32 Ex-Labor-Schimpansen

Schritt für Schritt leben lernen.

Gut Aiderbichl Affen Refugium

Die Schimpansen wurden als Babys gefangen und im Dienste der Forschung oft über 20 Jahre benutzt. Seit 2009 sind die Tiere in der Obhut von Gut Aiderbichl und bekommen endlich ein Stück des Lebens zurück, das man ihnen auf so grausame Weise genommen hat.

In den 70er und 80er Jahren waren Schimpansen wegen ihrer genetischen Ähnlichkeit zum Menschen für Tierversuche sehr gefragt. Zu Forschungszwecken wurden sie mit Krankheiten wie HIV und Hepatitis infiziert. Viele sind qualvoll gestorben. Als die Versuche mit den Tieren 1997 eingestellt wurden, waren sie endlich erlöst. Der Pharmakonzern finanzierte eine vorbildliche Affenanlage im Safaripark Gänserndorf bei Wien und bezahlte den Unterhalt. Als der Safaripark in Konkurs ging, übernahm Gut Aiderbichl die Anlage und die Betreuung der vielfach traumatisierten Schimpansen.

Schritt für Schritt leben lernen

Seither resozialisieren wir die Tiere langsam – ein Prozess, der weiterhin andauert. Der Umgang mit Artgenossen, Jahreszeiten, ja sogar das Sonnenlicht war ihnen völlig fremd. Mittlerweile können die meisten der 32 Schimpansen wieder in der Gruppe leben und fühlen sich sichtlich wohl. Seit 2010 haben sie – nicht zuletzt dank der Hilfe von Ihnen, liebe Aiderbichler – auch ein großes Außengehege.

Die vom Pharmakonzern, Land und Bund über viele Jahre bezahlte Unterstützung endete 2019 und seitdem müssen wir die Kosten von mehreren hunderttausend Euro jährlich ganz alleine tragen. Dies ist allein durch die Unterstützung von Paten und Förderern möglich, deren Hilfe wir so dringend benötigen.

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