wir diesen so oft verächtlich und schlecht behandelten, liebenswerten Vierbeinern verdanken, und den Tieren überhaupt. Denn das Land, „wo Milch und Honig fließen“, ist eben ohne Kühe und Bienen schwer vorstellbar. Der Markt aber kümmert sich jeweils stur um Rentabilität. Als es zu viel Milch gab, rentierten sich die Milchkühe nicht, also hat man ihre Zahl reduziert. Also gab es auch weniger Nachwuchs. Viel zu wenig, wie man jetzt feststellt. Und auf einmal ist eben nicht mehr alles in Butter.

Butter hin, Butter her. Das ist doch mal eine schöne Geschichte darüber, wie die Kühe uns jetzt zeigen, dass sie keine Milchmaschinen sind.

 

Auf Gut Aiderbichl Henndorf lebt die brave Fleckvieh-Kuh Sarah, die 16 Jahre lang als Milchkuh auf einem kleinen Bauernhof in Österreich gearbeitet hat. Im Sommer durfte sie den Stall verlassen und auf die Weiden, aber wie allen Milchkühen, so wurden auch ihr die Kälber direkt nach der Geburt weggenommen, damit die eigentlich für sie bestimmte Milch in den Handel gehen kann, während die Jungtiere Milchaustauscher bekommen. Sarah hatte ihr Schicksal angenommen und erbrachte die erwartete Leistung, aber als sie dann schon älter war und die Milchpreise sanken, musste schließlich auch Sarahs Hof aufgegeben werden. Die anderen Rinder wurden verkauft, aber an Sarah hing die Bäuerin sehr. Sie sollte nicht zum Schlachter kommen. Da bat man uns um Hilfe, und so zog Sarah im Mai 2016 auf Gut Aiderbichl Henndorf ein. Übernehmen Sie eine symbolische Patenschaft für Sarah und helfen Sie somit, unsere Idee von einer besseren Welt für Tier Mensch am Leben zu erhalten.

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