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Zum Abschuss frei?!

Elektrozäune um Sperrzonen, die viele Kilometer lang sind. Scharfschützen der Polizei, die Wildschweine jagen. Zehntausende von notgeschlachteten Schweinen, dazu Bauern, die nicht mehr weiterwissen, weil sie ihre „Ware“ nicht mehr loswerden. Das sind Szenen aus osteuropäischen Ländern, in denen die Afrikanische Schweinepest schon ausgebrochen ist.

Menschen kann das Virus nichts anhaben, aber für infizierte Schweine ist es fast immer tödlich. Gesunde Tiere stecken sich bei direktem Kontakt mit kranken Haus- bzw. vor allem Wildschweinen an. Oder manchmal indirekt über mit dem Virus verseuchten Lebensmittelresten oder auch durch Zeckenstiche.

Gegen die Klassische Schweinepest haben wir uns inzwischen durch Biosicherheitsmaßnahmen und große hygienische Prävention schützen gelernt. Die Afrikanische Schweinepest, ebenfalls eine anzeigepflichtige Tierseuche, scheint nun, wie Experten vermuten, von Weißrussland in die baltischen Staaten und Polen gekommen zu sein. Sie hat inzwischen auch schon Tschechien erreicht und nähert sich Deutschland und Österreich, wo sie bisher noch nie aufgetreten ist.

Wenn uns diese besonders aggressive Schweinepestvariante, die aus dem südlichen Afrika stammt, uns nicht nur immer näher kommt, sondern uns schließlich wirklich erreichen sollte – die nächste Krise für die Bauern wäre programmiert. Man rechnet mit Schäden für die deutsche Landwirtschaft von um zwei Milliarden Euro pro Jahr. Das schreckliche Keulen würde wiederbeginnen. Schon bei einem einzigen Krankheitsverdacht müssten ganze Bestände geschlachtet werden. Die Verkaufserlöse würden durch die Zurückhaltung der Verbraucher und durch Ausfuhrsperren rapide sinken. Und die Litanei der Klagen würde wieder vergessen machen, dass die Entstehung, Verbreitung so wie die Folgen von Tierseuchen in engem Zusammenhang mit der Massentierhaltung stehen.

Aber das hört man nicht gern. Erst wenn es fast schon zu spät ist, will man „vorbeugen“ und fordert den präventiven Abschuss von 70 Prozent aller Wildschweine, jedenfalls in Deutschland. Schnell wird man in solchen Fällen emotional und hektisch.

Dabei geht es jetzt um ein faires Abwägen. Es müssen in jedem Fall die Tierrechte berücksichtigt werden, die aber umständehalber natürlich nicht die einzigen Kriterien sein können. Was Thomas Blaha, Tierschützer und Veterinär, neulich in einem Interview vorschlug, klingt plausibel: Statt zum großen Wildschweinabschießen zu blasen, soll man an den Grenzen zu Polen und Tschechien Wildschweine so bejagen, dass sie nicht über die Grenzen kommen. Also gezielt und sinnvoll beschränkt.

Bei uns auf Gut Aiderbichl Deggendorf leben schon seit August 19 Schweine in Quarantäne. Der Veterinär hatte vorgeschlagen, die Tiere rechtzeitig zu schützen, weil doch das Gut viele Besucher anzieht. Wir haben dann eigens für den besonderen Fall einen Stall umgebaut, damit es den Tieren auch in diesen für sie so schwierigen Zeiten gut geht.

Bitte unterstützen Sie unsere geretteten Schweine mit einer symbolischen Patenschaft. Die Tiere und Gut Aiderbichl danken Ihnen.

Werden Sie symbolisch Pate von allen Schweinen und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
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