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05.03.2020 – Der Tag der ausgefallenen (Tier-)Namen

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Heute unternehmen wir einmal einen Ausflug in die Welt der ausgefallenen Tiernamen auf Gut Aiderbichl. Von Michael Aufhauser habe ich nicht nur gelernt, den Gästen über die geretteten Tiere zu erzählen, sondern auch, wie man Menschen für eine Sache faszinieren kann.
„Du musst die Dinge unbedingt anders machen, du musst die Normen durchbrechen, du musst die Menschen von dem faszinieren, was du ihnen darbieten möchtest…!“ Große Worte von einem großen Mann, Michael Aufhauser, der für mich immer ein Vorbild in Sachen Tierschutz und Tierliebe war und immer bleiben wird.

Viele unserer geretteten Tiere haben recht lustige, ungewöhnliche und besondere Namen, und es machte ihm großen Spaß, lustige, ungewöhnliche Namen zu vergeben. So leben sie alle in unseren Köpfen und Herzen, weil wir mit vielen Pferden, Hunden usw. einen außergewöhnlichen Namen verbinden können.

Fangen wir im Hirschgehege an: Batzi, der Hirsch aus einer Hirschzucht.

Batzi, unser Gauner

Übersetzt heißt Batzi „Schlingel, Gauner“. Ich würde sagen, unser Batzi gehört zu den eleganten Gaunern, denen man ihre listige Art nicht ansieht. Sehr elegant und ruhig lebt er mit Hermes im Hirschgehege und bringt die Menschen ob seiner Schönheit zum Staunen und ehrfürchtigen Bewundern.

Hermes: ein zierlicher Damhirsch, der nicht der Zuchtnorm entspricht, weil sein Fell nicht braun gefärbt ist, sondern weiß. Das war wohl auch mit der Grund, dass Hermes leben durfte, denn weiße Hirsche schießt man nicht, weil man dann angeblich zwei Jahre später selbst sterben muss. Hermes hat auch keine rote Augen, ist also kein Albino.

Unser wunderschöner Hermes

Gehen wir weiter in den Eselstall. Dort lebt eine wunderschöne Eselin namens Donna Anna.
Eine Tierfreundin rief im Jahr 2007 verzweifelt an und bat uns, das in Not geratene Eselpärchen Tina und Moritz aufzunehmen. Im Jahr 2008 überraschte uns Tina mit der Geburt der kleinen Donna-Anna. Den Namen bekam sie von Michael Aufhauser, weil sie am Tag der Premiere von Don Giovanni (Salzburger Festspiele) geboren wurde. Sie bewegt sich sehr elegant über den Hof – fast ein wenig wie Anna Netrebko, die ja die Rolle der Donna Anna auch schon in Salzburg gesungen hat.

Donna Anna (links im Bild)

Die Menschen lieben unser Katzenwohnzimmer über alles. Hier herrscht die Ruhe und Sanftheit bei den Samtpfötchen. Kennen Sie unsere Saphira?

Saphira mit ihren wunderschönen Augen

Saphira ist sanft und wertvoll in ihrer Art wie ein Edelstein, deshalb Saphir(a). Sie hat wunderschöne Augen und ein herrlich weiches Fell. Gefunden hat man sie beim Müll an einer Autoraststation. Damals gemeinsam ausgesetzt mit ihrer Mama und drei Geschwisterchen.

Keine Angst – Inspektor Gadget ist nicht so streng. Er ist ein stolzes Schwarznasenschaf und Sie finden ihn meistens in der lebenden Tierkrippe oder ab der wärmeren Jahreszeit wieder auf der großen Wiese neben der Allee, die Sie zum Gut führt.

Inspektor Gadget, unser Schwarznasenschaf

Die Schwarznasenschafe sind im Schweizer Wallis beheimatet und noch eng mit der Wildform der Urschafe verwandt. Sie sind gehörnt und gute Kletterer, die sich auch an steilen, steinigen Hängen gut bewegen können. Ihren Namen verdanken sie einer schwarzen Fellpartie an der Nase, an Augen und Ohren genauso wie an den Knien, Sprunggelenken und Füßen. Sie sind sogar an Kopf und Beinen bewollt und vom Charakter her zutraulich, genügsam und anhänglich. Inspektor Gadget ist ein sehr sanftes, menschenverstehendes Schwarznasenschaf.

