Susi und Jürgen

auf Gut Aiderbichl in Henndorf

Es war Liebe auf den 3. Blick

Wo die Liebe hinfällt – das gilt auch für die Tiere. In unserem Schweinepalast in Henndorf gibt es zwei Hausschweine, die innige Gefühle füreinander empfinden. Einige Zeit bewohnte Susi alleine die Sonnenterrasse beim Schweinepalast und begann, ihr Leben wieder zu lieben. Seit einigen Wochen nun ist Jürgen, ein ehemaliger Zuchteber, ihr Freund geworden.

Die dramatische, traurige Geschichte von Susi

Nach der Beschlagnahmung lag Susi in einer Notunterkunft, wo sie tierärztlich versorgt wurde. Der Tierhalter hatte psychische Probleme und hatte es verabsäumt, sich um Susis Lähmungen in den Beinen zu kümmern.
Eines Tages wurden die Mastschweine des Tierhalters zum Schlachthof gefahren. Susi war aufgrund ihrer bestehenden Lahmheit nicht transportfähig. Man ließ sie in der Schweinebucht zurück. Eine amtstierärztliche Untersuchung wurde vom Besitzer verweigert, auch ein amtlicher Bescheid konnte an dieser katastrophalen Situation nichts ändern. Letzter Schritt zur Rettung von Susi war dann das Anrücken mit der Polizei und einem Bolzenschneider, um Susi aus dem verriegelten Stall zu holen. 

Susi wurde in Seitenlage vorgefunden. Ihre Gliedmaßen waren lahm und sie wurde vorsichtig in einen Transporter verladen. Gierig trank sie 7 Liter Wasser so schnell sie konnte – durch die Schmerzen war sie offensichtlich nicht in der Lage gewesen, zur Tränke zu gelangen.  

 

Susi erblüht zu neuem Leben und wühlt begeistert im Stroh

Die tierärztliche Pflege in der Notunterkunft war hervorragend, sie fraß mit Vorliebe Äpfel und Birnen und spielte wie verrückt im Stroh, das sie bis dahin nicht gekannt hatte.  
Ihr gesundheitlicher Zustand besserte sich von Tag zu Tag. Allerdings konnte sie nur mehr wenige Wochen in der Notunterkunft bleiben, und wäre dann zum Schlachter gebracht worden. Wie kann man das jetzt verstehen? Susi hatte Medikamente bekommen. Nach einer gewissen Zeit wären die „Spuren“ der Medikamente wieder aus ihrem Körper gewesen, und sie wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Schlachthof gefahren worden. 

Jürgen – ein Sir unter den Schweinen, hielt Einzug auf Gut Aiderbichl

Jürgen, ein riesiges Hausschwein mit 330 kg Gewicht, hat seine Karriere als Zuchteber beendet. Er ist nun drei Jahre alt und hat ausgedient. Für den Schlachthof war er zu gewaltig, dort werden Schweine mit ca. 150 kg geschlachtet. Außerdem hätte das Fleisch eines Zuchtebers zu sehr nach Eber geschmeckt. Die Alternative wäre gewesen, aus Jürgen Tierfutter zu produzieren. 

Da, wo Jürgen herkommt, war er ein Star. Er liebte Kinder über alles und ließ sich streicheln und auch füttern. Ein kleines Mädchen wollte absolut nicht, dass Jürgen in eine traurige Zukunft geht. Er war zutraulich, keineswegs grob zu den Menschen und irgendwie liebte er sein Leben.  

Jürgens Einzug auf Gut Aiderbichl in Henndorf 

Jürgens Zeit als Zuchteber ist Geschichte. Der riesige, nette, menschenfreundliche Jürgen rannte am Tag der Aufnahme den Hundepfad hoch und erfrischte sich im kühlen Hundebad. Dann ging es weiter in den Schweinepalast.  

Getrennt von Susi verbrachte er dort die ersten Tage und schlief die meiste Zeit in seinem dicken Strohbett. Hie und da steckte er seinen Rüssel zu Susis Gehege, die sich auch näherte, und ihm dann aber wieder die „kalte Schulter“ zeigte.  

Dieses Spiel wiederholte sich einige Zeit. Jürgen gab nicht auf und nun ist es erreicht: Jürgen und Susi liegen eng aneinander gekuschelt im Strohbett. Sein diplomatischer, liebevoller Charakter wird Susis verletzte Seele wieder festigen. Voller Geduld und Ruhe begegnet er seiner Schweine-Prinzessin jeden Tag aufs Neue mit Gelassenheit und Zuneigung.  

Wir hoffen und wünschen uns, dass Susi und Jürgen ein langes, liebevolles, schönes gemeinsames Leben auf Gut Aiderbichl verbringen können.  

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