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Liebe Aiderbichlerinnen,

liebe Aiderbichler,

 

am heutigen Donnerstag feiern wir den Welttierschutztag bereits zum 93. Mal. Dieser Tag wird stets am 4. Oktober, dem Namenstag des Heiligen Franziskus von Assisi begangen. Der Begründer des Ordens der Franziskaner gilt als Schutzpatron der Tiere, denn bereits damals, Anfang des 13. Jahrhunderts, predigte er, dass auch die Tiere lebendige Geschöpfe Gottes, und damit schützens- und achtenswert sind – jedes Tier.

Auf dieser Philosophie basiert unsere Arbeit auf Gut Aiderbichl.

 

Es scheint oftmals befremdlich für manchen Besucher, wie wir mit unseren mehr als 6.000 geretteten Tieren umgehen. Aber gerade in diesem Punkt war und ist der Gründer von Gut Aiderbichl, Michael Aufhauser, seiner Zeit voraus. Auch mir hat er damals, als ich ihm zum ersten Mal begegnete, die Augen geöffnet. Er war mit seinen Hunden in einem Park unterwegs und bat mich, als ich zufällig vorbeijoggte, ihm zu helfen. Er erzählte mir von seinen Hunden, von Rodrigo, Burschi, Lucy und den vielen weiteren Hunden, und bereits nach wenigen Worten sah ich die Hunde mit anderen Augen. Es waren nicht einfach nur irgendwelche Tiere, sondern Lebewesen – mit Geschichten, Ängsten, Nöten und Gefühlen. Jedes auf seine Art und Weise liebenswert und auf jeden Fall einzigartig.

 

Und genau das zeigen wir unseren geretteten Tieren täglich. Nicht nur den Katzen und Hunden, sondern auch den sogenannten Nutztieren. Sie alle bekommen bei uns einen Namen und jeder unserer mehr als 300 Mitarbeiter kennt ihre Vorgeschichten. Nur so ist es uns möglich, jedes Tier als eigene Persönlichkeit wahrzunehmen und ihm ein verdient wunderschönes Leben zu bereiten.

 

Natürlich entstehen hier auch besondere Beziehungen zwischen Mensch und Tier, die meist ein Leben lang halten. So zum Beispiel bei unserem Wildschwein Basti, der bereits seit 2007 bei uns lebt. Seine Mutter und seine Geschwister wurden zu Jagdopfern. Basti konnte fliehen und sich auf einem Schlosshof verstecken. Die Haushälterin Silvia hatte Erbarmen mit dem kleinen Frischling und zog ihn mit der Flasche auf. Als Basti zu groß wurde, um weiterhin im Schlossgarten zu leben, durfte er bei uns auf Gut Aiderbichl Henndorf einziehen. Zwar hat er bei uns mit Wildschwein-Dame Reni eine Partnerin und Freundin gefunden, aber dennoch gilt seine Liebe Silvia, die ihn regelmäßig besucht. Sobald Basti sie hört, kommt er zum Zaun und lässt sich von ihr kraulen und mit Leckereien verwöhnen. Niemals hat er vergessen, wer ihm damals das Leben gerettet hat.

 

Ein ganz besonders Beispiel für die Beziehung zwischen Mensch und Tier zeigt sich für mich bei unseren 34 Ex-Labor-Schimpansen im Affen Refugium Gänserndorf. Ihre Entwicklung und ihre Ähnlichkeit mit uns Menschen berührt mich jedes Mal aufs Neue. So zum Beispiel die Geschichte von unserer Schimpansendame Star, mit 45 Jahren auch unser ältester Schimpanse. Sie war mehr als 20 Jahre lang in der Forschung eingesetzt, wurde mit HIV und HCV, also dem Hepatitis-C-Virus infiziert, und hat unter der Zeit im Versuchslabor besonders gelitten. Menschen machten ihr auch lange nach Abschluss der Versuche Angst. Ganz behutsam und mit viel Geduld haben unsere Pflegerinnen es geschafft, ihr diese Angst zu nehmen und Vertrauen aufzubauen. Mittlerweile geht auch Star in ihre große Freianlage und hat gelernt, selbstbewusst ihr Leben zu genießen. Unsere Tierpflegerin Bettina ist die beste Freundin von Star, und dass, obwohl beide aus Sicherheitsgründen immer durch eine dicke Panzerglasscheibe getrennt sind. Sehnsüchtig wartet sie darauf, dass sie ihr morgens ihr Frühstückssackerl bringt – dann ist ihr Tag gerettet.

 

Das alles sind Beweise dafür, dass es sich bei den Tieren um Lebewesen handelt. Sie ähneln uns in so vielen Dingen – wir müssen nur lernen, sie richtig wahrzunehmen. Auf Gut Aiderbichl kann sich jeder Besucher davon, dieser besonderen Beziehung zwischen Mensch und Tier überzeugen - nicht nur heute am Welttierschutztag.

 

Herzliche Grüße,

 

 

Ihr Dieter Ehrengruber

 

 

 

 

 

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