Wir haben auch eine Gazelle in Form eines Percheron-Pferdes. Beim Anblick des großen Pferdes mit dem zerbrechlichen, zartbesaiteten Namen müssen die Gäste immer schmunzeln.

Unsere Gazelle

Sie gehört zur Rasse der Percheron, die nach dem Perche-Gebiet im Nordwesten Frankreichs benannt ist. Bei dieser Pferderasse handelt es sich um Nachfahren der Ritterpferde. Sie wurden ursprünglich als schwere Arbeitspferde vor dem Pflug, der Kutsche oder für die Waldarbeit gezüchtet. Doch das Percheron hebt sich durch seinen edlen Gang, die Wendigkeit und sein Talent zur Dressur von anderen Kaltblütern ab und wird daher auch als "Edelkaltblut" bezeichnet. Gazelle wurde von einem Händler aus Frankreich importiert. Ein Käufer in Bayern hatte sich an Händler gewandt, denn er wollte ein "Trait Percheron", ein Rapp-Fohlen dieser "Edelkaltblüter", die bis zu 1.000 Kilogramm schwer werden können. Der Händler machte sich auf die Suche und wurde schließlich fündig. Er holte das Fohlen aus Frankreich ab und überbrachte es den stolzen Besitzern. Leider erging es Gazelle nicht sehr gut, der Händler holte das Fohlen wieder ab und brachte es nach Henndorf. Heute ist sie fünf Jahre alt und beherrscht es, sich in die Herzen der Wallache zu zaubern – momentan ist gerade Larry der Verzauberte.

Idefix, ein neunjähriges Pferd, verlor seinen Platz wegen eines Wirbelleidens.

Idefix genießt sein ruhiges Leben

Idefix hatte sich beim Spielen mit anderen Pferden am Rückgrad verletzt. Daraus resultierte eine Gehbehinderung. Der Züchter musste und wollte sich von ihm trennen. Sein Leben geriet in Gefahr. Idefix führt hier ein ruhiges, gediegenes Leben und vor allem – er wird nicht geritten.

Nitty Gritty – ist ein rosa Minischwein mit mittlerweile 13 Jahren. Ein Metzger sollte Nitty Gritty schlachten.  Der kleine Nitty Gritty sah ihn flehend an und erreichte sein Herz. Da meldete sich der Metzger bei Gut Aiderbichl und Nitty Gritty lebt seitdem glücklich auf Gut Aiderbichl im Kreise seiner Hängebauchschweine. 

Nitty Gritty genießt sein Schweineleben

Wodka – ein 25 Jahre altes Pony. Ein Bauer aus Bayern wollte Wodka zum Schlachter bringen. Der Bruder des Bauern kaufte den kleinen betagten Wodka für 300 Euro frei. Nun stand er da, mit einem Pony, doch ohne Platz. Er fragte Michael Aufhauser ob es möglich wäre, Wodka in Henndorf unterzubringen. Wodka ist ruhig und besonnen und steht immer ein wenig über den Dingen.

Unser süßer Wodka

Bimbo – kein Elefant, sondern ein sehr graziöser Friese aus dem Zirkus. Als er in Henndorf ankam, signalisierte er durch seine Körpersprache „Lasst mich bloß alle in Ruhe!“. Im Sommer darauf verliebte sich Bimbo in Mariechen und Amelie, zwei betörend schöne Ponys – Bimbos Freundinnen, mit denen er auch zusammen in seinem Stall lebt und glücklich ist.

Bimbo mit seinem Mariechen

Das war nun ein kleiner Ausflug in die Welt unserer geretteten Tiere. Alle haben eine besondere Geschichte, einen besonderen Charakter, besondere Namen und besondere Plätze in unseren Herzen.

Ich freue mich auf eine nächste Führung mit Ihnen über unseren Hof in Henndorf. Dann rufen wir gemeinsam die Tiere beim Namen, herzlichst, Gisela

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler, können wir helfen und den in Not geratenen Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende geben. Mittlerweile leben 6.000 gerettete Tiere unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Vielen herzlichen Dank!

Werden Sie symbolisch Pate von allen Tieren und damit ein echter Aiderbichler!

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