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Was sollen die Kutschen im Karneval ?

 

Seit Jahren warnen Tierschützer, und man kann ihre Proteste wirklich gut verstehen. Selbst wenn man Karnevalszüge nur im Fernsehen gesehen hat: Pferde haben bei diesen Veranstaltungen nichts zu suchen. Schmale Gassen, lärmende Geräuschkulissen, laute Musik und in Köln fliegen Kamelle durch die Luft. Stundenlanges stop-and-go auf hartem Pflaster. Da muss sich niemand wundern, wenn die Tiere unter enormen Stress geraten, der sie selber, aber auch die Zuschauer ernstlich gefährden kann. Angeblich sollen Pferde im Straßenkarneval auch schon mit Beruhigungsmitteln sediert worden sein, was denkbar, aber nicht bewiesen und außerdem verboten ist. Inzwischen hat man die Blutkontrollen intensiviert.

 

Aber wer protestiert, gilt als Feind beliebter alter Traditionen. Der Einsatz von Pferden beim Rosenmontagszug ist seit der Gründung des Festkomitees Kölner Karneval im Jahre 1823 Tradition. Und so wie es war, soll es nun am besten bleiben. Obwohl Pferde Fluchttiere sind, sensibel auf Störungen reagieren und dann einfach ausbrechen und das Weite suchen. Gegner der Pferde beim Karneval fragen zu recht, ob erst Menschen sterben müssen, bevor die Verantwortlichen reagieren.

 

Letzten Montag, beim Kölner Rosenmontagszug, ist nun ein Unfall passiert, der auch schlimmer hätte ausgehen können. Ein Augenzeuge berichtete dem „Kölner Stadtanzeiger“: „Als sich die Pferdekutsche in Bewegung setzte, dachten wir erst, dass sie aufschließen möchte zum Zug, da eine Lücke entstanden war. Dann wurden die Pferde immer schneller und man merkte: Die gehen durch. Der Kutscher hat sich voll in die Zügel gehängt, um die Pferde aufzuhalten, doch die wurden immer schneller. Nach ungefähr 100 Metern sind sie frontal in eine LKW-Tribüne gerannt, die dort in der Kurve stand. Rechts und links neben der standen viele Menschen. Man kann von Glück sagen, dass die Pferdekutsche nicht in die Menschen gerast ist.“ Der Kutscher und drei weitere Personen wurden dabei verletzt. Aber der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen verlautbarte bereits, dass er sich einen Zug ohne Pferde nicht vorstellen könne.

 

Schon bald gab es einen Hinweis auf einen Flaschenwerfer, der das Unglück verursacht haben könnte. Dergleichen kann laufend passieren, schon deshalb, weil der Alkoholspiegel gerade in den letzten Tagen des Karnevals bekanntlich weit über dem Durchschnitt liegt. Man kann den Kölner Unfall auch als eine Art Warnschuss erleben.

Auch außerhalb der närrischen Zeit ist es mit den Pferdekutschen so eine Sache. Droschken rollen durch den Central Park in New York, Fiaker sind ein Wahrzeichen von Wien und um das Brandenburger Tor in Berlin sieht man sie Touristen transportieren. Die Tiere müssen auf hartem Pflaster und geteerten Straßen arbeiten, folgen mit ihren Nüstern den Auspuffrohren und der Lärm der Stadt setzt sie unter Stress. Im Sommer müssen sie auch noch die Hitze ertragen.

 

Pferde sind keine Maschinen und gehören nicht in den modernen Straßenverkehr. 2013 erreichten die Kutschen-Unfälle einen Höchststand: Bei 50 Unfällen in Deutschland starben 5 Menschen und 6 Pferde. 98 Fahrgäste wurden verletzt. Das liegt auch daran, dass die Kutschen weder Air Bags noch Gurte haben. Hoffentlich können Elektroautos in Kutschenform die Pferdekutschen bald ersetzen!

 

Bei uns auf Gut Aiderbichl haben gerettet Pferde ein neues Zuhause gefunden. Sie müssen niemandem dienen oder gefallen. Sie müssen niemanden transportieren, oder gar springen oder Dressurübungen durchführen. Sie dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende leben.

 

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