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Die Geschichte der drei Mariandls

Am 13. Mai dreht sich auf unseren Gütern alles um die Mamas. An diesem Tag sollen die Mütter gefeiert und ihr Einsatz belohnt werden, deshalb haben Sie an diesem Ehrentag auf unseren Gütern freien Eintritt. Gleichermaßen gebührt unseren tierischen Müttern an diesem Tag Dank und Ehre. Daher steht diese Woche ganz im Zeichen unserer starken Frauen unter den Gutsbewohnern, deren Schicksale und Geschichten wir Ihnen hier nochmals vorstellen möchten.

Heute: Die Geschichte der drei Mariandls, das wohl berühmteste Beispiel für die Liebe zwischen Mutter und Kind.

Im Jahr 2004 waren wir wieder einmal auf einer Fohlenauktion. Wie es dort zugeht, ist bekannt. Hunderte von Pferden müssen sich auf ihren letzten Weg machen, eine qualvolle Todesreise in die Akkordschlachthöfe im Süden oder Osten Europas. Schreckliche Szenen von Trennung und Leid sind zu beobachten, wenn Mütter und Fohlen, die oft noch nicht einmal 100 Tage alt sind, getrennt werden. Es ist herzzerreißend. Schon über 20 gerettete Pferde waren verladen, als Michael Aufhauser damals von einem jungen Mädchen am Ärmel gezupft wurde. Sie führte ihn zu einem kleinen, verängstigten Stutfohlen. Der Händler war gerade damit beschäftigt, das Tier zu markieren. Mit einer Schere schnitt er dem Fohlen ein Zeichen ins Fell, die sein Schicksal besiegeln sollte: Nummer “53“, bereit zum Todestransport. Nach langen Gesprächen und Verhandlungen wurde Michael Aufhauser damals mit dem Mann handelseinig. Wir konnten das Kleine mit nach Gut Aiderbichl nehmen und tauften es auf den Namen Kathi.

 

 

 

Das kleine Fohlen \"Nr. 53\" - unsere Kathi

Doch Kathi war ein Sorgenkind. Sie wollte nicht fressen und rief ohne Unterlass nach ihrer Mutter. Kathi schien lieber sterben zu wollen, als ohne ihre Mutter zu leben. Kathi war einfach nur verzweifelt und traurig. Wir machten uns auf die Suche nach der Mutterstute und wurden nach einer Woche fündig. Auch Mariandl durfte Aiderbichlerin werden und am Tag der Zusammenführung der beiden Pferde machten wir eine rührende und lehrreiche Erfahrung zugleich. Die beiden Pferde erkannten sich, bevor sie sich sehen konnten. Aufgeregt wieherte Kathi auf der Koppel, während Mutter Mariandl im Hänger ebenfalls immer unruhiger wurde. Und dass, obwohl sie noch einige Kilometer vom Gut entfernt war. Und dann, als Mariandl ausgeladen wurde, hielten wir alle den Atem an. Der Hänger bebte vom freudigen Getrampel der Mutterstute. Kathi stürmte sehnsüchtig über die Wiese, hin und her, ihre Mähne flatterte im Wind. Endlich war es so weit. Die beiden stürmten aufeinander zu und freuen sich unbändig. Das Schmusen, das glückliche Tänzeln der beiden nahm kein Ende. Kathi wirkte, als wäre sie gewachsen, erhobenen Hauptes und mit dem Rückhalt ihrer Mutter hüpfte sie über die Koppel, fraß wieder und entdeckte das Leben neu.

Der \"magische\" Moment des Wiedersehens

Aber das Glück sollte noch größer werden: Mutter Mariandl war damals bereits wieder trächtig und schenkte bei uns Mariandl II das Leben. Noch heute leben unsere drei Mariandls gemeinsam auf Gut Aiderbichl Henndorf und sind unzertrennlich. Ein wahres Happy End für eine Pferde-Familie!

Die drei Mariandls

Sehen Sie hier nochmals den Videobeitrag: 

 

 

 

 

 

Wie haben Mutter und Tochter sich gespürt, als sie sich noch nicht sehen konnten? Was ist das für eine Sprache, die Tiere miteinander sprechen, und die wir Menschen oft nicht verstehen wollen? Ein siebter Sinn, der uns Menschen abhanden gekommen ist? Menschenmütter und Menschenkinder reagieren ebenso: Es sind dieselben Hormone, die für eine enge und intensive Bindung zueinander sorgen. Uns verbindet mehr, als wir wahrhaben möchten. Vielleicht lernen wir irgendwann das Hinhören, das Zuhören, das Erspüren von Gefühlen.

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