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Erinnern Sie sich noch an Fipsi?

Zu klein, keine lange Lebenserwartung, kein Nutzen

Kurz nach Fipsis Geburt im Juni 2014 sollte sein Leben also schon wieder zu Ende sein? Der Bauer wusste, dass es schwer sein würde, das kleinwüchsige Stierkalb aufzufüttern. Doch Fipsi hatte Glück im Unglück, als eine Tierfreundin auf ihn aufmerksam wurde und helfen wollte.
Sie nahm umgehend Kontakt mit Gut Aiderbichl auf. Jahrelange Erfahrung mit kleinwüchsigen Rindern machten es den Pflegern nicht allzu schwer, dem kleinen Fipsi ein gutes Leben zu ermöglichen. Alle freuten sich, als das kleine Stierkalb am Hof in Henndorf ankam. Sein Fell war schneeweiß mit braunen Flecken und er hatte riesige Kulleraugen mit ewig langen Wimpern.

Fipsi war wirklich ein süßes Kerlchen.

Pamplono und Fipsi wurden dicke Freunde

Gleich in den ersten Tagen nach seiner Ankunft merkte man, dass Fipsi und Pamplono sich gut verstanden und daraus wuchs im Laufe der Zeit eine echte Freundschaft.

Fipsis Freund Pamplono war ebenfalls eine Seltenheit in unserem Rinderstall. Es wuchs ihm kein Fell, er hatte einen vorstehenden Unterkiefer und seine Kopfform glich der eines Rehes. Auch sein Bauer hatte es nicht übers Herz gebracht, Pamplono zu schlachten.

Fipsi und Pamplono sind sich nicht mehr von der Seite gewichen.

Handicaps sind eine natürliche Bereicherung

Für uns Menschen ist es oftmals unvorstellbar, dass ein Tier mit einem Handicap noch Lebensfreude haben soll.  Doch wir erleben es Tag für Tag an vielen unserer Tiere, dass eine Behinderung am Körper ihr Glück, ihre Freude oder ihre Lebensqualität nicht beeinträchtigen.

Die Balance zwischen Schwächen und Stärken

Fipsi und Pamplono akzeptierten sich gegenseitig einfach so, wie sie waren. Fipsis Kleinwüchsigkeit oder Pamplonos Nacktheit waren für beide kein Problem. Tiere stellen Anderssein nicht in Frage. Nur für uns Menschen ist Anderssein etwas Auffälliges und manchmal Beklemmendes.  

Wir wussten, dass Fipsis Leben kurz sein wird

Fipsis Herz war nicht das gesündeste und sein Leben wurde beschwerlicher. Es begann die Zeit, wo er nicht mehr so recht fressen wollte und der Tierarzt diagnostizierte Herzprobleme. Medikamente und die beste Pflege konnten noch eine Zeitlang helfen, doch Fipsi signalisierte uns, dass seine Lebenskraft zu Ende ging.
Sein Leben dauerte fünf Jahre, dann war die Lebenskerze erloschen. Er starb im April 2019 und sein Freund Pamplono verließ uns ein paar Wochen später.
Zwei kleine Sterne am Himmel strahlen allabendlich über dem Rinderstall von Gut Aiderbichl Henndorf: Fipsi und sein Freund Pamplono. Wir werden uns immer an die beiden erinnern.

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